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Imfpungen schützen vor schweren Erkrankungen.
SYMBOLFOTO Imfpungen schützen vor schweren Erkrankungen. © pixabay.com

Langer Abend des Impfens in Gesundheitsämtern

Keuchhusten und FSME wieder am Vormarsch

Kärnten – Impfungen verhindern jedes Jahr Tausende Erkrankungen und viele Todesfälle. Auf Initiative des Gesundheitsreferates halten alle Gesundheitsämter Kärntens am 24. April von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

 4 Minuten Lesezeit (508 Wörter) | Änderung am 05.04.2019 - 13.05 Uhr

Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner informiert über die kärntenweite Impfaktion am 24. April: „Impfungen sind die wirksamste Möglichkeit, Krankheiten zu vermeiden. Es gibt definitiv keinen besseren Schutz. Das Land Kärnten bietet daher der Bevölkerung auch heuer wieder die Möglichkeit, sich beim ‚langen Abend des Impfens‘ schützen zu lassen.“

Seltene Erkrankungen nehmen wieder zu

Laut Prettner würde die Impfmoral „schwächeln“ – mit der Konsequenz, dass zuletzt sowohl die Masernfälle gestiegen seien als auch Keuchhusten wieder auf dem Vormarsch sei. Ebenso habe die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis, ausgelöst von Zecken, zugenommen. „Ich kann die Bevölkerung nur dringend dazu aufrufen, von den Impfaktionen des Landes Gebrauch zu machen“, appellierte Prettner.

Wie Heimo Wallenko von der Landessanitätsdirektion erklärt, sei etwa die Zahl der an Keuchhusten Erkrankten in Kärnten von unter 1 pro 100.000 Einwohner auf 18,5 pro 100.000 Einwohner angestiegen. Das heißt: Im Vorjahr wurden in Kärnten 108 Fälle gemeldet; vor zehn Jahren gab es nur zehn Fälle.

Kostenlose Impfungen bis 18 Jahre

„Die Impfung ist für alle Säuglinge, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre am Gesundheitsamt als Kombinationsimpfung kostenlos erhältlich“, informierte Wallenko.

Ebenfalls kostenlos ist die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln – zumindest für alle Kärntner, die bisher noch nie oder erst einmal geimpft worden sind. Jedes Kind soll ab dem vollendeten 9. Lebensmonat zwei Impfungen bekommen. Die Impfung kann aber in jedem Lebensalter nachgeholt werden. „Besonders dringlich ist sie für alle im Gesundheits- und Sozialbereich Beschäftigten sowie für alle Pädagogen“, erklärten Prettner und Wallenko.

 

Zeckenbiss nicht auf leichte Schulter nehmen

Eindringlich warnte die Gesundheitsreferentin vor den Gefahren nach einem Zeckenbiss: „Im Vorjahr mussten in Österreich 154 Personen mit FSME im Krankenhaus behandelt worden, fünf sind gestorben. Wären sie geimpft gewesen, wäre nichts passiert.“ Ist eine Zecke infiziert, überträgt sie das Virus unmittelbar nach dem Stich. „Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass ein sofortiges Entfernen des Spinnentieres mittels Pinzette oder Zeckenzange hilft“, hob Prettner hervor.

„Der einzige zuverlässige Schutz ist die FSME-Impfung.“ Nach der dreiteiligen Grundimmunisierung (2. Teil 1 bis 3 Monate nach Teil 1, 3. Teil 5 bis 12 Monate nach Teil 2) soll die Impfung nach drei Jahren, danach alle fünf Jahre aufgefrischt werden; ab dem vollendeten 60. Lebensjahr ist die Auffrischungsimpfung alle drei Jahre empfohlen. Die FSME-Impfung wird in den Gesundheitsämtern um 27 Euro für Erwachsene und 23 Euro für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre angeboten. Versicherte der Kärntner Gebietskrankenkasse zahlen 23 Euro (Kinder 19 Euro), da die Refundierung direkt zwischen dem Land Kärnten und der Kärntner GKK abgewickelt wird. Anderswo Versicherte können sich den Zuschuss bei ihrer Versicherung erstatten lassen.

 

Impfcheck und Impfempfehlungen

Zum Angebot am 24. April zählt außerdem ein Impfcheck vom Baby bis zum Senior. „Aber auch Impfempfehlungen für die bevorstehende Reise- und Urlaubszeit werden in unseren Gesundheitsämtern angeboten“, informierte Prettner. Die Gesundheitsreferentin hofft, dass der ‚lange Abend des Impfens‘ von möglichst vielen Menschen genutzt wird – „zum Schutz der eigenen Gesundheit.“

Impfpass nicht vergessen!

Weitere Infos: www.ktn.gv.at/impfen

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