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Politik - Villach & Klagenfurt
Im Schnitt konsumiert jeder Österreicher 239 Eier pro Jahr, die Hälfte über verarbeitete Produkte.
Im Schnitt konsumiert jeder Österreicher 239 Eier pro Jahr, die Hälfte über verarbeitete Produkte. © Kärntner Tierschutzvolksbegehren

Tierschutzvolksbegehren:

„Wir suchen glückliche Ostereier!“

Kärnten – Über 70 Millionen Eier werden rund um Ostern gekauft, etwa 50 Millionen davon bereits bemalt. Woher diese Eier kommen? Das wissen die Konsumenten oft nicht. Das Tierschutzvolksbegehren fordert mehr Transparenz und startet daher heute eine österreichweite Aktion.

 2 Minuten Lesezeit (315 Wörter) | Änderung am 20.04.2019 - 11.58 Uhr

„Österreich ist Vorreiter bei der leidfreien Ei-Produktion, doch die Tierqual landet über die Hintertür trotzdem bei uns am Teller. Deswegen brauchen wir eine verpflichtende Lebensmittel-Kennzeichnung, auch in Gastronomie und öffentlichen Küchen. Außerdem muss aufhören, dass mit unserem Steuergeld jene Produkte gekauft werden, deren Herstellung in Österreich bereits verboten ist“, kritisiert Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Kennzeichnung schützt heimische Landwirte

Zwei Milliarden Eier werden jährlich in Österreich produziert, etwa 12% in Bio-Haltung. Über 600 Millionen Eier, auch viele aus Käfighaltung, werden importiert. Im Schnitt konsumiert jeder Österreicher 239 Eier pro Jahr, die Hälfte über verarbeitete Produkte. Das Tierschutzvolksbegehren fordert die verpflichtende Kennzeichnung und eine Koppelung der öffentlichen Beschaffung an Tierwohl. Damit würde die Benachteiligung heimischer Landwirte gegenüber ausländischen Produzenten beendet.

Auf der Suche nach „glücklichen Ostereiern“

Am heutigen Samstag, dem 20. April, schwärmen die Ehrenamtlichen des Tierschutzvolksbegehrens in allen Bundesländern aus um glückliche Eier zu suchen. Auf Bauernmärkten, direkt bei Landwirten und wo sie sonst noch überall „versteckt“ sind. Dabei geht es in erster Linie darum, österreichische Produkte sichtbar zu machen und die Bevölkerung für die Wichtigkeit der Herkunft von Eiern zu sensibilisieren.

„Wir wollen mit dieser Suche auch das Bewusstsein schärfen, wie wichtig der Konsum von heimischen, tier- und umweltgerechten Lebensmitteln ist. Mehr Tierwohl können wir nur erreichen wenn wir alle dazu beitragen. Mit dem Tierschutzvolksbegehren setzen wir dazu einen Schritt“ so Bohrn Mena abschließend. Am 7. Mai startet offiziell das Sammeln der Unterstützungserklärungen.

Erste „glückliche Ostereier“ gefunden

Die Kärntner Regionalkoordinatorin des Tierschutzvolksbegehrens hat bereits am gestrigen Freitag, dem 20. April, glückliche Hühner und gesunde Eier gefunden. Sie war beim Karawanken Freilandei Bauernladen in Faak am See zu Besuch.

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Beim Karawanken Freilandei Bauernladen in Faak am See gibt es gesunde Eier von glücklichen Hühnern.

Beim Karawanken Freilandei Bauernladen in Faak am See gibt es gesunde Eier von glücklichen Hühnern. - © Kärntner Tierschutzvolksbegehren

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