Zum Thema:

17.06.2019 - 14:20„Muss erst etwas Schlimmeres passieren, bevor gehandelt wird?“19.05.2019 - 16:17Patient musste 26 Euro für Ausdruck von neun Seiten bezahlen07.04.2019 - 20:40„Wir können den Führer nimmer lebendig machen“28.12.2018 - 19:40Gibt es dieses Silvester kein Blei­gießen mehr?
Politik
Fachgruppenobmann der Kärntner Gastronomen Stefan Sternad begrüßt die Diskussion zur Deregulierung mancher EU-Vorschriften sehr.
Fachgruppenobmann der Kärntner Gastronomen Stefan Sternad begrüßt die Diskussion zur Deregulierung mancher EU-Vorschriften sehr. © WKK/Martin Steinthaler / Pixabay

Kritik an EU-Vorschriften

Sollen Nährstoffe auf die Speisekarte?

Kärnten – Vor Kurzem kritisierte Bundeskanzler Sebastian Kurz den "Regelungswahnsinn" der Europäischen Union, besonders in der Gastronomie. Die Kärntner Gastronomen sind auf der Seite des Bundeskanzlers. Auch von einer neuen Vorschrift, Nährstoffe auf Speisekarten ausweisen zu müssen, ist die Rede. #Debatte: Was haltet ihr davon?

 3 Minuten Lesezeit (374 Wörter) | Änderung am 22.05.2019 - 08.49 Uhr

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte kurz vor der EU-Wahl klare Worte an die Verantwortlichen in Brüssel. „Statt ständig mehr Geld zu verlangen, sollte die EU aufhören, den Menschen immer mehr vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Kein Mensch braucht EU-Vorgaben für die Zubereitung von Schnitzel und Pommes“, erklärte er vergangene Woche.

Kärntner Gastronomen wollen selbst bestimmen

In der wieder aufgeflammten Debatte um EU-Vorschriften zum Bräunungsgrad von den beliebten Pommes frites meldete sich auch Kärntens Gastronomie zu Wort. Fachgruppenobmann Stefan Sternad („Pavillon“ in Velden) unterstützt die kritische Linie des Bundeskanzlers hinsichtlich einer übergroßen Regelungsdichte: „Die aktuelle Aufregung kann ich nicht nachvollziehen: Keinem Wirt muss man sagen, wie er Pommes zubereiten soll, und keinen Gast muss man davor schützen, etwas zu essen, was er nicht will. Auf diesem Niveau sollte sich die EU nicht bewegen.“

„Wir sind Erwachsene und Unternehmer“

Nachdem die Umsetzung der Allergenverordnung in Österreich schon für großen Unmut in der Branche gesorgt habe, sei es an der Zeit, der „Brüsseler Bevormundungsattitüde“ entgegenzutreten. „Wir sind in erster Linie Kärntner, aber schon aufgrund unserer Geschichte am Schnittpunkt dreier Kulturen, überzeugte Weltbürger und begeisterte Europäer. Darüber hinaus sind wir allerdings auch Erwachsene und tatkräftige Unternehmer, die sich ungern von übermotivierten Bürokraten vorschreiben lassen, wie sie ihre Betriebe zu führen haben. Da sind wir eindeutig für Eigenverantwortung und gegen Gängelung“, so Sternad.

Nährstoffe auf der Speisekarte?

Der nächste Konflikt zwischen der EU und den Gastronomen ist schon absehbar: Laut Sternad verdichten sich die Hinweise, dass die Ernährungsexperten der EU zusätzlich zu den Allergenen auch noch den Nährwert des jeweiligen Gerichts in der Speisenkarte angegeben sehen wollen. „Das Verständnis der Gastronomen hat Grenzen. Deshalb begrüße ich die aktuelle Diskussion zur Deregulierung sehr“, so der Fachgruppenobmann.

#Debatte: Was meint ihr?

Was haltet ihr von dem Thema? Hat man als Gast das Recht, bis ins kleinste Detail zu wissen, was man isst? Oder soll sich die EU nicht in Kärntner Unternehmen einmischen? Versteht ihr den Unmut der Gastronomen? Und wie stark gebräunt habt ihr eure Pommes am liebsten? 😉 Lasst es uns in den Kommentaren unter dem Facebook-Beitrag wissen!

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (32 Reaktionen) Direkt zum Beitrag auf 5min-Klagenfurt (10 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE