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Politik - Klagenfurt
© Stadtpresse Klagenfurt / Fotostudio Stippich

Kehrt bald wieder Ruhe ein?

Bürgermeisterin entschuldigt sich für Sager

Klagenfurt – "Verbale Entgleisung" nennen es die einen, eine "Verständnisfrage" die anderen. Der Streit um eine - im besten Fall unglücklichen - Aussage der Bürgermeisterin wird seit Mittwoch hitzig geführt. Zum Ende der Woche will Mathiaschitz einen Schlussstrich ziehen - und entschuldigt sich öffentlich.

 3 Minuten Lesezeit (429 Wörter) | Änderung am 15.03.2019 - 12.20 Uhr

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz brachte heute in einer Aussendung noch einmal ihr Bedauern über die aktuelle Diskussion zum Ausdruck. „Persönlich entschuldige ich mich für meine unbedachten Äußerungen bei Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. In keinster Weise wollte ich sie persönlich kränken. Ich möchte mich aber auch im Namen des gesamten Stadtsenates bei der Bevölkerung von Klagenfurt für das in der Öffentlichkeit entstandene Bild entschuldigen.“

Als Bürgermeisterin will sie zukünftig verstärkt auf den politischen Stil in den Sitzungen und Gremien achten. Die Bürgermeisterin erneuerte heute auch noch einmal ihre Einladung an Gemeinderätin Schmid-Tarmann zu einem persönlichen Gespräch und der Anhörung des Tonprotokolls der Stadtsenatssitzung. „Nicht zuletzt als Beweis für die Unwahrheit der Aussagen von FPÖ-Obmann Gernot Darmann.“

Unterstützung kommt von der ÖVP

Der Versuch der FPÖ mit ihrem Landesparteiobmann Gernot Darmann der Bürgermeisterin zu unterstellen, sie hätte einer Kollegin aus dem Gemeinderat den Tod gewünscht, markiert für die ÖVP einen Tiefpunkt der politischen Kultur. So heißt es heute in einer Aussendung. „Die Klagenfurter Volkspartei bekennt sich ganz klar zu sachlicher und zukunftsorientierter Arbeit für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter. Bei allen politischen Differenzen darf es nicht zu solchen persönlichen Diffamierungen kommen. Wir fordern daher alle politischen Mitbewerber auf, konstruktiv und lösungsorientiert für unsere Stadt zu arbeiten. Strengen wir uns gemeinsam an, Klagenfurt als eine erfolgreiche, lebenswerte und weltoffene Stadt im Herzen Europas zu positionieren.“

FPÖ legt nach

Mit ihren Behauptungen und haltlosen Versuchen alles abzustreiten habe Mathiaschitz riskiert, dass unschuldige Personen brüskiert werden, erklärt die FPÖ in einer heutigen Aussendung. Eine Rückfrage der FPÖ bei der Winterheller Management GmbH habe ergeben, dass in absehbarer Zeit überhaupt kein Seminar von Dr. Winterheller in Südafrika oder auch sonst wo in Afrika stattfinde. „Den Zusammenhang, mit dem die Bürgermeisterin ihre Aussage rechtfertigen will, gibt es also überhaupt nicht“, sagt Skorianz.

Der Vorwurf Darmanns lässt sich nicht direkt belegen. Dieser warf der Bürgermeisterin vor, folgendes gesagt zu haben: „Man sollte sie [Grüne-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, Anm.] mit der Äthiopien-Airline wegschicken, damit sie nicht mehr wiederkomme.“ Hört man sich den (sehr undeutlichen) Tonbandmitschnitt bei der Kleinen Zeitung an, lässt sich bei der viel disktutierten Aussage aber tatsächlich eher eine Fragestellung ausmachen – wenn auch eine zynische. Mathiaschitz will folgendes gesagt haben: „Dass sie nicht mehr zurückkommt oder was? Mit der Äthiopien Air?“ Zumindest den ersten Satz – als Frage formuliert – kann man im Mitschnitt durchaus verstehen.

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