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Aktuell - Villach
© Andreas Kavalirek

Haus von "Yulia die Partyköchin" brannte ab:

Versicherung will seit zwei Jahren nicht zahlen

Köstenberg – Am 15. Februar 2017 stand das Wohnhaus von Andreas Kavalirek und Yulia Haybäck, die das Eventcatering "Yulia die Partyköchin" führt, komplett in Flammen. Nach über zwei Jahren weigert sich ihre Feuerversicherung, die VAV Versicherung, immer noch die Gesamtschadensumme zu bezahlen.

 3 Minuten Lesezeit (461 Wörter) | Änderung am 23.05.2019 - 12.22 Uhr

Vor über zwei Jahren brannte das Wohnhauses von Andreas Kavalirek und Yulia Haybäck komplett nieder. Glücklicherweise war das Pärchen zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause und wurde nicht verletzt. Für die beiden war es ein riesen Schock. „Von einem auf den anderen Tag wurde unser Leben auf den Kopf gestellt. Wir hatten so gut wie nichts mehr. Alle Habseligkeiten fielen den Flammen zum Opfer“, erinnert sich Haybäck.

Die Zeit nach dem Brand

Für die Inhaberin des Event Caterings „Yulia die Partyköchin und ihren Partner war es war eine sehr anstrengende Zeit. „Zuerst die Behördenwege, dann die Angebote von den Handwerkern einholen, sich um die Planung des Wiederaufbaues kümmern, schauen, wo man die nächsten Monate unterkommt, das Notwendigste für das Leben besorgen und „nebenbei“ auch noch eine Firma führen“, beschreibt Haybäck ihre damalige Situation. Nach dem Brand dachten sie noch, dass sie bis zum Sommer wieder in ihr Haus ziehen könnten. Doch sie wurden eines Besseren belehrt, denn die Zusage der VAV Versicherung, dass der Schaden auch wirklich bezahlt wird, hat lange 4,5 Monate gedauert. Und selbst jetzt, über zwei Jahre später, ist noch nicht die gesamte Summe von der Versicherung ausbezahlt worden.

Nach und nach wieder aufgebaut

„Nach der langen psychisch sehr anstrengenden Zeit bis zur Deckungszusage der Versicherung haben wir uns in den Wiederaufbau gestürzt“ erzählt Haybäck. „In den ersten Monaten haben wir gefühlte 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche gearbeitet, um das Haus zumindest so fertig zu bekommen, um wieder einziehen zu können“, beschreibt die Partyköchin. Mit vereinten Kräften haben sie es geschafft, dass vor Weihnachten 2017 das Erdgeschoss wieder bewohnbar war, das restliche Haus glich noch einer kompletten Baustelle. „Kein zu Hause, keinen Rückzugsort zu haben, war eine der schlimmsten Erfahrungen“, so Kavalirek.

Versicherung will nicht zahlen

„Was aber am meisten an den Nerven gezehrt hat und noch immer zerrt, ist, dass die Versicherung sich bei vielen Details querstellt und niemand weiß warum“, erläutert Haybäck. Nachdem sie einen eigenen Sachverständigen und Spezialisten mit der Schadensabwicklung beauftragt hatten, wurde bereits im September 2017 eine Gesamtschadensumme festgestellt und schriftlich zugesagt, die bis heute von der VAV Versicherung noch nicht komplett ausgezahlt wurde. „Die Handwerker warten auf das versprochene Geld und wir können nichts tun, außer über alle Möglichkeiten Druck auf die Versicherung auszuüben“, so Kavalirek. „Das zerrt sehr an den Nerven und kostet uns viel Energie, die wir lieber in den Wiederaufbau stecken möchten. Es kann nicht wahr sein, wie die VAV Versicherung nach dem existenzbedrohenden Schaden mit uns umspringt (und vermutlich mit vielen anderen auch)! Wir können nach über zwei Jahren schon fast nicht mehr!“

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