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Vortrag des Schlafmediziners Dr. Boris Fugger:

Schlechter Schlaf macht krank

Villach – Wer schlecht schläft, der wird krank. Das ist längst keine Binsenweisheit mehr, sondern medizinische erwiesen, erklärt der Villacher Oberarzt Dr. Boris Fugger. Er lädt deswegen alle Interessierte am 9. Mai zu einem Vortrag ein.

 3 Minuten Lesezeit (411 Wörter)

Um zu funktionieren, braucht der Mensch Schlaf. Und zwar gesunden. Fehlt dieser, hat das Folgen. Zu wenig oder schlechter Schlaf schade unserem Körper. Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Konzentrationsstörungen, Übergewicht bis hin zu Alzheimer und Krebserkrankungen sind die Folge. So gebe es mittlerweile Studien, die den Zusammenhang von letzterem untermauern, erklärt der Schlafmediziner Dr. Boris Fugger. Laut Studien leidet jede/r 5. Österreicher/in an Schlafproblemen. Welche Einflüsse zu schlechtem Schlaf führen und wie man am nächsten Morgen ausgeruht und voller Energie in den Tag starten kann, erklärt Dr. Boris Fugger (Leiter des Schlaflabors im LKH Villach) in seinem Vortrag am 9. Mai.

Schlafprobleme, eine Volkskrankheit?

„Schlafprobleme werden sicher noch unterschätzt. ich gehe ja davon aus, dass weit mehr, etwa jeder Zweitem, früher oder später mit Schlafproblemen bzw. schlechtem Schlaf kämpft“, erklärt Fugger. Wobei es nicht leicht ist zu beantworten, wann das Problem tatsächlich zum Problem wird, meint der Mediziner. „Die Gehirnflüssigkeit ist unter Tag anders als in der Nacht. Wenn nachts nun dieser Reinigungsprozess nicht stattfinden kann, in dem die angesammelte Stoffwechselsubstanz nicht aktiv beseitigt wird, kann man Eiweißstrukturen im Gehirn feststellen, wie wir sie sonst nur bei Alzheimererkrankungen sehen.“

Schlafqualität nimmt ab

Problemfaktoren wie Lichtsmog und sogar flexiblere Arbeitszeiten beeinflussen die Qualität des Schlafs. „Die Menschen ignorieren ihr natürliches Schlafbedürfnis. Und dann wenn geschlafen werden soll ist es hell, speziell in den Städten wird es immer heller“, wart der Mediziner. Ebenfalls schlafschädigend kann sich Bildschirmarbeit auswirken. Das blaue Licht des Monitors stimuliere die Melatoninproduktion, fördert also die Vigilanz, die Wachheit. Besonders kontraproduktiv sei es deshalb, bei Durchschlagstörungen, nachts das Handy oder Tablet zur Hand zu nehmen. Zum ernstzunehmenden Probleme würde Schlaflosigkeit spätestens werden, wenn sie „chronisch“ wird, also drei Monate andauert, so Fugger.

Ohne Medikamente

Von einer medikamentösen Therapie rät der Facharzt in der Regel ab. In vielen fällen würden alternative Therapien zum Einsatz kommen. Der Leiter des Schlaflabors erklärt außerdem, dass die Schlafmedizin immer präventiv ist. „Schlafstörungen sind in der Regel gut behandelbar, man muss sie aber frühzeitig erkennen. Dadurch lassen sich dann auch die Folgeerkrankungen vermeiden“, so Fugger, der mit seinem Team im Schlaflabor jährlich um die 2.000 Patienten aus Kärnten und den umliegenden Bundesländern betreut.

Vortrag Gesunder Schlaf

Wann: Do., 9. Mai 2019, 18:30 Uhr

Wo: Volkshaus Pogöriach

St. Georgenerstraße 191

9500 Villach

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