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Politik - Villach
Stadträtin Katharina Spanring mit den zertifizierten Wassermeistern des Wasserwerkes der Stadt Villach.
Stadträtin Katharina Spanring mit den zertifizierten Wassermeistern des Wasserwerkes der Stadt Villach. © Karin Wernig

Stadt veranstaltet wieder Trinkwassertag

Weltwassertag: Wasser­versorgung für alle

Villach – Der Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März soll Bewusstsein für die Bedeutung von Trinkwasser schärfen. Das Wasserwerk der Stadt Villach stellt die Versorgung der Villacherinnen und Villacher mit bestem Trinkwasser sicher und investiert dafür 2,9 Millionen Euro. Die Stadt veranstaltet auch heuer wieder einen Trinkwassertag - am 14. Juni.

 6 Minuten Lesezeit (737 Wörter)

Der Weltwassertag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um dem global bedeutsamen Thema Wasser mehr Aufmerksamkeit zu widmen und das Bewusstsein der Bevölkerung für die Wichtigkeit des (Trink-)wassers zu schärfen. Er steht im heurigen Jahr unter dem Motto: „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle.“

Millioneninvestitionen sind nötig

Seitens des Wasserwerkes der Stadt Villach ist man ständig bemüht, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und vorausschauend auszubauen. Das vergangene Jahr war für das Wasserwerk ein recht intensives, wie ein Rückblick beweist: So hat die Stadt Villach in die Errichtung des Hochbehälters Weinitzen 1,8 Millionen Euro investiert, dazu kamen zahlreiche Erneuerungen des Leitungsnetzes. „Hierbei ist anzumerken, dass wir mittels technisch höchst fortschrittlicher Verfahren wie dem Berstlining Arbeitszeit, Lärm und Staub deutlich reduzieren und nicht mehr ganze Straßenzüge aufgraben müssen, um alte Leitungen durch neue zu ersetzen“, sagt Wasserwerkreferentin Stadträtin Katharina Spanring.

Auch im heurigen Jahr investiert das Wasserwerk Einiges in die Instandhaltung und Sanierung der Wasserleitungen. „Das Leitungsnetz funktioniert ausgezeichnet, die Versorgung mit bestem Trinkwasser ist auf lange Zeit gesichert“, bestätigt Spanring. „Trotzdem investieren wir in diesem Jahr 2,9 Millionen Euro in die Erneuerung von Rohrleitungen und in die Sanierung von bestehenden Hochbehältern. Eventuellen Privatisierungstendenzen in der Wasserversorgung erteilen wir eine klare Absage!“

Einige Bauprojekte im Jahr 2019

Eine Rohnetzerweiterung und eine Erneuerung inklusive Straßeninstandsetzungen finden hier statt: St. Agathen Weg, St. Ruprechter-Platz, Unterwollaniger Straße, Aufschließungsstraße Infineon, Oswaldibergstraße, Stadtbrücke, Markus-Pernhart-Straße, Emailwerkstraße, L49 Ossiacher Straße, Italiener Straße und Ossiachersee Süduferstraße.

Für den Fall des Falles hat das Wasserwerk aber bereits bestens vorgesorgt, so wurde mit Beginn des Jahres ein mobiles Notstromaggregat angeschafft, dass auch bei längeren Stromausfällen die Stromversorgung von Hochbehältern sicherstellt. Ein zweites Aggregat kommt noch in diesem Jahr dazu.

Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Sicherstellung der Wasserversorgung ist die fachgerechte Aus- und Weiterbildung des Wasserwerk-Personals. „Durch ständige Weiterbildungen und Zertifizierungen wird unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der neueste fachliche Wissensstand vermittelt. Dadurch wir deine qualitativ hochwertige Arbeit auf dem neuesten technischen Stand garantiert“, sagt Spanring. Unlängst wurde eine solche Zertifizierung, nach strengen Vorschriften durch die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW), auch in Villach durchgeführt.

Alle fünf Jahre wird das Zertifikat erneuert

Ein Zertifikat für die Wassermeisterinnen und Wassermeister gilt für fünf Jahre und kann durch den Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen und das Ablegen einer Prüfung verlängert werden. „Seitens des Wasserwerkes der Stadt Villach haben 10 Wassermeister ihre Zertifizierung im März erneut mit Bravour bestanden. Wir sind stolz auf unsere perfekt ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig ihre Kolleginnen und Kollegen in ganz Österreich schulen“, sagt Spanring.

„Anerkannte Leistungsnachweise sind ein wichtiges Instrument, um höchste Qualität garantieren zu können. Eine unabhängige Überprüfung durch eine behördlich akkreditierte Zertifizierungsstelle zeigt auch den Kunden, also der Bevölkerung, dass höchste Qualität in der Wasserversorgung geboten wird“, sagt Spanring. Die Betreiberinnen und Betreiber von Wasserversorgungsanlagen sind in Österreich übrigens verpflichtet, die Anlagen in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und negativen Beeinflussungen vorzeitig entgegenzuwirken und zu verhindern.

Fakten zum Wasserwerk

Die Stadt Villach versorgt rund 61.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit bestem Trinkwasser. Dazuzurechnen sind außerdem eine Million Gästenächtigungen pro Jahr. Die Länge des Leitungsnetzes beträgt rund 500 Kilometer, 800 Hydranten sind im gesamten Stadtgebiet aufgestellt. Der tägliche Wasserbedarf in Villach beträgt rund 15 Millionen Liter, jährlich fördert und verteilt die Stadt pro Jahr rund 5,5 Milliarden Liter Wasser. Die 14 Hochbehälter der Stadt speichern 23 Millionen Liter Wasser, es gibt 9000 zu beliefernde Hausanschlüsse. Das städtische Wasserwerk hat für den Notfall ständig 5000 Trinkwasserpakete zu je einem Liter Füllmenge gelagert und kann diese mittels mobiler Paketiermaschine weiter produzieren.

Trinkwassertag 2019

Um den Bürgerinnen und Bürgern „ihr“ Trinkwasser und die Arbeit des Wasserwerkes nahe zu bringen, findet auch in diesem Jahr wieder der Trinkwassertag statt. Beim Hochbehälter in der Oberen Fellach ist es sowohl Schulklassen als auch Erwachsenen möglich, sich durch den Hochbehälter führen zu lassen und unterschiedlichste Gerätschaften und Arbeitsschritte kennenzulernen. Ein Hingucker ist dabei jedes Jahr die Paketiermaschine des Wasserwerkes, die im Notfall tausende Liter Trinkwasser in Päckchen füllen kann.

Der Trinkwassertag 2019 findet am 14. Juni bei freiem Eintritt statt.

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