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Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen geplant

Baustellen: Uns steht einiges bevor

Villach – In diesem Jahr stehen einige größere Baustellen an, die kräftige Investitionen in die Infrastruktur und den Standort darstellen. Ganz aktuell: Im April starten die Arbeiten in der Völkendorfer Straße und an der Draulände.

 9 Minuten Lesezeit (1108 Wörter)

Die ständige Weiterentwicklung einer Stadt benötigt einen anhaltenden Ausbau der Infrastruktur. Es gilt, Straßenzüge Instand zu halten oder einen Teil des Stadtbildes neuen Anforderungen anzupassen und zukunftsfit zu machen.

Uns steht einiges bevor

„Auch in diesem Jahr nimmt die Stadt Villach viel Geld in die Hand, um gewisse Stadtbereiche umzugestalten. Vielfach ist es auch nötig, bestehende Straßen und Kanäle zu sanieren“, sagt Bau- und Stadtplanungsreferent Stadtrat Harald Sobe. „Natürlich kommt es im Zuge so mancher Bauarbeiten zu Verkehrsbehinderungen. Ich ersuche die Bürgerinnen und Bürger, die im Laufe des Jahres von einzelnen Baustellen betroffen sind, um Verständnis. Die Arbeiten dienen uns allen. Selbstverständlich informieren wir die Bevölkerung das ganze Jahr über rechtzeitig über größere Arbeiten und sind stets bemüht, die Bürgerinnen und Bürger in die Maßnahmen einzubeziehen.“

Völkendorfer Straße

Ein erstes direktes Ergebnis dieser Bürgerinformationsoffensive zeigt sich im Rahmen der Umgestaltung der Völkendorfer Straße. Ab April (Kalenderwoche 16) startet der zweite Bauabschnitt, nachdem im vergangenen Herbst der Bereich von der Kreuzung Tiroler Straße bis zur Kreuzung St. Johanner Straße umfassend saniert wurde. „Im Zuge der Bürgerinformation wurde klar, dass ein starker Wunsch nach einer Verkehrsberuhigung besteht“, sagt Sobe. „Diesem Wunsch tragen wir Rechnung, indem wir die geplanten Parkplätze verschwenken, also versetzt auf beiden Straßenseiten platzieren. Das hat zur Folge, dass langsamer gefahren werden muss.“ Geprüft werde auch die Möglichkeit einer verstärkten Geschwindigkeitsüberwachung durch die Polizei.

Der zweite Bauabschnitt in der Völkendorfer Staße umfasst den Abschnitt von der St. Johanner Straße bis zur Werthenaustraße. Neben einer neuen Asphaltierung erfolgt die Verbreiterung der Fahrbahn auf 5,50 Meter. Im Kreuzungsbereich mit der Millesistraße ist ein Fahrbahnteiler vorgesehen, dieser dient als Querungshilfe für Fußgängerinnen und Fußgänger. Er wird verschönert durch eine Grünfläche und zwei Bäume. In den Kreuzungsbereichen Millesistraße und Dr.-Oswin-Moro-Straße sind je zwei Grüninseln als Parkraumbegrenzungen vorgesehen. „Besonderen Wert legen wir auf Barrierefreiheit, daher installieren wir in den Kreuzungsbereichen ein Blindenleitsystem“, sagt Sobe. Für eine nachhaltige Energienutzung sorgen außerdem neue LED-Leuchten. Der Verkehr läuft während der rund dreimonatigen Bauzeit einspurig stadtauswärts. „Kurze Sperren sind in dieser Zeit leider nötig, diese kommunizieren wir aber rechtzeitig“, verspricht Sobe. Geplante Fertigstellung: Juli 2019.

Draulände: Kanalarbeiten und Bauabschnitt Eins

Ein weiteres unmittelbares Ergebnis einer Bürgerinformationsveranstaltung zeigt sich anhand der Draulände: Hier traten mehrere Unternehmerinnen und Unternehmer an Stadtrat Sobe mit der Bitte heran, den Baustart von Mitte August auf Anfang September zu verschieben. „Nachdem der August ein wichtiger Monat in der Hauptsaison ist, sind wir diesem Ansuchen natürlich gerne entgegengekommen“, sagt Sobe.

Bevor es also im September richtig losgeht, sind ab 8. April allerdings noch Kanalarbeiten erforderlich. Diese sehen unter anderem die Erneuerung der Haus­anschlüsse vor. Außerdem erfolgt die Neuerrichtung eines Regenwasserkanals.

Während der gesamten Bauzeit ist die Zufahrt zu den Betrieben gestattet, eine komplette Durchfahrt wird nicht möglich sein, da die Draulände ab dem Udo-Jürgens-Platz gesperrt ist. Die Anrainerinnen und Anrainer werden über Zufahrtsmöglichkeiten informiert, Bautafeln weisen auf den laufenden Betrieb der Geschäfte hin.

Im September startet dann der erste Bauabschnitt für die deutliche Attraktivierung der Draulände. Dieser Bereich betrifft das Gebiet von der Stadtbrücke über die Lederergasse bis zur neu errichteten Trafostation. „Diesen Bereich wollen wir nun ab September ansprechender und offener gestalten, also zu einem Ort machen, an dem man gerne verweilt und die Nähe zum Draufluss genießen kann“, sagt Sobe. Im Bereich des Würstelstandes entsteht im Zuge der Arbeiten ein kleiner Platz sowie eine Stufenanlage zur einfacheren Erreichbarkeit auch für die weniger mobilen Menschen, ein Blindenleitsystem erhöht die Barrierefreiheit. In Teilbereichen entlang der Draulände wird Granit verlegt, was die Straßenzüge auch optisch aufwertet. Auch hier gilt: Während der gesamten Bauzeit ist die Zufahrt zu den Betrieben gestattet, eine komplette Durchfahrt wird nicht möglich sein, da die Draulände ab dem Udo-Jürgens-Platz gesperrt ist. Die Anrainerinnen und Anrainer werden über Zufahrtsmöglichkeiten informiert, Bautafeln weisen auf den laufenden Betrieb der Geschäfte hin.

Infineonstraße

Derzeit voll im Gange ist der Ausbau der Aufschließungsstraße zwischen Infineon und Bruno-Kreisky-Straße. Auf Höhe des Kindergartens IDC wird der erste von insgesamt vier Kreisverkehren errichtet, darum verläuft die Straßenführung als Einbahn Richtung Süden. Umfahrungsmöglichkeiten sind gekennzeichnet. Im Verlauf der neuen Aufschließungsstraße sind drei weitere Kreisverkehrsanlagen geplant, dazu kommen diverse Versorgungsträgerleitungen wie Wasser, Strom, Telekomleitungen und Fernwärme. Die Gesamtkosten für die Stadt Villach belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Zusätzlich baut die Stadt auch ihr Radwegenetz aus.

Millstätter Straße

Hier erfolgt ein Straßenvollausbau auf einer Länge von 700 Metern und die Errichtung eines Gehweges sowie neuer Stützmauern. Die Bauarbeiten dauern von Juni bis Oktober. Der Gehweg dient zur Erhöhung der und zur besseren Erreichbarkeit der Haltestelle Raunaweg.

Haltestelle Landskron/Raunaweg

Im vergangenen Jahr entstand in Landskron durch das Projekt „Landsitz“ ein völlig neuer Stadtteil. Die dort errichteten Wohnanlagen sollen selbstverständlich an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden werden. „Bis Dezember haben die ÖBB daher geplant, in Landskron eine neue Haltestelle für die Stadtbahn zu errichten“, sagt Baureferent Stadtrat Harald Sobe. Der Start für die Bauarbeiten soll noch im Sommer ab August erfolgen, im neuen Fahrplan, der ab Dezember gültig ist, soll die neue Haltestelle bereits eingetaktet sein. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 1,12 Millionen Euro, 50 Prozent übernehmen die ÖBB, 30 Prozent die Stadt Villach und 20 Prozent das Land Kärnten. „Schon heute beraten wir mit den ÖBB über weitere Haltestellen, etwa in Wollanig oder bei der Fachhochschule in Magdalen“, sagt Sobe.

Weiteres…

Ständig ausgebaut wird außerdem die Straßenbeleuchtung, aktuelle Projekte betreffen dabei die Brauhausgasse auf Höhe der Einfahrt zur Brauerei und die Magdalenerstraße auf Höhe des Parkplatzes Zentralfriedhof. Dabei werden alte Leuchten auf neue, CO2- und energiesparende LED-Leuchten umgerüstet. Weiters kommt es im Zuge eines Kanalsanierungsschwerpunktes in der Rennsteiner Straße und der Kasmanhuberstraße zu entsprechenden Arbeiten. Betroffen davon sind: Die Rennsteiner Straße ab Unterer Heidenweg bis zum Antoniensteig, die Kasmanhuberstraße von der August-v.-Jaksch-Straße bis zur Heinrich-v.-Türlin-Straße, der Antoniensteig im Bereich Rennsteiner Straße und die Kreuzungsbereiche Rennsteiner Straße mit der August-v.-Jaksch-Straße, der Karl-Wurmb-Straße und der K.-R.-Ghega-Straße. Nach Fertigstellung dieser Arbeiten kommt es auch im Bereich Oberer Heidenweg, Karl-Wurmb-Straße und Pischofstraße zu einer Kanalsanierung.

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