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Wirtschaft
© KK/AK_Johannes Puch

Fast 7.500 Personen persönlich beraten

AK zieht Bilanz: 377.000 Euro erkämpft

Kärnten – Bilanz zog die AK heute mit dem kostenlosen Konsumentenschutz für alle Kärntner. 34.267 Konsumenten haben Hilfe und Beratung im Vorjahr in Anspruch genommen. Damit hat die AK den Konsumenten 2018 rund 377.000 Euro erspart. Am häufigsten wurde Rat und Hilfe im Miet- und Wohnrecht, zu Dienstleistungen, Kauf und Reisen erteilt. „Den Konsumentenschutz der AK kann jeder, unabhängig von einer AK-Mitgliedschaft, beanspruchen“, hebt AK-Präsident Günther Goach hervor.

 4 Minuten Lesezeit (545 Wörter)

34.267 Personen haben sich 2018 mit Fragen und Problemen an den Konsumentenschutz der AK gewandt. Davon wurden 13.613 Anfragen telefonisch und 13.158 Anfragen per Mail, Brief oder Fax beantwortet. 7.496 Personen kamen zu persönlichen Beratungsgesprächen in die AK. Die AK brachte Konsumenten damit insgesamt 377.167,78 Euro zurück.

Kostenlos für alle Kärntner

„Unabhängig davon, ob man AK-Mitglied ist oder nicht, kann jeder Kärntner das kostenlose Service des Konsumentenschutzes der AK – mit finanzieller Unterstützung vom Land Kärn-ten – in Anspruch nehmen“, unterstreicht Goach und verweist auf die Beratungsstatistik: „Rund 65 Prozent der Rat- und Hilfesuchenden waren keine AK-Mitglieder. Diese Personen hätten ohne AK keine Vertretung in Kärnten.“

Problembereich Wohnen

Mit 11.723 Anfragen (34,2 Prozent) stellte der Bereich Miet- und Wohnrecht 2018 den Spit-zenreiter dar. „Vorrangig ging es um die Abrechnung der Betriebs- und Heizkosten, den Wohnungszustand bei Rückgabe, Maklerprovisionen, die Kautionen aber auch die Berech-nungen der Miete und der Finanzierungsbeiträge der Gemeinnützigen Genossenschaften“, erklärt Stephan Achernig, Leiter des AK-Konsumentenschutzes.

„Mehr als ein Drittel der Beratungen macht das Miet- und Wohnrecht aus – eine Zahl die Bände spricht“, sagt Goach und fügt hinzu: „Wir halfen auch 2018 mit der Aktion ‚Betriebs-kostencheck‘ in Kooperation mit dem Land Kärnten bei der Überprüfung der Betriebskos-tenabrechnung, die für viele Bürger oftmals nicht zu lesen ist. Letztes Jahr ließen sich 1.489 Mieter von unseren Mietrechtsexperten kostenlos beraten.“

Beratung bei Dienstleistungsanfragen

4.911 Klienten haben im Fragen zum Thema Dienstleistungen im Jahr 2018 gestellt. Be-handelt wurden unter anderem Verträge mit Handwerkern, Partnerinstituten oder Fitness-centern. „Dienstleistungen werden oft nicht erbracht, überhöhte Preise verlangt und Ver-tragskündigungen nicht akzeptiert. Die Gesetze werden bei solchen Angelegenheiten nicht immer ganz genau genommen, dann kommen wir ins Spiel“, so Achernig. Die Beratungen zum klassischen Konsumentenschutzthema Kauf von Produkten erfolgten 4.441-mal.

Weitere Anfragen der Konsumenten

Das Thema Reisen, insbesondere Probleme bei Online-Buchungen, beschäftigte die AK-Konsumentenschützer 3.010-mal. Auch Fluglinien versuchten sich vor Ausgleichsleistun-gen zu drücken, die Kunden bei Verspätung und Annullierung von Flügen zustehen.

Das Thema Geld beschäftigte die Konsumentenschützer 2.748-mal. Anfragen zu Versi-cherungen und deren Bedingungen wurden 2.249-mal beantwortet. Oftmals sind Klauseln unverständlich formuliert, dass den Konsumenten das tatsächliche Ausmaß ihres Versiche-rungsschutzes verborgen bleibt. Auch Fragen rund um das Thema Telekommunikation kam 2.141-mal auf das Tableau.

Sonstige Anfragen wurden 1.943-mal gestellt. 1.101 Anfragen kamen zum Thema Inter-netabzocke. „Anfragen zu Phishing-Mails standen hoch im Kurs. Die professionellen Auf-tritte der Hacker täuschen Nutzer derart, dass Online-Konten geplündert und schädliche Software wie Viren und Trojaner, in Umlauf gebracht werden“, hebt Achernig hervor.

„Zieht man Vergleich mit dem Jahr 2014, so war auch da schon das Miet- und Wohnrecht an erster Stelle. Beratungen zu Dienstleistungen standen an zweiter und die Telekommuni-kation noch an dritter Stelle. Hier zeigt sich, dass die AK mit ihren Forderungen Änderun-gen auf gesetzlicher Ebene zum Wohl der Konsumenten erreichen konnte“, betont Goach.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit Preisvergleichen und Produkttests ersparte der Konsumentenschutz Verbrauchern im Jahr 2018 Zeit und Geld: Pelletspreisvergleich, Heizölbarometer, Bankenmonitoring sowie diverse Preiserhebungen in Kooperation mit dem VKI. Neben der Beratungstätigkeit bietet der AK-Konsumentenschutz aber auch Hilfe zur Selbsthilfe. Zahlreiche Rechner, Ratgeber sowie Musterbriefe sowie Tarifrechner für Internet, Festnetz und Handy findet man hier. Außerdem verfügbar: Kostenlose Broschüren (online) und am Bestelltelefon: 050 477-2823.

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