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Für eine artgerechte Tierhaltung

Tierschutz­volksbegehren: Forderungskatalog veröffentlicht

Kärnten – Monatelang haben ExpertInnen daran gearbeitet, nun wurde er präsentiert: der in 5 Bereichen und 14 Unterpunkte umfassende Forderungskatalog des Tierschutzvolksbegehrens. Verlangt werden eine artgerechte Tierhaltung, die Umschichtung von Fördermitteln, mehr Transparenz für KonsumentInnen und mehr Mitwirkungsrechte für Tierschutzorganisationen. 

 3 Minuten Lesezeit (417 Wörter) | Änderung am 10.03.2019 - 11.18 Uhr

Tiere sind fühlende Wesen. Sie sind zu respektieren und zu schützen. Doch Millionen Tiere erhalten diesen Schutz nicht und leiden Qualen. Das ist die Triebfeder des Tierschutzvolksbegehrens, dessen Forderungskatalog kürzlich präsentiert wurde. Initiator Dr. Sebastian Bohrn Mena holte zahlreiche unabhängige ExperInnen ins Boot, darunter Nicolas Entrup von der Agentur Shifting Values, Biologin Mag. Kate Schein, Johann Kriechbaum, Landwirt und Obmann der Österreichischen Berg- und KleinbäuerInnenvereinigung, Umweltmediziner Prof. Dr. Hans-Peter Hutter und Veterinärmediziner Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer.

Ein Gesamtpaket an Forderungen

Im Hinblick auf eine tiergerechte Landwirtschaft werden grundsätzliche Änderungen bei der Haltung, der Fütterung, bei der Zucht, dem Transport und bei körperlichen Eingriffen verlangt. Für den Obmann der Österreichischen Berg- und KleinbäuerInnen-Vereinigung ist es auch nicht sinnvoll, das derzeit bestehende System der Landwirtschaft weiter zu fördern: „Die Kleinbetriebe kommen da zwischen Markt und Produktion unter die Räder.“ Verstärkt gefördert werden soll, was dem Tierwohl entspricht – also Bauern, die auf eine tiergerechte Haltung setzen. Tierische Lebensmittel sollen für die KonsumentInnen transparent gekennzeichnet und Tierqual-Produkte aus dem Ausland nicht mehr nach Österreich importiert werden. „Eier aus Käfighaltung oder die Gänsestopfleber: In vielen Produkten, die wir in den Einkaufswagen legen, steckt, was bei uns längst verboten ist“, ärgert sich Bohrn Mena. Weitere Punkte im Forderungskatalog sind die zeitliche Beschränkung von Tiertransporten, das konsequente Verbot der Qualzucht bei Heim- und Nutztieren, eine Neuregelung des Katzenschutzes und eine verpflichtende Pelzkennzeichnung. Da Tiere nicht selbst vor Gericht gehen können, soll die Rolle von Tierschutzorganisationen gestärkt werden.

Gut für die Tiere, gut für uns alle

Das Volksbegehren soll auch bewusstseinsbildend wirken: „Unser Interesse ist es, mit den LandwirtInnen und den KonsumentInnen in den Dialog zu treten und zu zeigen, warum unsere Forderungen auch Auswirkungen auf nachfolgende Generationen haben“, so Bohrn Mena. Für Umweltmediziner Hans-Peter Hutter ist in diesem Zusammenhang vor allem die Aufklärung über das Gesundheitsrisiko durch übermäßigen Fleischverzehr wichtig.

So kann man aktiv helfen

In den nächsten Wochen folgen zahlreiche Informationsveranstaltungen in den Bundesländern. Ab dem 7. Mai können Unterstützungserklärungen unterzeichnet werden. Ein Patenschaftsprogramm soll die Finanzierung des Volksbegehrens bis zur Eintragungswoche 2021 sicherstellen. Die Regionalkoordinatorin für Kärnten, Sandra Planer, ist Ansprechpartnerin für UnterstützerInnen in der Region und lädt zu Informationsstammtischen und Aktiventreffen ein. Dafür ist nur eine Registrierung auf www.tsvb.at/mitmachen nötig.

Den Forderungskatalog und mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

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