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Peter Dobner geht mit uns Bilder aus alten Zeiten durch.
Peter Dobner geht mit uns Bilder aus alten Zeiten durch. © KK
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30-Jahre-Jubiläum:

Dobner – eine Villacher Institution

Villach – 30 Jahre ist es her, seit Peter Dobner seine Pizzeria in Villach eröffnete. Es gehört schon etwas dazu, ein Restaurant am gleichen Standort über drei Jahrzehnte zu führen. Man kann die Pizzeria ohne Umschweife als sein Lebenswerk bezeichnen. Wir haben uns mit ihm unterhalten – über Höhen und Tiefen, treue Begleiter und natürlich seine ersten Schritte in der Gastro-Szene.

 8 Minuten Lesezeit (1027 Wörter)

Am 17. März 1989 war es so weit: Die Pizzeria Dobner öffnete ihre Pforten in Villach. Über die Jahre wurde das Restaurant zur Villacher Institution – und ist aus der Draustadt nicht mehr wegzudenken. Hinter Peter Dobner – er feiert nächstes Jahr seinen 60. Geburtstag – liegt ein langer und doch äußerst erfolgreicher Weg. Zum 30-Jahre-Jubiläum am 17. März 2019 veranstaltet der Gastronom die „Steak-Wochen“. Doch werfen wir zunächst gemeinsam einen Blick auf die Anfänge.

Peter Dobners Anfänge – er startete als Konditor und fand dann seine Leidenschaft: PIZZA :-)

Peter Dobners Anfänge – er startete als Konditor und fand dann seine Leidenschaft: PIZZA 🙂 - © KK

Die ersten Schritte machte er als Konditor

Dobner wurde in Klagenfurt geboren, in Villach wuchs er auf. Er ist ein echtes Urgestein der Draustadt. In den 70er-Jahren begann er eine Konditorlehre in Villach, musste aber kurz vor der Gesellenprüfung einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Wegen einer Infektionskrankheit verbrachte er drei Monate im Krankenhaus, eineinhalb Monate davon auf der Intensivstation. Doch Dobner gab nicht auf, kämpfte sich zurück und schloss die Ausbildung erfolgreich ab.

Es folgten Praxisjahre als Konditor, doch „ich habe gemerkt, dass es nicht das ist, was ich mir vorgestellt habe“, so der Gastronom im Gespräch mit 5 Minuten. Also begann er sich nach Alternativen umzusehen – und landete als Ober in einer Pizzeria in Maria Feicht. Dort sprang der Funke über, Dobner hatte seine Leidenschaft entdeckt. Fortan war der Traum der eigenen Pizzeria allgegenwärtig. „Als Konditor konnte ich ja schon bestens mit Teig umgehen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Vom Gailtal nach Villach

„Die erste Gelegenheit für eine eigene Pizzeria ergab sich, als ein altes Gasthaus in Förolach am Pressegger See zu pachten war“, sagt er. Mit einfachster Küchen- und Lokalausstattung sowie einem Koch begann dort alles im Jahr 1983. Nur zwei Jahre später nutzte er die Gunst der Stunde und kaufte ein Grundstück in Villach. 1988 begannen die Bauarbeiten für das neue Lokal, 1989 sperrte die Pizzeria auf. Der Rest ist Geschichte.

Doch alltäglich ist die Geschichte nicht, denn Dobner hatte über die Jahre treue Begleiter. Am 17. März 1989 wurde der Betrieb mit fünf Mitarbeitem eröffnet, heute beschäftigt er zwölf Mitarbeiter. „Ich habe ein super Stammpersonal„, erklärt er. „Mein Koch begleitet mich seit 30 Jahren.“ Also ebenso lange, wie es die Pizzeria in Villach gibt. Sein Bruder war 25 Jahre dabei, weitere Mitarbeiter fast genauso lange.

Ein Ort der Generationen

Neben Stammpersonal hat die Pizzeria aber auch Stammkunden – beides spricht für den Mann hinter der Villacher Institution. „Es ist schön zu sehen, wenn über die Jahre schwangere Frauen bei mir zu Gast sind – und nun auch deren Nachwuchs bereits wieder mit den eigenen Kindern zu uns kommt.“ Ein Ort der Generationen. Wie erklärt er sich das? „Für unsere Gäste nur das Beste“, reimt der Gastronom. Soll heißen: Auf Qualität wird höchster Wert gelegt. „Ich denke, das gelingt uns auch, sonst könnte man sich nicht über 30 Jahre hinweg halten.“ Seine Stammkunden kommen aus ganz Kärnten. Auch bei Tripadvisor, Google und Facebook erhält er fast ausschließlich Bestbewertungen der Gäste.

Bei drei Jahrzehnten hat Dobner natürlich auch den ein oder anderen Schwank zu erzählen. „Einmal stand ein Mann vor mir, knapp 100 Kilo, Vollbart, einen Kopf größer als ich und erklärt mir, dass ich ihm – als er noch ein kleiner Bub war – am Eingang der Pizzeria einen kleinen Teddybären geschenkt hätte.“ Da habe er erst einmal nur ein überraschtes „Aha“ herausgebracht, lacht er.

Der Erfinder der Pizza „Della Casa“

Dass es nun anlässlich des 30-jährigen Jubiläums „Steak-Wochen“ gibt, kommt nicht von Ungefähr. Zum einen bietet er diese – punktgenau – im Restaurant an, zum anderen liebt er selbst Steaks. Auch dazu hat er eine nette Geschichte zu erzählen. „Aus der Not heraus“, habe er damals seinen Koch gebeten, eine Pizza Mephisto mit pikanter Pfeffersauce zu machen. Lust auf Pfeffersteak hatte er nämlich, das Geld dafür aber eher weniger. Das war noch zu den Anfangszeiten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, seither ist die „Pizza Della Casa“ auf vielen Speisekarten zu finden.

 

Die Pizzeria Dobner in vollem Glanz.

Die Pizzeria Dobner in vollem Glanz. - © 5min.at

Als er noch sein erstes Restaurant im Gailtal führte (in den 80ern) war er in einer Pizzeria in Spittal. Dort fand sich zu seiner Überraschung eine Pizza mit Pfeffersauce auf der Karte. „Ich habe den Chef gefragt, woher die Idee dafür kam.“ Dieser erklärte ihm, dass die Idee aus dem Gailtal kam und viele aus Spittal extra deswegen dort hinfahren würden. Wohin genau so fuhren, muss man wohl nicht erklären. Teuflisch gut eben.

Gab es auch schwierige Zeiten?

Im Jahr 2009 wollte er einen „Vorzeigebetrieb“ auf die Beine stellen – und wechselte daher zum „Nichtraucherlokal“. Bis 2010 waren die Auswirkungen zu spüren, doch das hat sich wieder gefangen. „Das hat man schon deutlich gespürt“, sagt er. Die Einführung der Promillegrenze für Verkehrsteilnehmer hätte er hingegen überhaupt nicht bemerkt. „Meine Gäste kommen in erste Linie, um gut zu essen und ein bis zwei Getränke zu trinken.“

Was isst Villach am liebsten?

Die Frage aller Fragen: Was isst Villach am liebsten? „Das beliebteste Gericht bei uns ist die Calzone Speziale della Casa.“ Eine weitere Eigenkreation des Gastro-Dinos. Die Idee dafür sei „in einer schlaflosen Nacht“ entstanden, die Umsetzung erfolgte mit dem Koch. Mittlerweile ein Klassiker. Doch auch Tintenfisch isst „der Villacher“ gerne. Ob frittiert, gegrillt oder gefüllt.

Und er selbst? „Ob man’s glaubt oder nicht, ich gehe selbst auch gerne Pizza essen.“ Von den eigenen Pizzen sei er aber schon verwöhnt, schmunzelt er zum Abschluss unseres Gesprächs.

Öffnungszeiten

  • Mo, Mi, Do, Fr: 17 bis 23 Uhr
  • Sa, So, Feiertage: 11 bis 23 Uhr
  • Di: Ruhetag

Wenn am Mittwoch Feiertag ist, ist am Dienstag geöffnet. Wenn ein Feiertag auf den Dienstag fällt, ebenso.

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Pizzeria Dobner

Dobrovastraße 3
9500 Villach
Tel.: +43 4242 32251
office@pizzeria-dobner.at
www.pizzeria-dobner.at


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