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Wirtschaft - Villach
Gemeinsam mit der WKO hat die Finkensteiner Nudelfabrik die Verpackung korrigiert.
Gemeinsam mit der WKO hat die Finkensteiner Nudelfabrik die Verpackung korrigiert. © Finkensteiner Nudelfabrik

"Die Sanduhr bleibt!"

Das Verpa­ckungsproblem wurde ge­löst

Finkenstein – Im Oktober 2018 zog die Lebensmittelaufsicht in einem Betrieb in Tirol zufällig ein Produkt der Finkensteiner Nudelfabrik aus dem Regal. Daraufhin folgte eine Strafverfügung für den Nudelhersteller. Wir haben berichtet. Gestern, am 26. März 2019, kam dann die erfreuliche Nachricht: "Es ist es gelungen unsere Verpackung auf den neuesten Stand der EU Verordnung zu bringen", berichtet nun die Finkensteiner Nudelfabrik auf Facebook!

 2 Minuten Lesezeit (359 Wörter)

Im Oktober 2018 zog die Lebensmittelaufsicht in einem Betrieb in Tirol zufällig ein Produkt der Finkensteiner Nudelfabrik aus dem Regal. Daraufhin folgte eine Strafverfügung für den Nudelhersteller. Die Verpackung würde nicht den „einschlägigen Kennzeichnungsbestimmungen“ einer EU-Verordnung entsprechen. Volleier, Tippfehler und eine Sanduhr waren das Problem. Über 600 Euro betrug die Strafzahlung.

Auszug Strafverfügung:

Folgende verpflichtende Angaben entsprachen nicht den Anforderungen:

  • Die Angabe in der Zutatenliste war in Form von „4VOLLEIER/kg (20%)“ angebracht, obwohl mengenmäßige Angaben ausschließlich in Prozent anzugeben sind.
  • Die Angabe „Mindestens haltbar bis 21.03.2020″ als auch die Aufbewahrungsbedingungen („Bei Raumtemperatur trocken und lichtgeschützt lagern“) waren nicht in unmittelbarer Nähe zueinander angebracht; Auf der vorliegenden Packung fehlt bei der Pflichtangabe „Mindestens haltbar bis“ der Buchstabe „s“.
  • Die Angabe „8-10 Minuten“ war in Verbindung mit dem Symbol einer Sanduhr angebracht, jedoch geht kein Hinweis auf den Kochvorgang bzw. die Temperatur hervor (Bsp.: „Zubereitung: 8-10 Minuten in kochendem Wasser“ oder „Kochzeit: 8-10 Minuten“, etc.).

Kreativ korrigiert: Die Verpackung ist nun auf dem neuesten Stand

Gestern, am 26. März, dann die gute Nachricht: „Nach vielem Schmunzeln und […] Fragezeichen beantworten, ist es gelungen unsere Verpackung auf den neuesten Stand der EU Verordnung zu bringen“, teilt die Finkensteiner Nudelfabrik über ihre Facebookseite mit. „Die vier Eier auf der Rückseite bleiben“, erklären die Betreiber. „Allerdings nicht im gleichen Kontext, wie die Zutaten.“ Aus der Raumtemperatur wurde hingegen der Satz: „Vor Wärme und Licht geschützt, trocken lagern.“

„Die Sanduhr bleibt!“

Auch die Sanduhr bleibt auf den Verpackungen erhalten. Der Uhr wurde der Zusatz „Kochzeit“ hinzugefügt. Auf Facebook äußern sich die Betreiber zu den Änderungen folgendermaßen: „Mag uns auch die EU manchmal ein wenig zum Kopfschütteln bringen, so stärkt es uns in dem wir: Mut zur Veränderung haben, neue Ideen kreieren, uns selbst treu bleiben und zwischendurch auch kreative, humorvolle Gespräche führen – denn man sagt ja beim Reden kommen Leute zusammen.“

Das Team der Finkensteiner Nudelfabrik dankt allen Unterstützern. „Ein besonderer Dank gilt der WKO“, erklären die Betreiber. „Sie haben geholfen, die Formfehler zu korrigieren.“

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