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Ende Mai soll die Kärntner Allgemeine Zeitung präsentiert werden.
SYMBOLFOTO Ende Mai soll die Kärntner Allgemeine Zeitung präsentiert werden. © pixabay.com

Die Straßenzeitung aus Kärnten:

Kärntens erste soziale Zeitung kommt bald!

Kärnten – Wien hat den "AUGUSTIN", Vorarlberg die "MARIE": Die Rede ist von Zeitungen, deren Erlös für den guten Zweck verwendet wird. Mit der Kärntner Allgemeinen Zeitung, kurz "kaz." kommt eine Zeitung, die soziales Engangement und guten Journalismus verbinden will.

 4 Minuten Lesezeit (504 Wörter)

Im Gespräch mit 5 Minuten verraten die Betreiber der Zeitung kaz. bereits erste Details: „Es handelt sich um ein Sozialprojekt für Menschen in Not, welches mit Journalismus kombiniert wird“, so die Betreiber von der kaz. Alle JournalistInnen und Mitwirkende arbeiten derzeit nebenbei und ehrenamtlich für das Sozialprojekt. „Die Zeitung wird Ende Mai präsentiert“, erklärt man uns auf Nachfrage von 5 Minuten. Die kaz. umfasst 32 Seiten bis 48 Seiten und wird für 2,80 Euro in ganz Kärnten auf der Straße verkauft werden.

Zeitung als Sprachrohr

„Wir sind eine Zeitung aus Kärnten. Denken lokal und global“, erklären die Betreiber. „Schließlich leben überall Kärntner und Kärntnerinnen, oder Menschen, die sich mit diesem Bundesland aus vielerlei Gründen verbunden fühlen.“ Die Zeitung wird vorwiegend Soziale Fragen und Kultur-Themen behandeln. Unter anderem werden Persönlichkeiten und engagierte Initiativen aus Kärnten vorgestellt werden.

Die Zeitung umfasst folgende Themenschwerpunkte:

  • Guter Journalismus und eigenständige Recherche
  • Förderung von Debatten
  • Nachrichten, die motivieren, ermuntern und begeistern
  • Bunte Reportagen und Portraits
  • Vermittlung eines positiven Heimatbildes ohne Nationalismen
  • Servicethemen und Kulturtipps

Zahlreiche engagierte Kärntner helfen mit!

In Kärnten haben sich rund um die Kärntner Journalistin Christine Maria Grabner (bekannt vom ORF) engagierte Menschen aus dem Bereich Journalismus, Kultur und der Werbebranche zusammengetan, um auch in Kärnten eine professionelle Straßenzeitung zu gründen. Auch Kärntner Künstlerinnen und Künstler für Grafiken und Cartoons sind mit dabei, wie bekannte Fotografen. Getragen wird das Projekt von einem gemeinnützig tätigen Verein mit Sitz in Villach in Kooperation mit dem Kunstraum Villach rund um Olivia Clementschitsch. In Klagenfurt soll ebenfalls ein Büro entstehen. Die Palette der ersten Autoren reicht dabei von Christian Hölbling, Christine Maria Grabner, Peter Pugganig, Hannes Wendtlandt, Gregor Wakounig bis zu Daniela Kickl.

Wie funktioniert die Zeitung?

Nach internationalem Vorbild ist dieses Projekt vergleichbar mit der Wiener sozialen Zeitung Augustin, zebra in Südtirol oder marie in Vorarlberg. Die Straßenzeitung kaz. dient als Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen in Not und wird auch von Obdachlosen, Arbeitslosen, Mindestrentnern oder Menschen in finanzieller Not selbstständig verkauft. Damit wird diesen Menschen eine Möglichkeit gegeben, selbst Geld zu verdienen. Für ganz Kärnten werden derzeit rund 100 selbstständige Verkäuferinnen und Verkäufer für die Zeitung gesucht. Die Hälfte des Erlöses, der durch den Verkauf der kaz. entsteht, wird an die selbstständigen Verkäufer weitergegeben, während die andere Hälfte in Druck und Produktion fließt. Die geplante Auflage liegt monatlich zwischen 10.000 und 17.000 Stück.

Um die Unabhängigkeit zu bewahren, verzichtet die kaz. auf Subventionen aus öffentlicher und kirchlicher Hand und finanziert sich ausschließlich aus dem Zeitungsverkauf, durch private Spenden, die Unterstützung von Förderern und den Verkauf von Inseraten.

Wir halten euch auf dem Laufenden

Auch wir von der 5-Minuten-Redaktion sind auf die neue Zeitung gespannt und halten euch auf dem Laufenden, sobald weitere Informationen dazu bekannt werden.

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