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Leute - Klagenfurt
Die Studentin Laura Gentile lässt sich von gemeinen Kommentaren nicht runterziehen
Die Studentin Laura Gentile lässt sich von gemeinen Kommentaren nicht runterziehen © KK

Wer macht so etwas?

Frau beschimpfte mich mit „Luder – du bist gar nicht behindert“

Klagenfurt – Die Klagenfurterin Laura Gentile sitzt im Rollstuhl und strahlt pure Lebensfreude aus. Wer sie kennt, weiß, die Studentin sprüht vor Energie und Stärke. Trotzdem postete sie gestern eine Begegnung, die zum Nachdenken anregt und einen fassungslos zurück lässt. Vorurteile nehmen manchmal extreme Ausmaße an. 

 2 Minuten Lesezeit (246 Wörter) | Änderung am 28.05.2019 - 17.59 Uhr

Eine Frau sprach sie in der Nähe des Alten Platz mit „Bist du ein Luder“ an. Laura sagt gegenüber 5 Minuten: „Zuerst dachte ich mir gar nichts dabei, jedoch sprach die Frau mich und meine Assistentin etwas später nochmals ähnlich an. „Sie hat außerdem noch hinzugefügt dass ich doch sicher nur im Rollstuhl sitze, um nicht arbeiten zu müssen.“ Da die Dame ganz normal wirkte, dachte sich Laura, „na gut, die hat vielleicht einfach einen schlechten Tag.“

Bewusstsein schaffen

Auch wenn es verletzend ist, lässt sich die junge Studentin, die an einer Muskelschwäche leidet, nie unterkriegen. Trotzdem machte sie die Begegnung auf Facebook publik, um ein Bewusstsein für die Frage „Wie sieht denn ein Mensch mit Behinderung aus?“ zu schaffen. Unglaublich, was einem vorgeworfen werden kann, wenn man im Rollstuhl sitzt. Sie erklärt: „Ich lasse so etwas kaum nahe an mich heran. Aber jemand anders verbringt vielleicht Tage weinend zu Hause.“ Deshalb war es der jungen Frau wichtig, ihr Erlebnis mit anderen zu teilen.

„Man wird öfter komisch angesprochen“

Ob sie so etwas öfter erlebt? „So extrem eher nicht. Aber komisch angesprochen wird man schon manchmal.“ So wollen ihr Prediger in der Stadt auch manchmal erklären, wie sie wieder gesund werden könnte. Unglaublich, was man so erlebt, wenn man beeinträchtigt ist. „Mir ist einfach wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man nicht jede Beeinträchtigung gleich erkennen kann und nicht vorverurteilen sollte!“

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