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Klimaschutzbewegung

„Fridays for Future“ Demo findet erneut statt

Villach – "Fridays for future" heißt die Bewegung, die sich die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden zum Vorbild genommen hat. Dabei wird gestreikt, um auf die anbahnende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen. Am 14. Juni findet erneut die Demo durch Villach statt. 

 4 Minuten Lesezeit (510 Wörter) | Änderung am 11.06.2019 - 12.40 Uhr

„Wir brauchen euch alle! Und zwar dringend! Der Klimawandel wartet nicht auf euch – er geschieht einfach. Denn nach aktuellen Studien, ist das Aussterben der Menscheit ein realistisches Szenario, wenn wir die Klimakrise nicht rechtzeitig lösen. Dafür haben wir noch ca. 10 Jahre Zeit, bevor es zum ökologischen Kollaps kommt. Also los, steht mit uns auf – kämpfen wir zusammen für unsere Zukunft. Alleine können wir nichts verändern. Zusammen sind wir stark. Wir SIND die Veränderung, die wir uns wünschen„, lädt die Klimaschutzinitiative „Fridays for future“ in einer aktuellen Presseaussendung ein. Viele junge Villacherinnen und Villacher folgten bereits am 12. April dem Aufruf zum Schulstreik für eine bessere Zukunft. Am kommenden Freitag, dem 14. Juni, ist ein weiterer Streik in Villach geplant. Dieses Mal findet die Demo nicht während der Schulzeit statt, sondern am Nachmittag ab 14 Uhr.

Demo durch die Stadt

Geplant ist eine Runde durch Villach sowie Musik- und Redebeiträge vor und nach dem Zug durch die Stadt. Mit dabei ist diesmal ein Sondergast: Shane Ó Fearghail Music & The Host werden kommen, um live zu spielen und die Demo musikalisch zu unterstützen. Die Route verläuft diesmal vom Rathausplatz über den Hauptplatz hinunter, durch die Gerbergasse und über die Freihausgasse wieder zurück zur Schlusskundgebung vor dem Rathaus.

Video von der „Fridays for future“-Demo am 15. März

 

Ausrufung des Klimanotstandes

Fridays For Future Villach fordert außerdem die Ausrufung des Klimanotstandes durch alle Fraktionen in der nächsten Gemeinderatssitzung. „Wir fordern, dass die Gemeinde Villach sofort, effizient und konsequent handelt, damit die drohende Klimakatastrophe noch abgewendet werden kann“, verkündet die Klimabewegung in einer weiteren Presseaussendung.

Fridays for Future Forderungen im Detail“

  • Der Villacher Gemeinderat erklärt den Klimanotstand und beschließt damit, die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität wahrzunehmen. Der Gemeinderat wird verpflichtet, rasch Gegenmaßnahmen zum Beschluss vorzulegen, welche den Ausstoß von Treibhausgasen nachweislich und massiv verringern (Netto-Null-Emissionen bis 2030 auf Bundesebene), den Menschen Alternativen zum fossilen Energiesystem anbieten und die Aufheizung der Stadt deutlich reduzieren.
  • Der Gemeinderat wird alle bestehenden und neuen Gesetze, Verordnungen bzw. Aktivitäten der Stadt Villach auf die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit überprüfen und, wo immer notwendig, diese Regelungen so anpassen, dass sie die Ursachen der Klimakrise und deren Folgen abschwächen.
  • Der Gemeinderat orientiert sich bei zukünftigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise an den Berichten des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) und „Austrian Panel on Climate Change“ (APCC). Dies gilt insbesondere in Bezug auf Raumordnung, Raumplanung, Verkehrsplanung, Energieversorgung und Investitionen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.
  • Der Gemeinderat fordert den Nationalrat und die Bundesregierung auf, den Klimanotstand auf nationaler Ebene zu erklären und die Bevölkerung Österreichs umfassend über die Klimakrise, ihre Ursachen und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen, welche gegen die Klimakrise ergriffen werden, zu informieren.
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