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Leute - Villach
In den letzten Tagen ist der Wasserpegel immer weiter gestiegen.
In den letzten Tagen ist der Wasserpegel immer weiter gestiegen. © 5min.at

"Das Problem ist das Schmelzwasser"

Hoher Wasser­pegel: Drau­schiff­fahrt in Alarm­bereit­schaft

Villach – Traumhaftes Wetter begleitete uns durch die letzte Woche. Die Villacher und Villacherinnen konnten Temperaturen von bis zu 30 Grad genießen. Nicht ein Regentropfen fiel vom Himmel. Trotzdem stieg der Wasserpegel der Drau immer weiter an. Vor allem für den Unternehmer Josef Nageler von der Drauschifffahrt bedeutet dies ständige Alarmbereitschaft. 

 2 Minuten Lesezeit (306 Wörter)

Einige von euch haben bestimmt schon bemerkt, dass der Wasserpegel der Drau mit jedem Tag weiter ansteigt. Aktuell führt der Fluss zwischen 340 und 400 Kubik Wasser. Und das, obwohl es in den letzten Tagen nicht einen Tropfen geregnet hat. „Das Problem ist das Schmelzwasser von den Bergen“, erklärt der Betreiber der Drauschifffahrt, Josef Nageler, gegenüber 5 Minuten. Über die Wildbäche rinnt das Schmelzwasser in die Möll oder die Gail und von dort aus weiter in die Drau.

Schifffahrtsunternehmen in Alarmbereitschaft

Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bedeutet dies ständige Alarmbereitschaft. „Die Situation ist sehr angespannt“, erklärt Nageler. Bereits das geringste Gewitter in Oberkärnten könnte den Wasserpegel in Villach weiter in die Höhe treiben. „Wir sind bereits an der Grenze. Wenn es so weiter geht, müssen wir unsere Schiffe zurück in den Hafen bringen“, betont der Unternehmer. Zwei Kapitäne sind zu jeder Tages- und Nachtzeit in Alarmbereitschaft. Sollte eine Warnung vom Verbund kommen, so bleiben nur zwei Stunden, um die Boote in den sicheren Hafen zu lenken.

„Das ist normal für diese Jahreszeit“

Für den erfahrenen Mannschaftsführer ist der hohe Wasserpegel allerdings nichts Neues. „Zu dieser Jahreszeit ist das immer so“, beruhigt Nageler. Die sogenannte Schmelzwasserperiode findet jedes Jahr zwischen Mitte Mai bis Ende Juni statt. Eine Pegelabsenkung durch den Verbund-Kraftwerk Villach wird es deshalb aber wahrscheinlich nicht geben. „Das ist nur der Fall, wenn massive Regenfälle angesagt werden“, so der Unternehmer. Dieser ist mit dem Saisonstart zufrieden: Obwohl der Mai verregnet waren, konnte das Team der Drausschifffahrt über die Feiertage ein gutes Geschäft erzielen. Ob dieses auch weiterhin so toll läuft, hängt laut Nageler vom Wasserstand ab.

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„Zu dieser Jahreszeit ist das immer so“, beruhigt Nageler.

„Zu dieser Jahreszeit ist das immer so“, beruhigt Nageler. - © 5min.at

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