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Politik
Landesrat Sebastian Schuschnig möchte den  Reformplan Kärnten 2020+ bis Ende des Jahres 2020 finalisieren
Landesrat Sebastian Schuschnig möchte den Reformplan Kärnten 2020+ bis Ende des Jahres 2020 finalisieren © LPD Kärnten/Bauer

Regierungssitzung

LR Schuschnig will Öffentlichen Verkehr in Kärnten reformieren

Kärnten – ein Debüt als Landesrat nutzte Sebastian Schuschnig in der Regierungssitzung heute, Dienstag, um das Thema Mobilität auf den Tisch zu bringen. Es sei für ihn ein Zukunftsreferat mit enormem Entwicklungspotenzial.

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„Es ist unbestritten, dass Entwicklungen beispielsweise in der Demographie unseres Landes starke Veränderungen im Bereich der Mobilität mit sich bringen werden“, so Schuschnig. Er fuhr fort: „Umso wichtiger erschien es mir, gleich zu Beginn meiner Amtszeit notwendige Schritte zu setzen, um heute bereits den ‚Reformplan 2020+‘ beschließen zu können.“ Mit voller Kraft sollen die Strukturen des Öffentlichen Verkehrs in Kärnten auf neue Beine gestellt werden. Der Mobilitätsmasterplan Kärnten sei hierfür Grundlage. „Nur wenn es uns gelingt, die Menschen für den öffentlichen Verkehr zu begeistern werden wir die Klimaschutzziele umsetzen können. Außerdem ist der Öffentliche Verkehr ein wichtiger Standortfaktor für Kärnten“, so Schuschnig. Der heutige Regierungsbeschluss gebe den Startschuss dafür. „Ich möchte eine mutige und konsequente Reform. Ziel ist es, Kärntens Mobilität so zu entwickeln, dass sie eine echte Alternative ist. Es muss Vorteile haben und attraktiv sein, vom Auto auf Öffis umzusteigen“, so Schuschnig.

Wichtige Zielsetzungen

Dazu starte er noch vor dem Sommer eine Reformgruppe gemeinsam mit allen Stakeholdern und den Verkehrsunternehmen, um die Strukturen des Öffentlichen Verkehrs in Kärnten zu durchlüften. „Wichtigste Zielsetzung ist dabei das Angebot zu evaluieren, die Tarife neu zu denken, den Ticketkauf zu digitalisieren und den Auftritt des Öffentlichen Verkehrs einheitlich optisch zu bündeln“, so Schuschnig. Die Reformgruppe werde sich daher prioritär dem gesamten Verkehrsangebot – und der Planung, dem bestehenden Tarifsystem, Kärntens Infrastruktur und auch dem Vertrieb widmen. Weiters von der Reformgruppe evaluiert werden solle der Service und die Struktur sowie Nachhaltigkeit und Umweltschutz. „Wir brauchen spürbar bessere Angebote für Pendler, Schüler und Senioren. Nur wenn wir Menschen für den Öffentlichen Verkehr gewinnen, erhöhen den Modal Split“, so Schuschnig.

Öffentlicher Verkehr wichtig internationalen Bewerb

Mobilität sei weiters für viele Bereiche ein wesentlicher Erfolgsfaktor und entscheidend. „Ein attraktiver Öffentlicher Verkehr ist nicht nur klimapolitisch nachhaltig, sondern auch wesentlicher Standortfaktor für Betriebsansiedelungen, für den internationalen Wettbewerb und auch für unser Tourismus Land Kärnten“, so Schuschnig. Finalisiert werden soll der Reformplan Kärnten 2020+ bis Ende des Jahres 2020. „Bis dahin werde ich regelmäßig und gemeinsam mit den Stakeholdern über die Entwicklungen des Prozesses informieren. Ich möchte keine Denkverbote, sondern ein konstruktives Zusammenarbeiten aller Beteiligten für mehr Innovation und Fortschritt in Kärntens Mobilität“, so Schuschnig.

Kärnten hat großen Aufholbedarf

Auch von FPÖ-Landesparteiobmann Klubobmann Mag. Gernot Darmann gab es auf die angekündigte Einsetzung einer Reformgruppe bereits eine erste Reaktion: „Der Druck von Seiten der Freiheitlichen durch entsprechende Initiativen im Kärntner Landtag scheint endlich zu greifen. Seit Monaten predigen wir bereits, dass die Kärntner Öffi-Preise viel zu hoch und Bus- und Bahnverbindungen zu verbessern sind.“ In Tirol zahle man für eine Jahreskarte 499 Euro, in Kärnten unfassbare 2.705 Euro. Tiroler Senioren würden leistbare 255 Euro für ein Jahresticket ausgeben, während sich viele Kärntner Senioren eine Jahreskarte um 1.352 Euro nicht leisten können, erinnert der FPÖ-Chef. Kärnten habe daher großen Aufholbedarf.

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