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Wirtschaft - Villach
Stadtmarketing-Chef Gerhard Angerer, Bgm. Günther Albel, Hannes Lindner von Standort+Markt und Vizebgm. Petra Oberrauner
Stadtmarketing-Chef Gerhard Angerer, Bgm. Günther Albel, Hannes Lindner von Standort+Markt und Vizebgm. Petra Oberrauner © Stadtmarketing

Bevölkerung zeigte reges Interesse:

Wirtschafts­gespräch war voller Erfolg!

Villach – Reges Interesse löste das "Wirtschaftsgespräch Spezial" der Stadt Villach zum Thema Innenstadt aus. Auf Einladung von Bürgermeister Günther Albel referierte Hannes Lindner, Geschäftsführer von "Standort+Markt", in der einstigen Bipa-Filiale am Hans Gasser Platz. Provokanter Titel des Abends: „Hilfe, wir schrumpfen!“

 2 Minuten Lesezeit (296 Wörter) | Änderung am 25.04.2019 - 15.34 Uhr

Lindners Institut befasst sich mit der Situation des Handels in Österreich. Jährlich veröffentlicht es Vergleichsdaten inklusive einem Leerflächen-Ranking. Dabei ist Villach 2018 eine deutliche Verbesserung gelungen. In seinem Vortrag betonte Lindner die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten: Unternehmer, Stadtmarketing und Politik müssten an einem Strang ziehen, denn die Konkurrenzsituation sei für den Handel enorm fordernd. „Die Menschen entscheiden jeden Tag aufs Neue darüber, wo sie ihr Geld ausgeben“, sagt Lindner.

Der Einkauf muss ein Erlebnis sein

Der stationäre Handel habe dabei mit dem „Wegwiderstand“ auf Seiten der Kundinnen und Kunden zu kämpfen. „Es ist leichter, von der Couch aus via Tablet im Internet einzukaufen […].“ Daher müssen Städte wie Villach versuchen, den Wegwiderstand zu minimieren, etwa durch eine optimale Parkplatzsituation. Zusätzlich sei die „Bühne Innenstadt“ in bestem Zustand zu erhalten und mit Events zu bespielen. Der Einkauf müsse ein Erlebnis sein. „In Villach sehe ich diesbezüglich große und richtige Anstrengungen“, so Lindner. Gleichzeitig wandte sich Lindner direkt an die Unternehmerinnen und Unternehmer: „Sie alle müssen an der Attraktivität Ihrer Geschäfte arbeiten! Das ist der entscheidende Schritt.“ Erschwerend wirkten auch die Einkaufszentren am Stadtrand. Der Anteil an Handelsfläche in der Innenstadt sei deutlich niedriger als bei anderen Städten. Und: Knapp 80 Prozent aller Shops fänden sich in EKZ – dieses Ungleichgewicht sei ebenfalls ein Villach-Spezifikum.

Mehr Menschen bedeuten mehr Geschäfte

Grundsätzlich warnte Lindner vor einer zu intensiven Fokussierung auf den Handel. „Mindestens genauso wichtig ist die Verdichtung des Wohnraums in der Innenstadt. Mehr Menschen bedeuten mehr Geschäfte.“ Bürgermeister Günther Albel und Vizebürgermeisterin Petra Oberrauner betonten, dass man genau daran intensiv arbeite. Es gebe derzeit besonders viele Wohninitiativen, man werde weitere Maßnahmen fördern.

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