Zum Thema:

24.08.2019 - 21:38Heftige Un­wetter: Kameraden im Ein­satz24.08.2019 - 19:21Drei Stunden Wartezeit vor Karawanken Tunnel24.08.2019 - 17:24Bald kannst du in Villach Gemüse aus der „Ackerbox“ genießen24.08.2019 - 16:16Unbekannte beschädigten Gebäude mit Graffiti und Steinen
Politik
Die Wahllokale in Österreich sind seit 17 Uhr geschlossen. Offizielle Resultate gibt es jedoch erst ab 23 Uhr.
Die Wahllokale in Österreich sind seit 17 Uhr geschlossen. Offizielle Resultate gibt es jedoch erst ab 23 Uhr. © 5min.at

Offizielle Ergebnisse ab 23 Uhr!

EU-Wahl: Erste Prognose zeigt ÖVP vorne

Villach-Klagenfurt – Mit großer Spannung werden die ersten offiziellen Ergebnisse der EU-Wahl erwartet. Nach dem Ibiza-Skandal wird die heutige Wahl von vielen als Test für die angekündigten Neuwahlen in Österreich gesehen.  Die letzten Wahllokale in Österreich sind bereits geschlossen. Offizielle Ergebnisse gibt es aber erst ab 23 Uhr. Erste Trends zeigen ein deutliches Plus für die ÖVP. Bei SPÖ und FPÖ zeichnen sich eine leichte Verschlechterung ab.

 3 Minuten Lesezeit (448 Wörter) | Änderung am 27.05.2019 - 16.34 Uhr

Am heutigen Sonntag, dem 26. Mai, wurde in Österreich gewählt. Seit etwa 8 Uhr waren alle Wahllokale in Kärnten geöffnet. Gewählt wurden die 19 Politikerinnen und Politiker, die Österreich im Europäischen Parlament vertreten werden. Bis 17 Uhr konnten alle Wahlberechtigten in Österreich ihre Stimme abgeben. Erste Ergebnisse zur Wahl werden jedoch erst ab 23 Uhr veröffentlicht. Aufgrund einer Vorgabe der EU-Kommission dürfen erste Resultate erst nach dem Ende des EU-weiten Wahlschlusses präsentiert werden.

ÖVP bei Trendprognose vorne

Erste Informationen und Prognosen zu einem möglichen Wahlausgang gibt es trotzdem schon. Insgesamt 5.200 Wähler wurden im Auftrag von APA, ORF und ATV befragt. Die Ergebnisse wurde zu einer Trendprognose zusammengefasst, die einen Ausblick auf ein wahrscheinliches Wahlergebnis geben soll. Laut einer ersten solchen Analyse haben die Österreicherinnen und Österreicher wie folgt gewählt:

Ergebnisse Trendprognose

ÖVP: 34,5 % (2014: 26,98%)
SPÖ: 23,5 % (2014: 24,09%)
FPÖ: 17,5% (2014: 19,72%)
GRÜNE: 13,5 % (2014: 14,52%)
NEOS: 8 % (2014: 8,14%)

Schwankungsbreite: 2,5%

Die Resultate der Trendprognose können sich im Laufe des Abends noch ändern.

ÖVP profitiert von Polit-Turbulenzen

Nach den turbulenten letzten Wochen konnte die ÖVP am heutigen Wahltag wohl die meisten neuen Stimmen für sich gewinnen. Die FPÖ verliert, laut Prognosen, leicht an Wählerstimmen. Ebenso bleibt die SPÖ hinter ihren Erwartungen zurück und verlor etwas. Für die NEOS bleibt alles beim Alten, denn sie dürften mit 8 % weiterhin im Europäischen Parlament vertreten sein. Die Grünen verloren zwar im Vergleich zur EU-Wahl vor fünf Jahren etwas, konnten sich den Einzug ins Parlament aber deutlich sichern und haben somit Grund zum Jubeln. 1 Europa (Liste Jetzt) zieht laut der Umfrage nicht ins EU-Parlament ein und kommt auf 2 %. Genaue Zahlen für die Bundesländer gibt es erst ab 23 Uhr.

Hohe Wahlbeteiligung wahrscheinlich

Wohl wegen der politischen Unruhe im Vorfeld der EU-Wahl, war die Wahlbeteiligung der Österreicherinnen und Österreicher heute besonders hoch. Polit-Beobachter sprechen sogar von knapp 60 %, was eine enorme Steigerung zu den 45,4 % im Jahr 2014 wäre.

LH Kaiser: „Schmerzhaft und schwer nachvollziehbar“

Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser reagierte bereits auf die erste Prognose der heutigen EU-Wahl. Er sucht die Schuld beim Ibiza-Skandal und spricht von einem „schmerzhaften und schwer nachvollziehbarem“ Wahlergebnis. In einer Presseaussendung kritisieren er und SPÖ-Landesgeschäftsführer Andreas Sucher den Wahlkampf der ÖVP und FPÖ. Beide Parteien hätten der Bevölkerung erfolgreich etwas vorgegaukelt, das eigentlich gar nicht zur Wahl stand: Die EU-Wahl sei zu einer vorgezogenen Nationalratswahl umgedeutet und hochstilisiert worden, heißt es dort. Doch auch die eigene Partei wird analysiert. „Die SPÖ hat dem strategisch und kommunikativ leider nichts Vergleichbares entgegenzusetzen gehabt. Das muss sich schleunigst ändern, damit wir im Wahlkampf für die Nationalratswahl im Herbst inhaltlich und strategisch konkurrenzfähig sind“, so Kaiser und Sucher.

 

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (45 Reaktionen) Direkt zum Beitrag auf 5min-Klagenfurt (32 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE