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Die Stute drehte wegen des Fahrzeug-Lärms durch und rammte einen Eisenbahnschweller. Der Blutverlust war enorm, am Bild befindet sich die Stute bereits in der Tierklinik.
Die Stute drehte wegen des Fahrzeug-Lärms durch und rammte einen Eisenbahnschweller. Der Blutverlust war enorm, am Bild befindet sich die Stute bereits in der Tierklinik. © KK

"Es hat ausgesehen, wie auf einem Schlachtfeld"

Pferd wegen GTI-Lärm schwer verletzt

Kletschach/Wernberg – Für die einen ist es ein gemütliches Treffen von Auto-Liebhabern, andere haben ein Problem mit dem Lärm und der starken Verkehrsbelastung. Die Rede ist natürlich vom GTI-Treffen und dessen Vortreffen. Am Samstag wurde aufgrund des Lärms sogar ein Pferd schwer verletzt. "Es hat ausgesehen, wie auf einem Schlachtfeld", schildert uns eine Leserin.

 3 Minuten Lesezeit (429 Wörter) | Änderung am 20.05.2019 - 10.36 Uhr

Bei einem Reitstall in Kletschach (Gemeinde Wernberg) wird, seit die GTI-Fans da sind, so gut wie nichtmehr geritten. „Die Gefahr für Mensch und Tier ist dabei einfach zu groß“, erzählt eine Leserin, die selbst Pferde in besagtem Reitstall hat, im Gespräch mit 5-Minuten. Der Grund: „Die Tiere erschrecken sich vor den lauten Motoren und Auspüffen der GTI“, so die Leserin.

„Abkürzung wird immer beliebter“

Neuerdings handele sich die Straße beim Reitstall in Kletschach um eine von vielen GTI-Fahrern genutzte Abkürzung nach Velden. Auf der Straße würden auch häufig illegale Rennen stattfinden. „Die Raser fahren bis zur Koppel und bremsen dann abrupt ab, schießen aus ihren Auspüffen und geben wieder Vollgas“, schildert die Leserin, die festhält: „Da drehen die Pferde natürlich durch!“ Die Motorengeräusche und das abrupte Abbremsen der Fahrzeuge führe dazu, dass sich manche Tiere erschrecken und zur Gefahr für sich selbst und ihre Reiter werden. In letzter Zeit spreche sich die abgelegene Strecke beim Reitstall auch immer mehr herum, weswegen die Anzahl an GTI-Fans von Tag zu Tag steige, so die Leserin.

Pferd drehte durch

Am Samstag, dem 18. Mai, kam es aufgrund des Lärms zu einem Unfall, bei dem ein Pferd schwer verletzt wurde. „Wieder waren die GTI-Fahrer auf der Straße unterwegs und ließen ihre Auspuffe knallen“, so die Leserin. Eine 9-jährige Stute erschrak durch den Lärm so stark, dass sie anfing wie wild um sich zu treten, durch den Zaun der Koppel galoppierte und einen Eisenbahnschweller rammte. Dieser traf das Pferd genau bei der Brust und verletzte es schwer. Durch den Tierarzt und sechs weitere Personen wurde das schwächer werdende Pferd erstversorgt. „Es hat ausgesehen, wie auf einem Schlachtfeld“, schildert die Leserin. Das Pferd hatte große Mengen Blut verloren und war zu schwach zum Gehen. Durch die schnelle Hilfe des Tierarztes konnte die Stute gerettet werden. Derzeit befindet sie sich in einer Tierklinik in Graz. „Ob sie jemals wieder ordentlich laufen beziehungsweise am Reitsport teilnehmen kann, kann derzeit noch nicht gesagt werden“, so die Leserin.

Auch erheblicher Sachschaden ist durch die wild gewordene Stute entstanden.

Polizei wird vermehrt kontrollieren

Bei der Polizei habe man das Problem schon gemeldet. Auf Anfrage von 5-Minuten bei der zuständigen Polizeiispektion wurde uns folgendes erklärt: „In den Bereichen, in denen Vorfälle wie GTI-Rennen und ähnliche Versammlungen betreffen, angezeigt werden, wird von den Streifen vermehrt kontrolliert.“ Auch ein Antrag, die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke zu minimieren, liege bereits bei der Gemeinde vor, so die Leserin.

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