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Kärnten Wirtschaft - Villach
v.l.: Olivier Labinet, Andreas Urschitz, Sabine Herlitschka, Peter Kaiser und Michael Wiesmüller.
v.l.: Olivier Labinet, Andreas Urschitz, Sabine Herlitschka, Peter Kaiser und Michael Wiesmüller. © 5min.at

"UltimateGaN"

Mega-Forschungsprojekt unter Infineon Leitung

Villach – Unter der Leitung von Infineon Austria fiel am heutigen Montag, dem 13. Mai, der Startschuss für das europäische Forschungsprojekt "UltimateGaN". Das Mega-Forschungsprojekt wird mit Partnern aus ganz Europa und einem Budget von 48 Millionen Euro umgesetzt und soll die Energienutzung revolutionieren.

 4 Minuten Lesezeit (520 Wörter)

26 Partner aus neun Ländern forschen in den kommenden drei Jahren an der nächsten Energiesparchip-Generation, basierend auf dem neuen Halbleitermaterial Galliumnitrid (GaN). Ziel ist es, diese Leistungshalbleiter zu global wettbewerbsfähigen Kosten für eine Vielzahl von Anwendungen bereitzustellen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und zur CO2-Reduktion. Mit einem Volumen von 48 Millionen Euro zählt UltimateGaN zu einem der größten europäischen Forschungsprojekte.

Gut für die Umwelt

Der weltweite Energiebedarf steigt. Immer mehr Anwendungen des täglichen Lebens werden digitalisiert und elektrische Fahrzeuge drängen verstärkt in den Massenmarkt. Energiesparchips aus neuen Materialien wie Galliumnitrid spielen eine entscheidende Rolle, den Strom weitaus effizienter zu wandeln als bisher. Dadurch spart man Energie und minimiert den CO2-Fußabdruck.

Blitzschnelles Streaming und Datenaustausch in Echtzeit

„Halbleiterprodukte aus Galliumnitrid revolutionieren die Energienutzung auf vielen Ebenen“, erklärt Andreas Urschitz, Leiter der Sparte Power Management & Multimarket der Infineon Technologies Austria AG. „Das Forschungsprojekt eröffnet ein enorm globales Marktpotenzial (Anmerkung: Bis 2030 bis zu drei Milliarden Euro). Es ermöglicht mehr Leistung sowie mehr Effizienz in einer Vielzahl von Anwendungen. Schnelleres Laden von Elektroautos, Datenaustausch zwischen Anlagen, Objekten und Machienen in Echtzeit, energiesparendes Einspeisen von Solarstrom ins Netz oder blitzschnelles Videostreamen werden dadurch Realität.“

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Durch „UltimateGaN“ soll Datenaustausch in Echtzeit, schnelleres Laden von Elektroautos und blitzschnelles Videostreaming Realität werden.

Durch „UltimateGaN“ soll Datenaustausch in Echtzeit, schnelleres Laden von Elektroautos und blitzschnelles Videostreaming Realität werden. - © 5min.at

„Ein neuer Meilenstein für Kärnten“

„Das internationale Forschungsprojekt, unter Leitung von Infineon Austria, ist ein neuer Meilenstein auf dem Weg des Budeslandes Kärnten unter die besten Forschungs- und Technologieregionen Europas. Mit einer Forschungsquote von 3,15 Prozent speiel wir bereits seit einigen Jahren in der Liga der Top-15 Regionen in der EU mit, unser Ziel ist das Überspringen von vier Prozent bis 2022″, erklärt Landeshauptmann Peter Kaiser.

Globale Wettbewerbsfähigkeit wird gestärkt

„Mit der Eintwicklung intelligenter Technologien leisten wir einen zentralen Beitrag zur globalen Herausforderung des Klimawandels. Neue Materialien und effiziente Chiplösungen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Mit diesem Forschungsprojekt schaffen wir die Voraussetzung, innovative Energiesparchips für viele zukunftsrelevante Alltagsanwendungen verfügbar zu machen“, sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. „Wir bündeln die Kräfte sowohl inhaltlich wie auch finanziell. Damit führen wir die strategischen Kompetenzen der besten europäischen Partner zusammen und stärken unsere globale Wettbewerbsfähigkeit aus Kärnten, Österreich und Europa heraus.“

Forschung von A bis Z

Bei der Miniaturisierung der GaN-Chips sind das kompakte, kleine Design und die komplexe Verbindungs- und Gehäusetechnik besonders herausfordernd. Es gilt, hohe Stromdichten, die Wirkung elektrischer Felder und Materialbelastungen und -stabilitäten zu beachten. Die Forschungen werden daher bei der kompletten Wertschöpfungskette stattfinden. Von der Prozessentwicklung, dem Design, Aufbau- und Verbindungstechnologien bis hin zur intergrierten Systemlösung.

Hochrangige Projektpartner in Villach

An der Auftaktveranstaltung von Infineon in Villach nahmen hochrangige Projektpartner teil. Das Förderumfeld und die Politik wurden repräsentiert durch Olivier Lambinet, Head of Administration ECSEL Joint Undertaking, Michael Wiesmüller, Abteilungsleiter Informations-, industrielle Technologien und Raumfahrt beim österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und Peter Kaiser, der Kärntner Landeshauptmann.

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