Zum Thema:

20.03.2019 - 10:05Thomas Raab: Walter muss weg18.03.2019 - 12:27Top News: Neuer gratis Faaker See-Zugang für alle15.03.2019 - 16:55Congress Center: Autorin Jana Revedin stellt ihr aktuelles Buch vor12.03.2019 - 09:53Helfer retten jetzt wieder Fröschen das Leben
Leute - Villach
Präsentation des Tagebuches von Franz
Arneitz im Aichwaldseebad.
Präsentation des Tagebuches von Franz Arneitz im Aichwaldseebad. © KARL NESSMANN/KULTURGARTEN AICHWALDSEE

Aus dem Tagebuch eines Soldaten

„Meine Erlebnisse im furchtbaren Weltkrieg“

Finkenstein – "Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege von 1914 bis 1918" - Das Tagebuch des Soldaten der Österreichischen Armee wurde am Freitag, 22. Februar 2019, von Prof. Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte an der Universität Wien, und dem Herausgeber Dr. Andreas Kuchler vor vollem Haus im Aichwaldseebad präsentiert.

 1 Minuten Lesezeit (233 Wörter)

„Wenn jemand wissen will, warum Kriege grausam und unsinnig sind und ausschließlich Leid bringen, dann sollte der das Tagebuch von Franz Arneitz lesen“, sagte eine Diskussionsteilnehmerin nach der Präsentation. Sehr unpathetisch und präzise in der Beobachtung beschreibt Arneitz die Grausamkeiten des 1. Weltkrieges und der Österreichischen-Armee. Arneitz war sowohl in der heutigen Ukraine als auch später an der Italien am Isonzo im Fronteinsatz.

Kriegstagebücher sind ein „Glücksfall“

„In kleinen Notizbüchlein habe ich alle besonderen Ereignisse verzeichnet, vom ersten Kriegstage bis zum Tage als ich wieder daheim war“, schrieb Franz Arneitz aus Unterferlach. Publiziert wurden seine Tagebuch-Aufzeichnungen vom Villacher Historiker Andreas Kuchler. Aus der Sicht eines Historikers seien die Kriegstagebücher „ein Glücksfall“, sagt er, denn es gibt aus dem Ersten Weltkrieg von einfachen Frontsoldaten nur wenige Aufzeichnungen, schon gar nicht so ausführliche. Prof. Rathkolb, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Zeitgeschichte, konnte vieles über die Hintergründe erzählen, warum es zu diesem Krieg kam, welche Fehleinschätzungen passierten und wie es zu den Grausamkeiten kam. Nada Zerzer vom Kulturgarten Aichwaldsee führte durch das Programm und moderierte auch die anschließende Diskussion.

Besonders erfreut waren die Veranstalter, viele Mitglieder der Familie Arneitz zu dem Abend begrüßen durften. So war im Publikum etwa Othmar Arneitz, der letzte noch lebende Sohn von Franz Arneitz, sowie die Enkel Dipl.Ing Alexander Arneitz und Wolfgang Arneitz.

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (7 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE