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Leute - Villach
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Tisal spricht über seine Schulden:

Tisal: „Ich musste es aus der Zeitung erfahren“

Villach – Zuerst der Flüchtlings-Sager und der darauf folgende Rausschmiss beim ORF, dann „nur“ der 11. Listenplatz bei der EU Wahl, wo er für die FPÖ antritt, und nun auch noch pleite. Der Villacher Manfred Tisal hat es wirklich nicht einfach. Besonders schockiert war er jedoch über das Gericht: „Ich musste über die Medien erfahren, dass mein Antrag zur Ratenrückzahlung abgelehnt wurde“, so Tisal gegenüber 5 Minuten.

 3 Minuten Lesezeit (398 Wörter) | Änderung am 22.05.2019 - 22.06 Uhr

„Wer das ganze Leben lang ein Narr war, braucht auch im Alter nicht normal zu werden“, lautet das Motto des Kärntner Manfred Tisal. Sein Leben ist wohl wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Erst am vergangenen Wochenende wurde in diversen Medien bekannt, dass er verschuldet ist. Gegenüber 5 Minuten hat er nun dazu Stellung bezogen.

„Ja, ich bin verschuldet“

Daraus möchte der ehemalige „EU-Bauer“ gar kein Geheimnis machen. Im Interview mit 5 Minuten spricht Tisal von Schulden in der Höhe von 15.000 bis 20.000 Euro. Diese zahlt er jedoch bereits seit Jahren zurück. Aufgrund eines Antrages des Villachers wurde ein erneutes Urteil am vergangenen Freitag gesprochen. Am Wochenende musste Tisal durch eine Tageszeitung erfahren, dass der Antrag abgelehnt wurde. Er selbst hat erst am Montagvormittag den Gerichtsbescheid bekommen. Erbost fragt er sich nun: „Wo ist denn hier der Datenschutz? Wo habe ich eine Möglichkeit, mich zu wehren?“ Für ihn ist es befremdlich, das Urteil aus der Zeitung erfahren zu müssen. Selbst über Kärntens Grenzen hinaus wurde in den Medien davon berichtet. „Was geht einen Wiener an, wenn eine Privatperson in Konkurs geht?“, fragt sich Tisal entsetzt.

„Die Stadt Villach steht nicht mehr hinter mir“

Auch von der Stadt Villach hätte sich Tisal etwas mehr Unterstützung erhofft. Besonders weh tut ihm, dass die Stadt in keinster Weise hinter ihm steht, obwohl er 28 Jahre den Namen Villach durch ganz Österreich getragen habe. Vor etwa vier Jahren habe man ihm noch das Goldene Kulturehrenzeichen der Stadt Villach verliehen. Aufgrund der jüngsten Ereignisse überlegt er nun, dieses zurückzugeben.

„Ich bin einer, der den Mund aufmacht!“

Trotz erneuter Niederlage nimmt der Pensionist sein Leben, wie es kommt. Für ihn ist vor allem der Rückhalt seiner Familie wichtig. Auf die Berichte der Medien oder den „Shitstorm“ im Internet gibt er nicht viel. „Ich bin einer, der den Mund aufmacht und sagt, was er denkt. Ich bleibe meiner Linie treu“, betont der Villacher. Auch weiterhin tritt er fast täglich als Kabarettist auf. Eine Rückkehr zum Villacher Fasching komme für ihn zurzeit jedoch nicht infrage. Der Kontakt zu den Akteuren sei komplett abgebrochen. Die Entwicklung des Villacher Faschings gefällt ihm persönlich nicht, auch wenn es ihm leidtut, denn er hängt immer noch an der Veranstaltung. „Noch heute werde ich EU-Bauer von den Leuten genannt“, erklärt Tisal abschließend.

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