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© TVB Villach / Gerd Steinthaler

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Kirchtag & Silvester ohne Feuerwerk?

Villach – Ein Feuerwerk gehört für viele zum Jahreswechsel einfach dazu, genauso wie zum Villacher Kirchtag. Für Bürgermeister Günther Albel von der SPÖ ist es ein längst veralteter Brauch, der abgeschafft werden sollte.

 3 Minuten Lesezeit (402 Wörter)

Die Stadt Villach hat beschlossen, kein Feuerwerk mehr durchzuführen. Nun stellt Bürgermeister Günther Albel den Antrag auf einen vollkommenen Verzicht an den Tourismusverband. Privatpersonen sind hier aber nicht betroffen. Solange private Feuerwerke nicht ein gewisses Maß überschreiten, sind diese per Gesetz erlaubt und können nicht einfach verboten werden.

Villacher Kirchtag und Silvester

Vizebürgermeisterin und Kirchtagsobfrau Mag. Gerda Sandriesser hat sich Albels Meinung bereits angeschlossen, weshalb es am Villacher Kirchtag 2019 kein Feuerwerk geben wird. Für das Feuerwerk zum Jahreswechsel ist in Villach der Tourismusverband zuständig. Auch dort hat es bereits Gespräche mit dem Bürgermeister gegeben und er ist auf große Zustimmung gestoßen.

Erwin Baumann sieht es ähnlich: „Vor allem Haustierbesitzer melden sich bei uns mit Beschwerden über das Feuerwerk.“ Als Umweltreferent sieht er auch die Feinstaubbelastung durch das Feuerwerk kritisch. Hier gelte es, die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten.

Genügend Alternativen um ins neue Jahr zu starten

Die zehn-minütige Laser-Show, wie es sie dieses Jahr in Graz gegeben hat, ist aus finanziellen Gründen in der Stadt Villach nicht möglich, denn hierbei belaufen sich die Kosten auf rund 150.000 Euro. Aber auch günstigere Alternativen sind in Albels Augen im Preis-Leistungs-Verhältnis nicht durchführbar. „Die Alternative ist die Stadt selbst, wir haben mit Honky Tonk einen riesigen Erfolg gehabt und das soll im heurigen Jahr auch ausgebaut werden, wir versuchen noch mehr Lokale dazu zu animieren.“ Zudem gibt es Musik am Rathausplatz und genügend Möglichkeiten, den Start ins neue Jahr dennoch gebührend zu feiern.

Neue Zeiten brauchen neue Ansätze

„Es gibt einen sehr dichten Wohnraum, in dem Tiere und Menschen gemeinsam leben und da muss man neue Ansätze finden. Ich selbst bin Hundehalter und weiß, wie sehr die Tiere jährlich darunter leidet.“ Die Stadt Villach will mit einem Verzicht auf Feuerwerkskörper auch eine Vorbildfunktion einnehmen. Hier geht es sowohl um den Umweltschutz und die Vermeidung von Feinstaub aber auch um die Tiere der Villacher, die unter dem enormen Lärm leiden. „Wir leben in neuen Zeiten, man muss die Dinge auch anerkennen, wie sie sind. Und neue Zeiten brauchen einfach neue Ansätze“, schließt Albel.

Was denkt ihr?

Wir sind neugierig geworden, was denken die Villacherinnen und Villacher? Braucht die Stadt ein Feuerwerk, um ins neue Jahr zu starten? Teilt uns eure Meinung doch unter unserem Facebook-Post mit!

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