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Nach 3M: Nächster großer Brand in Villach

Eilt: Megabrand bei Saubermacher Villach

Villach – Gerade erreichte uns die Nachricht, dass die Lagerhalle der Saubermacher in Villach Feuer gefangen hat. Mehrere Einsatzkräfte sind bereits unterwegs. Laut der Stadt Villach wurde ein Atemschutzträger leicht verletzt, elf Feuerwehren stehen im Einsatz. Weitere Informationen werden ehestmöglich ergänzt. Bitte alle Fenster und Türen geschlossen halten, es besteht derzeit eine erhebliche Geruchs- und Sichtbelästigung.

 4 Minuten Lesezeit (546 Wörter) | Änderung am 26.04.2019 - 21.47 Uhr

Am 26. April 2019 kam es gegen 15.15 Uhr zu einem Großalarm in Villach, Grund dafür war ein Großbrand der Lagerhalle von den Saubermachern Villach. Bereits kurz nach 15 Uhr wurde die Hauptfeuerwache Villach gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Perau zu einem Brand zum Villacher Entsorgungsbetrieb gerufen. Zahlreiche Notrufe gingen in der Bezirks- Alarm- und Warnzentrale ein. Bereits von der Ferne war eine massive Rauchentwicklung sichtbar. Es wurden sofort weitere Feuerwehren nachalarmiert. Die Mannen der Hauptfeuerwache wurden vor Ort vom Betriebspersonal, das bereits erste Löschversuche unternahm, eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits ein überdachter Müllsammelbereich mit vier großen Boxen in Vollbrand.

Brand breitete sich auf Kläranlage aus

Bereits im Umkreis von einigen Kilometern war die riesige Rauchwolke zu sehen, auch ein unangenehmer Geruch breitete sich aus. Da das Sperrholz Feuer gefangen hat, kam es zu diesem riesigen Brand, bei dem die Feuerwehren mit Wasser und Schaum versuchten, den Schaden in Zaum zu halten. Die ersten Kräfte versuchten über mehrere Leitungen ein Übergreifen der Flammen auf weitere in unmittelbarer Nähe abgestellte WC- und Büro-Containern sowie Container mit unterschiedlichen Müllarten zu verhindern. Da sich der Brand bereits auf das Areal der benachbarten Kläranlage ausbreitete, wurden mehrere Löschangriffe unter schweren Atemschutz von beiden Seiten der Halle vorgenommen.

In kurzen Abständen wurden durch die Einsatzleiter Oberbrandinspektor Regenfelder Martin, Kommandant-Stellvertreter der Hauptfeuerwache Villach, sowie Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Brandrat Müller Horst weitere Feuerwehren mit Atemschutzgeräteträgern und zusätzlichen Gerät angefordert. Mehrere Wasserwerfer sowie die Drehleiter wurden in Stellung gebracht. Es wurden zeitweise in der Minute mehrere tausende Liter Wasser und einige hundert Liter Löschschaum in den Brandherd abgegeben, so Oberbrandmeister Scharf Alexander, Pressesprecher der Hauptfeuerwache Villach. Mittels eines Baggers wurden die Müllberge auseinander genommen, die Glutnester abgelöscht und der Müll direkt zur Müllverbrennungsanlage Arnoldstein verbracht.

Magdalen: „Bitte Fenster verschließen!“

Laut Augenzeugen ist die Halle in Vollbrand gestanden und komplett niedergebrannt. Das Dach der Halle drohte einzustürzen, die Konstruktion einzubrechen. Durch das Verbrennen der Müllreste entstand eine starke Rauchentwicklung, sodass auch die Bewohner umliegender Gebäude wie im Bereich Magdalen zum Verschließen der Fenster aufgefordert wurden. Umliegende Straßen wurden vorübergehend gesperrt und Umleitungen eingerichtet.

150 Feuerwehr-Kräfte im Einsatz

Durch den beherzten Einsatz von 150 Feuerwehrleuten gelang es, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Objekte zu verhindern und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Einsatz standen unter anderem die Feuerwehren Hauptfeuerwache Villach, Drobollach, Vassach, Maria Gail, St. Magdalen, Turdanitsch-Tschinowitsch, Perau sowie die Betriebsfeuerwehr Infineon. Die Atemschutztrupps wechselten sich in regelmäßigen Abständen ab. Im Zuge der Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt und musste von der Rettung vor Ort versorgt werden. Er konnte seinen Einsatz nach kurzer Zeit wieder weiterführen. Der Brand nach rund 1,5 Stunden unter Kontrolle gebracht werden und ein Ausbreiten auf das restliche Betriebsareal verhindert werden.

Derzeit ist die örtlich zuständige Feuerwehr Perau noch als Brandwache vor Ort eingeteilt, da die Müllreste noch immer leicht glosen und diese erst gänzlich abgelöscht werden müssen. Die Erhebungen zur Klärung der Brandursache sind noch nicht abgeschlossen. Die Schadenshöhe steht ebenfalls noch nicht fest.

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