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Leute - Klagenfurt
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Haustiere am Arbeitsplatz:

Tierische Gärtnerei: Zwei Grau­papa­geien treiben´s bunt

Klagenfurt – In unserer Serie "Haustiere am Arbeitsplatz" können wir diesmal von zwei außergewöhnlichen Tieren berichten, die sich in der seit 60 Jahren bestehenden Gärtnerei Wukoutz sehr wohl fühlen. Nicht nur die schönen Orchideen und andere farbenprächtige Blumen begeistern die Kunden, sondern auch zwei Graupapageien, die im Betrieb für manch lustiges Erlebnis sorgen. Doch die zwei Papageien sind nicht die einzigen Tiere in der Gärtnerei. Wir haben mit Eva-Maria Wukoutz über ihre tierischen Mitbewohner gesprochen.

 5 Minuten Lesezeit (681 Wörter) | Änderung am 12.06.2019 - 09.26 Uhr

Manch Kunde wundert sich, wenn er mit einem „Servus“ begrüßt wird, doch keine Verkäuferin im Geschäft bemerkbar ist. Diese freundliche Unterhaltung führt dann nämlich Graupapagei Willi, der der gesprächigere der beiden Vögel ist. „Ich bin mit Graupapageien groß geworden. Wir haben schon immer welche gehabt“, erzählt uns Inhaberin Eva-Maria Wukoutz. Insgesamt hatte Familie Wukoutz bereits sechs Papageien in ihrem Blumengeschäft.

Jeder Vogel hat Charakter

Willi wohnt seit acht Jahren bei Blumen Wukoutz, ist ein Schmusevogel und braucht viel Aufmerksamkeit. „Er fordert seine Streicheleinheiten mit pfeifen ein“, schmunzelt Wukoutz. Willi wurde nach seinem früheren Besitzer benannt. Der zweite Graupapagei Temperle ist zurückhaltend und schüchtern. Seinen Namen verdankt der Vogel dem gleichnamigen Gasthaus, an dem die Familie vorbei gekommen ist, als sie den Vogel vom Vogelpark Turnersee vor fünf Jahren abgeholt hat. „Graupapageien sind sehr wählerisch bei ihren Partnern und es ist gar nicht so einfach einen zweiten Vogel zu finden, der akzeptiert wird“, erklärt uns Wukoutz. „Es ist jedoch sehr wichtig und gesetzlich verankert die Graupapageien mindestens zu zweit zu halten, sonst vereinsamen sie“, weiß die Tierliebhaberin.

Flatter und Geschnatter

Die Papageien halten sich die meiste Zeit im Geschäft auf und sorgen dort für ordentlich Wirbel. Neben Flugmanövern muss man bei Blumen Wukoutz mit Papageiengeplapper rechnen. Die Vögel suchen sich ihre Bezugspersonen selbst aus und möchten nicht von jedem gestreichelt werden. „Da kann es schon mal passieren, dass sich der Vogel wehrt, wenn ihm ein Kunde zu nahe kommt“, beschreibt Wukoutz. Temperle hat sich bei seinem gefiederten Freund, einem Gelbhaubenkakadu, am Turnersee eine lustige Geste abgeschaut. „Er kann Pfote geben“, erzählt uns Wukoutz und führt uns sogleich das kleine Kunststück mit dem Papagei vor. Willi ist der aufgewecktere Vogel und zerbeißt auch mal Kabel oder Blumengestecke. „Langweilig wird es bei uns nie“, lächelt die Blumenfachfrau.

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Der Graupapagei Temperle gibt Pfote, wenn man ihm den Finger hinhält.

Der Graupapagei Temperle gibt Pfote, wenn man ihm den Finger hinhält. - © 5min

„Sie fliegen auf Topfentorte“

Abends geht’s für die zwei Graupapageien in den Käfig, wo sie ihre Nacht verbringen. „Wenn sie mal gar keine Lust haben in ihren Käfig zu gehen, locken wir sie mit Topfentorte in ihr Schlafgemach“, grinst Wukoutz. Dabei ist den Vögeln egal, wer in welchem Gehege zu Bett geht. „Temperle sucht sich meist den Käfig mit mehr Futter aus. Er ist der Verfressenere“, erfahren wir.

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Zwei Käfige dienen abends als Schlafplatz.

Zwei Käfige dienen abends als Schlafplatz. - © 5min

Tierischer Laden

Zwischen Blumen und Pflanzen finden sich noch weitere Tiere im hinteren Bereich der Gärtnerei. Begrüßt werden wir von den beiden Hunden Poppo und Monti, die eifrig auf uns zuspringen und spielen möchten.

Der Kindergarten des Blumengeschäfts beherbergt einige kleine Breitrandschildkröten und junge große Landschildkröten, die sich in einem Gehege in der Wiese aufhalten dürfen.

Die erwachsenen vier großen Landschildkröten krabbeln zwischen zwei Glashäusern frei herum. „Die jungen Schildkröten sind noch zu klein und könnten beim Rasenmähen übersehen werden, deswegen haben wir sie in einem eigenen Gehege“, erklärt uns Wukoutz.

Die Blumenexpertin führt mich weiter zu einem kleinen Teich mit drei Wasserschildkröten, die sich jedoch nur ganz kurz zeigen.

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Scheue Tiere: Zwischen den Holzbalken kann man den Kopf einer Wasserschildkröte erkennen.

Scheue Tiere: Zwischen den Holzbalken kann man den Kopf einer Wasserschildkröte erkennen. - © 5min

Beim Verlassen der Glashäuser kommen wir noch an einem Käfig mit kleineren Vögeln vorbei und Katze Pinkie schleicht zwischen unsere Füße umher. Am Weg nach draußen schwirrt noch eine große schwarze Holzbiene an uns vorbei, die sich den süßen Nektar der vielen Blumen holt. Ein tierischer Gärtnereibetrieb!

Haustiere am Arbeitsplatz

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