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Sind die einheitlichen Herbstferien eine gute Lösung?

Kärnten – Diese Woche wurde eine Vereinheitlichung der Herbstferien umgesetzt. Ab dem Schuljahr 2019/20 werden diese vom 27. bis 31. Oktober stattfinden. Teile der bestehenden schulautonomen Tage sollen dafür verwendet werden. Für die einen ist es ein wichtiger Schritt in Richtung besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für die anderen wirft es viele Probleme, wie zum Beispiel die Notwendigkeit zusätzlicher Kinderbetreuung, auf. Was ist deine Meinung dazu?

 4 Minuten Lesezeit (497 Wörter)

Am Donnerstag, 25. April, wurde eine langjährige Forderung von Frau in der Wirtschaft, nämlich die Vereinheitlichung der Herbstferien, eingeführt. In erster Linie soll dies Eltern unterstützen, deren Kinder in unterschiedlichen Schulen eingeschrieben sind. Besuchen mehrere Kinder eines Haushaltes nämlich unterschiedliche Schulen mit unterschiedlichen freien Tagen, wird das für berufstätige Eltern schnell zu einer organisatorischen Herausforderung. Laut Carmen Goby, WK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW) Kärnten, sorgen die einheitlichen Herbstferien demnach für eine bessere Planbarkeit und erleichtern es den Eltern, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Einheitliche Herbstferien im Überblick

  • Es werden einheitliche Herbstferien in der Zeit vom 27. bis 31. Oktober festgelegt.
  • Dafür werden Teile der bestehenden schulautonomen Tage verwendet.
  • Die genaue Zahl der dafür eingesetzten schulautonomen Tage orientiert sich am Datum des 26. Oktobers im jeweiligen Jahr.
  • Die Dienstage nach Ostern und Pfingsten werden zu ordentlichen Schultagen.
  • Die neue Regelung soll ab dem Schuljahr 2020/21 bundesweit gelten
  • Bei dieser Regelung kommt es zu keiner Ausweitung oder Reduktion bestehender Ferien bzw. der Anzahl der schulfreien Tage.
  • Von der Einführung von Herbstferien bleiben die Berufsschulen unberührt.
  • Ausnahmeregelungen (Entfall der Herbstferien) für BMHS können durch die jeweilige Bildungsdirektion eingeführt werden, wenn es aufgrund von lehrplanmäßig vorgeschriebenen, verbindlichen Pflichtpraktika notwendig ist.

Wie sieht es mit Kinderbetreuung aus?

Viele stehen der neuen Ferienregelung jedoch kritisch gegenüber. Besonders die Notwendigkeit einer zusätzlichen Kinderbetreuung fällt dabei ins Auge, denn wohl nur die wenigstens berufstätigen Eltern können sich die ganzen Ferien über freinehmen. Dieses Problem sieht auch NEOS-Bildungssprecher Douglas Hoyos. „Jahr für Jahr werden die Kinder komplett aus dem Schulrhythmus herausgerissen, um sich später im Herbst wieder mühsam einzugewöhnen. Das Schuljahr selbst ist dafür oft viel zu dicht. Das bringt auch Stress für die Eltern mit sich. Für viele Familien ist es eine Mammutaufgabe, in den neunwöchigen Sommerferien eine passende Betreuung zu finden. Wir fordern daher die bessere Verteilung der Ferientage, um es Eltern zu erleichtern, die richtige Kinderbetreuung zu finden“, verkündete der Bildungssprecher vor einigen Tagen in einer Presseaussendung.

Kürzere Sommerferien & familienautonome Feiertage

Auch über die Verkürzung der Sommerferien von neun auf sechs Wochen wäre nachzudenken. Sieben der so gewonnenen 15 Tage sollen Schultage und für die Vermittlung digitaler Kompetenzen zweckgewidmet werden, die restlichen acht für Herbstferien sowie die Verlängerung der Osterferien auf zwei Wochen genutzt werden. „Gleichzeitig soll es statt schulautonomer Tage ‚familienautonome Tage‘ geben, die die Lebensrealität der Familien besser abbilden und in Abstimmung auf den Schulalltag individuell genommen werden können“, so Hoyos.

Was ist deine Meinung?

Uns interessiert, wie du darüber denkst. Wie stehst du zu den einheitlichen Herbstferien? Ist es ein Schritt in die richtige Richtung oder völlig unnötig, dafür schulautonome Tage aufzugeben? Wäre die Verkürzung der Sommerferien eine bessere Lösung? Diskutiere mit uns in den Kommentaren auf Facebook. 

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