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ÖVP-Pober und FPÖ-Nießner stellen Forderung auf

Wird unser Abwasser bald auf Drogen untersucht?

Villach – Im Rahmen eines Projekts wurden in rund 70 europäischen Groß- und Kleinstädten Abwasseranalysen durchgeführt, um die Drogenkonsumgewohnheiten ihrer Bewohner zu erforschen. Auch das Villacher Abwasser solle künftig untersucht werden, fordern Katrin Nießner (FPÖ) und Christian Pober (ÖVP) in einer gemeinsamen Aussendung.

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„Villach sollte eine jener mehr als 50 Städte in der EU sein, die an der Drogen-Analyse von Abwässern teilnehmen“, fordern die Villacher FPÖ-Klubobfrau Katrin Nießner und ÖVP-Klubobmann Christian Pober. „Mit den Abwasser-Tests können Trends aufgespürt, wertvolle Rückschlüsse über Schmuggelrouten und Produktionsstätten gewonnen werden, was eine Optimierung der Drogenbekämpfung ermöglicht“, so Nießner weiter. Ihrer Überzeugung nach wäre das eine Unterstützung für die Arbeit der Kärntner Polizisten.

Pober: Daten nutzen, um Präventionsprogramm anzupassen

Die vor kurzem veröffentlichte Studie bringt Erkenntnisse zu den Drogenkonsumgewohnheiten in den untersuchten Städten. „Bis dato ist es unmöglich, valide Daten zum Drogenkonsum zu erhalten. Für ihre wertvolle Arbeit müssen sich unsere Beratungsstellen und Streetworker auf Erfahrungswerte und Angaben der User verlassen“, sagt Pober. Als Gesundheitsreferent verspricht der ÖVP-Klubobmann sich aus den Abwasser-Drogen-Test die Möglichkeit, nützliche Informationen über das Konsumverhalten zu erhalten, auf deren Basis er die ihm obliegende Drogenprävention in Villach noch besser anpassen könne.

Methode hat auch ihre Grenzen

Dennoch hat auch die Abwasser-Untersuchung ihre (deutlichen) Grenzen. So heißt es in der Studie: „Die Abwasseranalyse stellt zwar eine interessante ergänzende Datenquelle für die Überwachung der Mengen von auf Bevölkerungsebene konsumierten illegalen Drogen dar, doch liefert sie keine Informationen zur Prävalenz und zur Häufigkeit des Konsums, zu den Hauptkonsumentengruppen und zum Reinheitsgrad der Drogen.“ Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Herausforderungen für die Wissenschaftler. „Es werden Anstrengungen unternommen, um die Ansätze zur Abwasserüberwachung zu verbessern. So wurde beispielsweise an der Beseitigung einer wichtigen Unsicherheitsquelle gearbeitet, die mit der Schätzung der Anzahl der Personen zusammenhängt, die sich zum Zeitpunkt der Probenahme in einem Abwassereinzugsgebiet aufhalten.“

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