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Veranstaltungen, die an Eyes Wide Shut erinnern, werden nun öfter durchgeführt
SYMBOLFOTO Veranstaltungen, die an Eyes Wide Shut erinnern, werden nun öfter durchgeführt © Subbotina Anna-fotolia.com

Szene in Kärnten explodiert:

Swinger-Partys: „Das war erst der Auftakt!“

Villach/ Klagenfurt – Letzte Woche berichteten wir davon, dass in Villach eine riesengroße Swingerparty über die Bühne ging. Eine der meistgelesenen Stories von uns, die auch hohe Wellen schlug. Was wir nicht wussten: Das war erst der Anfang. Wir haben den Organisator getroffen und er verrät uns: Da wird noch mehr kommen.

 4 Minuten Lesezeit (555 Wörter) | Änderung am 26.02.2019 - 16.14 Uhr

Über 150 Personen waren bei dem Event vor zwei Wochen mit dabei. „Eigentlich haben wir mit circa 40 Personen gerechnet. Als wir die Veranstaltung online publik gemacht haben, waren es  innerhalb kürzester Zeit 190 Anmeldungen,“ so Mike*, der lieber anonym bleiben möchte. Der Bedarf nach solch außergewöhnlichen Events wie dem Bal Masque ist also gegeben.

Reiner Idealismus

Hinter dem Ganzen steckt ein neu gegründeter Verein. „Wir dachten, es wäre an der Zeit solche Veranstaltungen durchzuführen. In Kärnten gibt es nämlich zu wenige Angebote.“ Die Auftaktveranstaltung wurde vom Verein in Villach durchgeführt und die Gäste waren positiv beeindruckt. Dem Triple AC Team, so nennt sich der Verein, „geht es darum, tolle Orte und Locations zu finden, die nicht alltäglich sind. Clubs kann ich ja immer haben.“ Der Verein hat keine finanziellen Ziele, sondern möchte in Kärnten den hedonistischen Gedanken verfolgen und nennt sich „Verein zur Förderung intimer Kommunikation“. Idealismus pur sozusagen.

Da kommt noch mehr…

„Was genau kommt und wo genau können wir natürlich noch nicht verraten, aber es werden Locations sein, die vergangene Veranstaltungen in den Schatten stellen werden. Circa in einem Jahr ist das Hauptevent, Mystic 2.020, geplant“, erzählt Mike von den Plänen des Vereines, „davor gibt es aber auch noch einige kleinere Veranstaltungen. Die Partys werden allesamt an den Film Eyes Wide Shut erinnern, denn das ist der Stil, der den Veranstaltern gefällt: Edel und geheimnisvoll.  Der Bal Masque in Villach war nur der Auftakt“. Die Zielgruppe in Kärnten ist groß, man hofft daher auf großen Erfolg und viele Gäste. „Es gibt drei große Online-Plattformen für Swinger. Schätzungsweise 5.000 Personen aus Kärnten deklarieren sich hier offiziell. Die Zahl der Swinger wird in etwa doppelt so hoch sein. Ich denke in Kärnten gibt es rund 10.000 Personen, die hin und wieder in diesen Bereich eintauchen.“ Dabei geht der Trend rapide nach oben: „In den letzten zwei Jahren ist die Szene regelrecht explodiert.“

Kennt man sich untereinander?

„Ja man lernt sich natürlich untereinander kennen. Das kroatische Rubin ist zum Beispiel ein besonders beliebter Hotspot für Swinger aus Kärnten. Da trifft man den einen oder anderen schon wieder.“ Swinger können grundsätzlich nur Pärchen sein. Natürlich gibt es auch Einzelpersonen, die sich dafür interessieren. Die kommen zum Beispiel mit einem „Clubpartner“ vorbei. Was überrascht: Swinger sind vor allem jüngere Menschen ab 22 Jahren aufwärts.

Ein Nein ist ein Nein

„Ich selbst lebe diese Leidenschaft im Schnitt einmal monatlich aus. Man muss sich das vorstellen wie einen Besuch in einer Bar. Man spricht miteinander, schaut ob man sich sympathisch ist und dann sieht man, was sich entwickelt.“ Wer zum ersten Mal einen Club betritt, sollte vorher mit den Betreibern in Kontakt treten. Sie nehmen sich immer Zeit, alles zu erklären und beschreiben auch Regeln ausführlich. „Eine Regel ist beispielsweise, dass ein Nein ein Nein bedeutet. Da reicht oft schon eine abweisende Gestik.“ Ob Mike selbst offen dazu steht, dass er ein Swinger ist? „Wenn ich gefragt werde, ja, aber man spricht nicht einfach so darüber. Generell kann man aber sagen, auch wenn die Gesellschaft nicht immer so offen ist, es wird immer salonfähiger, auch in Kärnten.“

*Name von der Redaktion geändert.

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