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Wirtschaft - Villach
Schulreferentin und Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser kritisiert das neue Bildungsinvestitionsgesetz stark.
Schulreferentin und Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser kritisiert das neue Bildungsinvestitionsgesetz stark. © 5min.at

Schulische Tagesbetreuung:

Villach verliert 300.000 Euro Förderung

Villach – Die Förderung der Bundesregierung für die schulische Tagesbetreuung fällt mit Ende des Schuljahres 2018/2019 weg. Somit fehlen rund 300.000 Euro für die Villacher Einrichtungen. Künftig werden nur mehr neue Gruppen gefördert.

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„Es ist ein herber Rückschlag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wenn es nicht doch noch eine Novelle des Bildungsinvestitionsgesetzes gibt“, kritisiert Schulreferentin und Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser. Sie betrachtet das Auslaufen der Fördermittel in der sogenannten 15a-Vereinbarung für die schulische Tagesbetreuung mit großer Sorge. „Die Bundesregierung hat die Vereinbarung gemäß Artikel 15a, die noch bis zum Ende des Schuljahres 2018/2019 läuft, noch immer nicht verlängert.“

Für eine qualitätsvolle Nachmittagsbetreuung

Zur Erklärung. Diese „15a-Vereinbarung“ wurde ursprünglich eingeführt, um auch für Schülerinnen und Schüler, die keine klassische Ganztagesschule besuchen, eine qualitätsvolle Tagesbetreuung zu ermöglichen. Auch sollte so die Chancengleichheit gefördert sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern erleichtert werden. In Villach gibt es in acht Volksschulen, allen Neuen Mittelschulen, beiden Gymnasien und in sieben Horten eine qualitätsvolle Nachmittagsbetreuung. Auch in der Sonderschule wird eine ganztägige Betreuung angeboten.

Förderung nur noch für „neue Gruppen“

Die Bundesförderung betrug zu Beginn der Vereinbarung im Schuljahr 2014/2015 8.000 Euro pro Gruppe und Jahr. Bis zum Schuljahr 2018/2019 wurde diese Förderung auf 9.000 Euro pro Gruppe und Schuljahr aufgestockt. „Es gibt nun ein neues Bildungsinvestitionsgesetz, das allerdings nur mehr eine Förderung für neue, zusätzliche Gruppen vorsieht. Alle bestehenden Plätze fallen nicht mehr in die Förderschiene“, erklärt Sandriesser. Für Villach bedeutet das eine finanzielle Lücke von rund 300.000 Euro. „Abgesehen davon, dass der Bedarf in Villach absolut gegeben ist, wäre das Wegfallen der Mittel für die Kosten der Tagesbetreuung fatal!“, ist sich Sandriesser sicher. Die Tarifanpassung und Finanzierungslücke geht nämlich zu Lasten der Eltern, die dann für einen Betreuungsplatz ohne Essen um 50 Euro pro Monat mehr bezahlen müssten.

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