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Politik - Villach
Bürgermeister Günther Albel zeigt sich von der Aussage Kunaseks, der Neubau der Hensel-Kaserne sei derzeit nicht finanzierbar, enttäuscht.
Bürgermeister Günther Albel zeigt sich von der Aussage Kunaseks, der Neubau der Hensel-Kaserne sei derzeit nicht finanzierbar, enttäuscht. © 5min.at

Finanziell nicht möglich:

Albel: „Ministerium lässt Hensel-Kaserne fallen“

Villach – Bereits im September 2018 berichteten wir über den geplanten Neubau der Villacher Hensel-Kaserne. Damals wurde das Großprojekt von Verteidigungsminister Mario Kunasek als "finanziell nicht darstellbar" bezeichnet. Bei einem Besuch in Kärnten äußerte sich Kunasek erneut zur Villacher Großkaserne, Bürgermeister Günther Albel reagierte.

 4 Minuten Lesezeit (510 Wörter) | Änderung am 22.03.2019 - 14.50 Uhr

Bei seinem Besuch in Kärnten fand Verteidigungsminister Mario Kunasek viele lobende Worte für das Kärntner Bundesheer. Der ORF berichtete am gestrigen Donnerstag, dem 21. März. Bei Budget und Investitionen habe das Bundesheer aber großen Nachholbedarf. Der Plan eines Neubaus der Villacher Hensel-Kaserne bleibe zwar im Fokus, so Kunasek, eine Umsetzung des 80-Millionen-Euro-Projekts in den nächsten zwei Jahren, sei aber nicht möglich. Das Gesamtbudget des Heeres reiche dafür nicht aus.

Albel reagiert enttäuscht

Bürgermeister Günther Albel reagierte in einer Presseaussendung vom heutigen Freitag, dem 22. März, auf die Aussage des Verteidigungsministers mit Bedauern und Enttäuschung. Für Albel ist damit klar, dass das Ministerium die Hensel-Kaserne fallengelassen hat: „Es ist kaum anzunehmen, dass sich das Heeres-Budget in absehbarer Zeit nennenswert verbessern wird.“

„Pioniere werden im Stich gelassen“

Albel fühlt sich in seiner vor Monaten getroffenen Entscheidung bestätigt, die Planungskosten für eine Straße aus dem Budget zu nehmen, die zur ausgebauten Henselkaserne hätte führen sollen: „Wir reden hier von 100.000 Euro.“ Dazu wären Kosten für den Bau der Straße von mehr als einer Million Euro gekommen.

Die Stadt hatte stets klargemacht, dass sie diesen Beitrag zum Kasernenausbau gerne geleistet hätte. „Die Pioniere der Henselkaserne hätten die Modernisierung ihrer Unterkunft nicht nur benötigt, sondern ganz besonders verdient.“ Es seien diese Soldaten, die bei jedem größeren Unwetter in ganz Österreich mit Fachkenntnis und Spezialgeräten Menschen in Not helfen. Albel erinnert nur an die massiven Hagelschäden 2015 oder an die Murenabgänge in Afritz. Es sei ein völlig falsches Zeichen von Minister Kunasek, diese Soldaten nun im Stich zu lassen. Bei aller Enttäuschung betont Albel, dass die Zusagen der Stadt Villach zum Straßenbau grundsätzlich selbstverständlich aufrecht blieben.

Dieringer-Granza: Das ist nicht wahr

Als „ungeheuerlich“ bezeichnet heute die Villacher FPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Dieringer-Granza die Aussage von Villachs Bürgermeister Günther Albel, wonach das Verteidigungsministerium die Hensel-Kaserne fallengelassen hätte. „Das ist nicht wahr und ein unsäglicher Versuch des SPÖ-Bürgermeisters, die Pioniere, die tolle Leistungen für ganz Österreich vollbringen, zu verunsichern und damit politisches Kleingeld zu schlagen“, kritisiert Dieringer-Granzer. Verteidigungsminister Mario Kunasek habe gestern eindeutig festgestellt, dass die benötigte Summe von 80 Millionen Euro derzeit im Budget nicht abbildbar sei, dass das Projekt jedoch weiter verfolgt werde, wobei der Zeitpunkt der Projektumsetzung abhängig vom zukünftigen Verteidigungsbudget sei.

Baumann: Ausgesetzt – nicht gestoppt

Der Villacher FPÖ-Stadtparteiobmann und Stadtrat Erwin Baumann sprach heute in Zusammenhang mit der Diskussion über die Zukunft der Hensel-Kaserne von einer rein parteipolitischen Agitation des Villacher Bürgermeisters. Faktum sei, dass das Verteidigungsministerium sehr wohl zum Standort Hensel-Kaserne stehe. Darin eingeschlossen sei logischerweise auch die weitere Sanierung des Kasernengebäudes, um eine vernünftige Unterbringung der Soldaten zu gewährleisten. Ebenso seien laut Aussagen des Ministers die Pläne für einen Neubau der Kaserne nicht gestoppt worden, sondern angesichts des Finanzierungsbedarfes von 50 bis 80 Millionen Euro lediglich ausgesetzt. „So ein Projekt erledigt man nicht im Handumdrehen“, sagte Baumann.

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