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Neue Regelung

Online-Casinos profitieren durch Abschaffung des Kleinen Glücksspiels

Kärnten – Vor nun rund acht Jahren ist das Kleine Glücksspiel in Österreich Geschichte. In den Anfängen des 21. Jahrhunderts ist die Zahl der spielsüchtigen drastisch gestiegen. Damals forderten einige Parteien die Abschaffung des Kleinen Glückspiels und eine Neuregelung von Glücksspielen im Allgemeinen.

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Zu viele ÖsterreicherInnen stecken monatlich ihr Gehalt fast ihr gänzliches Gehalt in Spielautomaten und ihnen bleibt kein Geld, um sich und ihre Familie zu versorgen. Das jahrelange Spielen von Glücksspielen an Automaten oder in Casinos hat zur Folge, dass viele Familien bis zum Hals in Schulden stecken. Nach jahrelangem Streiten von Regierung und Opposition konnte man sich schließlich auf eine neue Regelung für Glücksspiele einigen, die den Konsumenten nun einen weitgehenden Schutz bieten. Außerdem werden SpielerInnen über die Risiken im Vorfeld informiert. Denn Spielsucht ist eine ernstzunehmende Krankheit. Heutzutage sind Glücksspiele und Sportwetten nur mehr in geprüften Casinos oder Wettbüros, sowie auf qualifizierten Onlineportalen, wie NetBet Sport AT möglich.

Glücksspiele haben Tradition

Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden die ersten Glücksspiele bereits etwa 3000 vor Christus erfunden. Die ersten Spiele werden darum auf ungefähr diese Zeit datiert, da man einen rund 5000 Jahre alten Würfel heutigen China fand. Der Würfel war damals aus Knochen und Elfenbein gebaut und hatte wie seine heutigen Vertreter bereits sechs Seiten. Aber nicht nur im Osten waren Glücksspiele bereits früh verbreitet. Den Würfel wie wir ihn heute kennen haben vermutlich die Ägypter vor rund 4000 Jahren erfunden. Ihr Modell hatte zu dieser Zeit nämlich bereits die uns so gut bekannten Punkte auf jeder der sechs Seiten.  Auch über die antiken Griechen weiß man aus alten Schriften, dass sie bereits Würfelspiele getätigt haben. In der römischen Antike waren Würfelspiele verhöhnt und wurde man beim Glücksspiel erwischt, wurde man bestraft. Nur den obersten Römern waren Würfelspiele und andere Glücksspiele erlaubt.

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Das Glücksspiel hat bereits eine lange Tradition.

Das Glücksspiel hat bereits eine lange Tradition. - © KK

Obwohl Würfelspiele im antiken römischen Reich verboten waren, gab es trotzdem Gesetze, die über das Gewinnen und Verlieren von Geldbeträgen bestimmten. Den Römern war es rechtlich nicht gestattet Spielschulden einzuklagen oder verlorenes Geld in einem Betrugsfall zurückzubekommen. Die Germanen handhabten dieses etwas anders. Auch bei ihnen war das Glücksspiel lange Zeit illegal. Aus diesem Grund durfte man Spielschulden sowohl einklagen als auch Verlust zurückfordern. Zwischenzeitlich wurden Glücksspiele immer wieder erlaubt und kurz darauf, beispielsweise von Geistlichen im Mittelalter, auch wieder verboten. Dieses Hin und her zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und auch heute ist man sich über die Handhabung mit Glücksspielen nicht ganz einig. Dies spiegelt sich im Verbot des Kleinen Glücksspiels vor wenigen Jahren wider.

Mehr Umsatz für Casinos dank der Abschaffung

Da die klassischen Automatenspielhallen seit der Abschaffung alle zugemacht haben, weichen viele Spielfreudige nun auf die großen Casinos aus. Die Casino Austria AG konnte in allen ihrer zwölf Standorte in den letzten Jahren ein Umsatzplus von bis zu 20 Prozent bemerken. Gerade die Casinos in Wien und Bregenz erleben einen großen Zulauf. Das Casino Bregenz hat nämlich neben den ausweichenden ÖsterreicherInnen zusätzlich noch einen enormen Andrang von Deutsch, Schweizern und Liechtensteinern vorzuzeigen. Vor allem der Ansturm an die legalen Spielautomaten in Casinos ist fast um ein Drittel gestiegen. Und die Zahl an Spielautomaten wird weiter ansteigen- Denn das Potential von 5000 WinWin-Geräten österreichweit ist noch lange nicht ausgeschöpft.

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