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Blitzer und Strafzettel:

So geht ihr gegen unrechte Geldstrafen vor

Kärnten – Hin und wieder kommt es vor, dass man zu Unrecht von einem Radarkasten geblitzt wird oder einen Strafzettel beim Parken bekommt, obwohl man doch alles richtig gemacht hat. In solchen Fällen lohnt es sich oft, rechtliche Schritte einzuleiten. Rechtsanwalt Mag. Stefan Kathollnig erklärt im Gespräch mit 5 Minuten was man dabei beachten sollte.

 3 Minuten Lesezeit (440 Wörter)

Wenn man von einem Radarkasten geblitzt wurde oder am Parkplatz einen Strafzettel an der Windschutzscheibe seines Autos vorfindet, ist der Ärger meist groß. Vor allem dann, wenn man sich sicher ist, dass man doch gar nicht zu schnell unterwegs war und auch nicht gegen eine Parkregelung verstoßen hat. Was kann man also tun, wenn man zu Unrecht abgestraft wurde? Rechtsanwalt Mag. Stefan Kathollnig weiß mehr darüber.

Zu Unrecht geblitzt?

Fehler passieren bekanntlich überall. Auch Radarmessungen sind davon nicht ausgeschlossen. Sei es ein Bedienungsfehler durch den Beamten oder ein technischer Defekt am Gerät. „Ist man sich sicher, gerade zu Unrecht geblitzt worden zu sein, sollte man sich die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit, die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung, den Ort der Messung und besondere Gegebenheiten, wie etwa den Überholvorgang eines anderen KFZ während der Messung, notieren“, rät Rechtsanwalt Kathollnig.

Schnellstmöglich Anwalt aufsuchen

Sobald die Strafe ins Haus flattert, sollte gleich ein Anwalt aufgesucht werden. Dieser nimmt dann Akteneinsicht und prüft die Messdaten sowie die dazugehörigen Unterlagen. Außerdem wird überprüft, ob hinsichtlich des Messgerätes eine gültige Eichung vorliegt. Mithilfe eines Sachverständigen für Messtechnik können auch technische Fehler oder Bedienungsfehler evaluiert werden. Im Verwaltungsverfahren wird dann ein solcher Sachverständigenbeweis beantragt. „Wenn begründete Zweifel an der Messung aufgezeigt werden können oder das Gerät nicht geeicht war, ist Einspruch zu erheben durchwegs erfolgsversprechend“, weiß Kathollnig.

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Rechtsanwalt Stefan Kathollnig weiß, wie man gegen unrechte Geldstrafen vorgehen kann.

Rechtsanwalt Stefan Kathollnig weiß, wie man gegen unrechte Geldstrafen vorgehen kann. - © Kathollnig

Mangels Rechtschutzversicherung nehmen jedoch wegen der Anwalts- und Sachverständigenkosten viele Betroffene von dem Erheben eines Einspruches Abstand und zahlen lieber. „Bei hohen Geldstrafen und vor allem dann, wenn der Führerscheinentzug als Folge der gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitung droht, ist die Einschaltung eines Anwaltes und die Bekämpfung des Strafbescheides bei Zweifel an der Messung aber jedenfalls angeraten“, legt der Rechtsanwalt nahe.

Strafzettel beim Parken: Zeugen helfen

Auch kommt es immer wieder vor, dass man zu Unrecht einen Strafzettel wegen Parkens bekommt. Zum Beispiel dann, wenn das angebliche Parkverbot nicht hinreichend beschildert ist oder wenn der Parkzettel oder die Parkuhr entgegen dem Vorwurf doch sichtbar im Auto aufliegt. „Hier empfiehlt es sich, diese Umstände fotographisch zu dokumentieren und wenn möglich sofort einen Passanten als Zeugen beizuziehen“, so Kathollnig. Besonders Letztere können bei einer Beeinspruchung helfen und sind beim Vorwurf in Hinblick auf Parkuhr oder Parkschein besonders wichtig. Wenn ein Zeuge nämlich durch seine Wahrnehmung bestätigen kann, dass der Lenker des Fahrzeuges keine Änderungen an der Parkuhr vornahm, bevor ein Foto gemacht wurde, ist dies für die spätere Beweisführung optimal.

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