Zum Thema:

19.12.2018 - 12:552.400 Euro für Hochwasser­opfer „erritten“19.11.2018 - 19:08So ging es mit der „Ziege“ weiter17.11.2018 - 15:41Zwei Drittel Kärntens erlitten Unwetter­schäden16.11.2018 - 14:07Hochwasser auch im Veldner Gemeinderat Thema
Leute - Villach
Meggele lebt seit einigen Monaten glücklich am Ponyhof Klipp Klapp
Meggele lebt seit einigen Monaten glücklich am Ponyhof Klipp Klapp © KK

Dieses Schaf hat echt viel erlebt:

„Meggele“, die Ziege, die eigentlich ein Schaf ist…

Villach/Velden – Im November des letzten Jahres berichteten wir von einer "Ziege", die seit dem Hochwasser in Latschach bei Velden herumirrte. Sie war total verstört und scheu und wurde von einer Anwohnerin liebevoll mit Heu gefüttert. Wir baten damals die Community um Hilfe. 

 2 Minuten Lesezeit (332 Wörter)

Obwohl sie das Hochwasser unversehrt überstanden hatte, war sie komplett verunsichert. Sie wusste einfach nicht mehr, wo ihr Zuhause war. Sogar die Polizei war vor Ort und versuchte das Tier einzufangen. Unmöglich – an ein Einfangen war vorerst nicht zu denken. Die Ziege war einfach zu verschreckt und ließ sich partout nicht locken.

So wurde aus der Ziege ein Schaf

„Es war ja eine ziemliche Aufregung um das Schaf, Einfangversuche scheiterten mehrmals, weil die Kleine sehr scheu war und auf mehrere Meter keinen heran ließ“, erzählt Nina Ambrosch. „Eine beherzte Anwohnerin wollte jedoch nicht lockerlassen. Dank ihr konnte das Schäfchen endlich eingefangen werden und kam zu uns zum Ponyhof Klipp Klapp“, so die Mitarbeiterin. Gerade noch rechtzeitig vor der Kältewelle und dem ersten Schneefall wurde die herumirrende „Ziege“ dann also doch eingefangen. Die wohl größte Überraschung für uns damals war: Die Ziege war in Wahrheit ein Schaf. Und zwar ein noch junges Soay-Schäfchen, das in weiterer Folge liebevoll vom Verein Schwein Schnitzel & Friends aufgenommen wurde. Es lebt nun mit dem Namen Meggele am Ponyhof Klipp Klapp in Ledenitzen.

Heimat und bester Freund

Daraufhin setzte die Behörde Villach Land eine Frist von einem Monat an, in der Zeit könnte sich der Besitzer melden und sein Schaf zurückfordern. Als sich nach Ende der Frist noch immer niemand gemeldet hatte, wurde sie dem Verein übereignet und sie ist seither am Ponyhof geblieben. Schön, denn hier hatte sie sich inzwischen auch sehr gut eingelebt. Anfangs war das Schäfchen sehr scheu und ihr wurde Hugo, der große Widder des Hofes, in der Box zur Seite gestellt. Die beiden wurden richtig gute Freunde und die Kleine fühlte sich bei ihm richtig sicher.  Nach weiteren zwei Wochen durfte sie dann endlich frei am Ponyhof rumlaufen. Mittlerweile glaubt man gar nicht mehr, dass Kärntens wohl berühmtestes „Hochwasser-Soay-Schaf „Meggele“ ein scheues, wildes Tier war.

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (79 Reaktionen)
Schlagwörter:
Kommentare laden
ANZEIGE