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Alle 274 Kärntner Kindergärten und 150 Volksschulen mit an Bord

Kampf gegen Karies

Kärnten – Das Ziel ist ambitioniert, aber nicht unerreichbar: Weil die frühkindliche Karies nach wie vor die häufigste chronische Erkrankung im frühen Kindesalter ist und Karies generell die am weitesten verbreitete Zivilisationskrankheit, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO folgende Ziele ausgegeben: Bis 2020 sollen zumindest 80 Prozent aller Sechsjährigen kariesfrei sein und Zwölfjährige maximal 1,5 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne haben.

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„Gesundheit beginnt im Mund: Gesunde Zähne sind mehr als ein Schönheitsattribut“, appelliert daher auch Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner für eine frühzeitige Sensibilisierung. Zahngesundheitsvorsorge müsse schon im frühen Kindesalter beginnen, das Land Kärnten habe daher bereits vor 15 Jahren ein „Zahnfee“-Projekt in den Kindergärten gestartet.

Alle Kindergärten werden besucht

Begonnen wurde mit 69 Kindergärten – in der Zwischenzeit wurde das Projekt flächendeckend und lückenlos ausgerollt. Das heißt, alle 274 Kärntner Kindergärten mit ihren 13.503 Kindern werden zweimal im Jahr von ausgebildeten Zahngesundheitserziehern besucht. In jeweils eineinhalbstündigem „Unterricht“ werden die Kleinen ihrem Alter entsprechend spielerisch und unter Einbeziehung der Sinnesebenen – sprich Kopf, Herz und Hand – mit der richtigen Zahnpflege vertraut gemacht. „Zahnpflege bedeutet nicht nur, wie putze ich meine Zähne richtig, sondern setzt schon bei der Ernährung an“, informiert Prettner.

Über 275.000 Kinder erreicht

Durchgeführt wird das Programm vom Verein PROGES – Zahngesundheit Kärnten gemeinsam mit dem Gesundheitsland Kärnten und der GKK. Miteinbezogen in die Schulungen werden auch Pädagogen und Eltern: So wurden im Vorjahr bei 51 Informationsveranstaltungen 836 Eltern und Lehrkräfte über Vorsorgemaßnahmen aufgeklärt. „Im Laufe der Jahre wurden 27.201 Unterrichtseinheiten von unseren Zahngesundheitserziehern gestaltet und dabei 275.738 Kinder erreicht. Für die Erwachsenen wurden parallel dazu 645 Infoveranstaltungen durchgeführt“, lässt Prettner „Zahlen sprechen“.

Um das WHO-Ziel bei den Zwölfjährigen zu erreichen, wird zusätzlich zu den Kindergärten das Zahnprophylaxeprogramm auch in Kärntens Volksschulen durchgeführt. Hierbei wurde der sogenannte Zahngesundheitsunterricht in den Lehrplan integriert. Dieser wird von Zahngesundheitserziehern des bfi-Kärnten abgehalten. „Alleine im Vorjahr wurden 150 Volksschulen mit 11.832 Schülern von ausgebildeten Zahngesundheitserziehern betreut“, berichtet Prettner.

Sowohl in den Kindergärten als auch in den Volksschulen wird das Projekt nach den Semesterferien weitergeführt und für den Volksschulbereich auf den „fehlenden“ Bezirk Spittal ausgerollt. Der dafür notwendige Beschluss wird in der morgigen Regierungssitzung gefasst. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro pro Jahr.

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