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Die 3ten Klassen der Volksschule Nötsch zu Besuch auf dem Magdalensberg
Die 3ten Klassen der Volksschule Nötsch zu Besuch auf dem Magdalensberg © Jasmine Ampferthaler-Dorfer, LMK

Fund auf dem Magdalensberg

Schüler der Volksschule Nötsch findet Fibel aus der Römerzeit

Magdalensberg – Es ist noch kühl auf dem Berg. Die Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klasse der Naturparkpartnerschule des Naturparks Dobratsch erlernen nach ihrer Führung durch die antike Stadt auf dem Magdalensberg die „edle Kunst der kleinen Steine“, sprich das Mosaiklegen nach historischem Vorbild.

 1 Minuten Lesezeit (208 Wörter) | Änderung am 27.05.2019 - 18.12 Uhr

Ein Bub hatte es bei dem Ausflug besonders eilig. Luca, der bis dato Geologe werden wollte, stellt sein Mosaik in Windeseile fertig, um am Parkgelände noch nach Steinen zu suchen. Und plötzlich findet er eine gut erhaltene Fibel.

Aus dem 1. Jahrhundert nach Christus

„Die Fibel wurde aus Bronze gegossen und gehört zu den Doppelknopffibeln des Typs Almgren 236c.“ Univ.-Doz. Dr. Heimo Dolenz (Leiter der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie und Feldforschung am Landesmuseum Kärnten) und Mag. Desiree Ebner-Baur, die sich vor Ort im Archäologischen Park befinden haben das Objekt schnell klassifiziert, denn Gewandschließen unterliegen Modetrends und können daher zeitlich präzise eingeordnet werden. Das vorliegende Stück datiert ins 1. Drittel des 1. Jahrhundert nach Christus.

 

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Luca mit seinem Fund einer antiken Bronzefibel. - © Daniel Mešnik

Bislang nur 40 Stück gefunden

In der Stadt auf dem Magdalensberg wurden bis heute knapp 40 Stück dieses Typs gefunden. Aufgrund gefundener Gussformen und Halbfabrikate wissen wir, dass dieser Fibeltyp im Werkstättenviertel in der Stadt auf dem Magdalensberg produziert wurde. Das Landesmuseum Kärnten möchte sich nochmals bei dem jungen Finder bedanken, dessen Berufswunsch sich nun möglicherweise um ein weiteres Betätigungsfeld erweitert haben könnte.

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