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Suchtmittelkriminalität steigt hingegen

Gesamt­kriminalität in Kärnten gesunken

Klagenfurt/Villach – Heute, Donnerstag, fand in der Landespolizeidirektion Kärnten eine Pressekonferenz zum Thema „Polizeiliche Kriminalstatistik und Jahresresümee 2018“ statt. Auch wenn die Gesamtkriminalität sinkt, steigt die Suchtmittelkriminalität stetig, ein Grund dafür ist unter anderem die Einwanderung von nigerianischen sowie afghanischen Drogendealern.

 4 Minuten Lesezeit (526 Wörter) | Änderung am 02.05.2019 - 18.32 Uhr

Die Vortragenden Adolf Winkler, Michaela Kohlweiß, Direktorin der Landespolizei, und Oberst Herbert Rogl, stv. Leiter des Landeskriminalamt Kärnten gaben einen Einblick in die Polizeiarbeit Kärntens. Die Gesamtkriminalität ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 8,5% auf 23.516 angezeigte Fälle gesunken und erreicht somit den absolut tiefsten Wert der letzten zehn Jahre! Zudem ist die Aufklärungsquote auf den bisherigen Höchstwert von 58,9% gestiegen. Ein Rückgang war bei den Anzeigen wegen Sachbeschädigungen, Diebstählen, Raubdelikten und Einbruchsdiebstählen zu sehen. In Sachen Cyber-Kriminalität und Internetbetrug sowie bei Verstößen gegen das Suchtmittelgesetzes stiegen die Zahlen jeweils um beinahe zehn Prozent.

Suchtmittelkriminalität steigt stetig

Bereits im Jahr 2017 sind die Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz im Vergleich zum Jahr 2016 um gut ein Drittel gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es, wie von uns berichtet, 25 Drogentote (zum Vergleich: 14 Drogentote im Jahr 2017), meist Aufgrund von einem Mix aus Drogen und Medikamenten. Diese Zahl zeigt, dass die Suchtmittelkriminalität immer extremer wird. Die Polizisten des Landes Kärnten verbessern sich aber auch in diesem Bereich, im Vergleich zum Vorjahr konnten die Fallzahlen um zehn Prozent gesteigert werden. Dies konnte unter anderem auch durch vermehrte Kontrollen von Postsendungen erreicht werden. Ein großes Problem stellt hier aber vor allem das Darknet dar, die stark steigende Tendenz bei den Drogenbestellungen via Internet setzt sich weiter fort. Im Umlauf sind alle bekannten illegalen Drogen wie Cannabisprodukte, Kokain, Heroin und Amphetamine. Neben den vorhandenen österreichischen Tätergruppierungen traten in Kärnten unter anderem auch slowenische, aber vor allem nigerianische sowie afghanische Drogendealer in Erscheinung.

Cyber-Kriminalität

Die Cyber-Kriminalität ist, entsprechend dem allgemeinen internationalen und österreichischen Trend, gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf insgesamt 980 Anzeigen gestiegen. Da die Anzahl der Datenträger, Smartphones bzw. Tablets, immer weiter steigt und die Datenmengen somit immer größer werden, steigt der Arbeitsaufwand für die Bearbeitung der einzelnen Fälle. In diesem Bereich wird daher zunehmend Personal aufgenommen, denn es besteht der Bedarf, hier noch besser zu werden.

Geschwindigkeit Unfallursache Nummer 1

„Im vergangenen Jahr waren die Geschwindigkeiten die Unfallursache Nummer eins“, so Adolf Winkler von der Verkehrspolizei. 2018 verloren 30 Personen ihr Leben im Straßenverkehr, das sind gleich viele Verkehrstote wie 2017. Wegen Alkoholisierung im Straßenverkehr wurden 1.939 Anzeigen ausgestellt, 121 mehr als im Vorjahr. Zudem gab es 131 Führerscheindrogendelikte und somit eine Steigerung von 17 Delikten.  Insgesamt wurden 551.2279 Verwaltungsanzeigen im Verkehr ausgestellt, das sind um 11.949 Anzeigen mehr als ein Jahr zuvor, der Großteil waren die 416.585 Radaranzeigen. Etwa 29% der Unfälle geschehen, weil die Lenker abgelenkt sind. Die Erhöhung des Kontrolldruckes hat dazu geführt, dass sich die Unfallzahlen in Kärnten reduziert haben.

Personal wird laufend aufgestockt

Der Gesamtpersonalstand der Landespolizeidirektion Kärnten beläuft sich auf 2.208 Bedienstete, davon sind 1.791 im exekutiven Dienst tätig, 160 stehen aktuell in der Grundausbildung. Insgesamt sind auch 461 weibliche Bedienstete im Personalstand. Im Jahr 2018 wurde Kärnten mit 16 Zuversetzungen aus anderen Bundesländern personell verstärkt. Derzeit werden insgesamt sechs Grundausbildungslehrgänge mit Vertragsbediensteten mit Sondervertrag im BZS ausgebildet. Die ersten beiden Lehrgänge enden mit 31. Mai 2019. Führ das Jahr 2019 sind außerdem sechs weitere Grundausbildungskurse mit jeweils 28 Schülerinnen und Schülern vorgesehen.

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