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Die 5 Minuten Leserin spazierte auf der gegenüberliegenden Seite.
Die 5 Minuten Leserin spazierte auf der gegenüberliegenden Seite. "Eltern konnte ich minutenlang keine entdecken!" © Privat

Spielen an der Drau:

Leserin: „Kind rutscht aus, wo sind hier die Eltern?“

Villach – Eine Leserin schickte uns gestern ein Foto. Sie selbst war verwundert und erzählt vom gestrigen Sonntagsausflug. Die Villacherin fragt: "Sehe nur ich das so? Klar, Kinder spielen gerne am Wasser. Aber warum sind die Eltern weit und breit nicht zu sehen?"

 3 Minuten Lesezeit (367 Wörter) | Änderung am 25.02.2019 - 12.34 Uhr

„Mir ist kurz das Herz stehengeblieben als der Junge ausrutscht und sich am letzten Stein noch festhalten kann. Leider war ich genau auf der gegenüberliegenden Seite spazieren. Die beiden anderen Buben zogen ihn wieder rauf. Derweilen hielt ich das Handy griffbereit, ich dachte ich muss sofort die Rettung alarmieren. Zum Glück ist nichts passiert.“ Ärgern tut sie sich trotzdem sehr. Warum?

Spielplatz Drau…

„Dann spielten die drei seelenruhig weiter am Wasser. Ich habe noch ein paar Minuten gewartet und geschaut ob die drei alleine sind. Als ich keine Eltern entdecken konnte, habe ich mich auf den Weg zu ihnen gemacht.“ Ungefähr zehn Minuten lang dauerte die ganze Szenerie. Derweilen tobten sich die noch eher sehr kleinen Buben immer wieder an der Drau aus. Sie zogen große Äste rauf und spielten damit. Es blieben immer mehr Menschen stehen und schauten ungläubig. Ein Mann fragte die Kinder nach den Eltern und ruft ihnen zu: „Bitte passt auf, das Wasser ist kalt.“ Dann endlich taucht der Vater auf. „Dass er die Kinder vom Lokal aus im Auge hatte – unmöglich. Ich frage mich hier wirklich, wie kann man so etwas tun?“ Sie versteht, dass Kinder gerne am Wasser spielen – aber dann sollen bitte die Eltern daneben stehen. Siehst du das wie unsere Leserin oder findest du, sie hat kein Recht sich zu ärgern?

Ist die Drau gefährlich?

Letztes Jahr im Herbst fragten wir  beim Landesverband Kärnten der Österreichischen Wasserrettung nach, ob die Drau gefährlich sei. „In Fließgewässern wie es Drau, Gail aber auch Gebirgs- und Wildbäche sind, gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Gefahren“, erfuhren wir dabei. „Drei wesentliche Unterschiede zu den stehenden Gewässern sind Temperatur, Strömung und sich stetig ändernde Verhältnisse. Flüsse weisen eine niedrigere Wassertemperatur auf, die Unterkühlungsgefahr ist dadurch größer. Je niedriger die Temperatur, desto schneller verliert der Mensch die Schwimmfähigkeit. Der oft auftretende Wind bei Fließgewässern verstärkt die Auskühlung des menschlichen Körpers. Des Weiteren gibt es im Fließgewässer teils hohe Strömungsgeschwindigkeiten, die ein Erreichen des Ufers oft unmöglich machen.“ Generelle Vorsicht ist also auf jeden Fall geboten…

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