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Wirtschaft - Villach
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Tschinowitscher Brücke wird zum Politikum:

Baumann attestiert Sobe „heillose Überforderung“

Tschinowitsch – Von Beginn an gab es einige Probleme beim Bau der Tschinowitscher Brücke. So kamen die Bauarbeiten rund um die Brücke bereits im Dezember 2018 aufgrund von mehreren Mängeln sowie Fehlplanungen zum Stillstand. Auch weiterhin steht das Projekt unter keinem guten Stern - aufgrund von Baufehlern klagt die Stadt Villach noch vor Fertigstellung der Brücke drei externe Unternehmen an. In einer heutigen Aussendung attestiert FPÖ-Stadtrat Baumann dem zuständigen Verkehrsreferenten Harald Sobe eine "heillose Überforderung mit der Aufgabe" und fordert eine "rasche Lösung".

 3 Minuten Lesezeit (467 Wörter) | Änderung am 11.02.2019 - 19.14 Uhr

Bereits im Dezember des letzten Jahres wurde das Kontrollamt von der Stadt Villach beauftragt, das Bauprojekt zu überprüfen. Zuvor hatte man nämlich Baumängel am Geländer der neuen Brücke festgestellt. Der Befund liegt nun vor und weist tatsächlich einige Mängel an der Brücke auf, darunter fallen Fehlplanung, die Vernachlässigung der Prüfaufsicht und eine fehlerhafte Montage.

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SPÖ-Stadtrat Harald Sobe strebt die Klage gegen drei am Bau beteiligte Unternehmen an.

SPÖ-Stadtrat Harald Sobe strebt die Klage gegen drei am Bau beteiligte Unternehmen an. - © 5min.at

Klage wegen Baufehler am Geländer

Während die Breite der Zu- und Abfahrten an der Brücke laut Bericht nicht als mangelhaft gelten, konnten am Geländer tatsächlich bauliche Mängel nachgewiesen werden. Wer für diesen finanziellen Schaden aufkommen muss, wird nun das Gericht entscheiden. Die Stadt Villach erhebt diesbezüglich Klage gegen drei externe Unternehmen, die für Planung, Statik und Ziviltechnik verantwortlich waren. Die rechtlichen Schritte werden in den kommenden Tagen eingeleitet. Wie hoch dadurch die Mehrkosten für das bereits 4,2 Millionen teure Projekt ausfallen, ist derzeit noch nicht bekannt. Der angestrebte Bauschluss im Frühjahr dieses Jahres wird sich durch den Vorfall höchstwahrscheinlich verzögern. Die im Dezember bemängelten Bodenwellen gelten hingegen nicht als fehlerhaft. Wie Medien berichten, werden sich diese mit der Zeit noch ebnen.

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FPÖ-Stadtrat Erwin Baumann: „Sobe hat erst mit monatelanger Verspätung reagiert!“

FPÖ-Stadtrat Erwin Baumann: „Sobe hat erst mit monatelanger Verspätung reagiert!“ - © 5min.at

Baumann fordert eine rasche Lösung

Erneute Kritik gibt es vom freiheitlichen Stadtrat Erwin Baumann. Bereits im November hat er auf die massive Bauverzögerung aufmerksam gemacht. „Neben der erforderlichen rechtlichen Klärung der offenen Fragen bei Planung und Bauabwicklung sei auch der politische Hintergrund zu klären“, fordert Baumann in seiner aktuellen Aussendung. Wie der freiheitliche Stadtrat erklärt, habe der zuständige SPÖ-Stadtrat Harald Sobe mit monatelanger Verspätung reagiert. Er sieht beim zuständigen Verkehrsreferenten Sobe eine „heillose Überforderung mit seiner Aufgabe“. Baumann möchte „im Interesse der Villacherinnen und Villacher eine möglichst rasche Lösung für die Verkehrssituation im Bereich Tschinowitsch anbieten“.

Auch von Stadtrat Pober hagelt es Kritik

„Auch wenn die Prüfung des Kontrollamtes ergeben hat, das Auf- und Abfahrt aus Sicht des Kontrollamtes passend ist, zweifle ich dieses Ergebnis an“, erklärt Pober in seiner aktuellen Aussendung. „Es scheint mir hier so, als ob passend gemacht wird, was nicht passt“, so Pober. Für ihn sei mit freiem Auge erkennbar, dass ein Bus oder LKW und ein PKW nicht gemeinsam um die Kurve kommen würden. „Man kann nicht wie Sobe schönreden, wo es nichts zum Schönreden gibt“, kritisiert Pober den Verkehrsstadtrat. Aus Pobers Sicht wäre es besser „einen Schritt zurück zu gehen und das ganze Projekt zu hinterfragen, […] bevor es zu halbherzigen „Reparaturen“ kommt.“

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