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Politik - Villach
Veränderungen innerhalb der Villacher SPÖ
Veränderungen innerhalb der Villacher SPÖ © Simone Attisani

Knalleffekt bei der SPÖ:

Villach bekommt neue Vize­bürger­meisterin

Villach – Paukenschlag bei den Villacher Roten: Villachs Bürgermeister und Stadtparteiobmann Günther Albel hat mit der Villacher SPÖ eine wichtige personelle Entscheidung für die bevorstehende Nationalratswahl Ende September 2019 und die Zeit danach getroffen. "Die derzeitige Vizebürgermeisterin Mag.a Dr.in Petra Oberrauner kandidiert für einen Parlamentssitz. Das wurde gestern im Stadtparteivorstand und Bezirksparteivorstand Villach einstimmig beschlossen," heißt es in einer Aussendung der Villacher SPÖ.

 6 Minuten Lesezeit (762 Wörter) | Änderung am 12.06.2019 - 11.21 Uhr

Die bisherige Nationalratsabgeordnete Irene Hochstetter-Lackner zieht an Stelle von Oberrauner in die Stadtregierung ein. Damit verbunden soll es ab Herbst auch zu einer Neuaufteilung innerhalb der SP-Ressorts kommen: Irene Hochstetter-Lackner soll sich unter anderem um Bildung, Sicherheit, Technologie und Klima/Energie kümmern. Die Wirtschaftsagenden wandern in den Kompetenzbereich von Bürgermeister Günther Albel.

Entscheidungen stärken Villach

„Petra Oberrauner hat als Vizebürgermeisterin unglaublich viel für die Wirtschaftsentwicklung in Villach bewegt. Das Pop-Up-Store Förderkonzept, neue Betriebsansiedelungen, die Umsetzung des One-Stop-Shop Konzeptes und vieles mehr, sind von ihr ins Leben gerufen worden. Ihr Wechsel in den Nationalrat ist ein ganz wichtiger Schritt für Villach. Mich freut es, dass im neugewählten Parlament gerade ihre Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaft und europäische Entwicklung vertreten sein können und sie eine starke Stimme für Villach sein wird. Petra Oberrauner wird aber auch die vielen wichtigen Projekte für Villach – wie das Kasernenprojekt, die Wiedereinführung der wichtigen Aktion 20.000 und die Wiederöffnung der Polizeistation am Hauptbahnhof, die die derzeitige Nationalrätin Irene Hochstetter-Lackner begonnen hat, weiter im Nationalrat vorantreiben und dafür kämpfen. Davon können wir in Villach nur profitieren. Andererseits bin ich auch sehr froh, dass Irene Hochstetter-Lackner zukünftig unsere Stadtregierung verstärken wird. Ihre politischen Schwerpunkte im Bereich Bildung, Sicherheit und Klimaschutz zählen zu den zentralen Zukunftsthemen“, hält Bürgermeister Günther Albel in der Aussendung fest.

„Ich freue mich, dass wir mit Petra Oberrauner, eine starke Frau mit viel Know-How als Spitzenkandidatin für unseren Wahlkreis Villach nominiert haben. Das wurde gestern in allen SPÖ Entscheidungs-Gremien einstimmig beschlossen“, meinte auch Bezirksparteivorsitzender Landtagspräsident Ing. Reinhart Rohr.

Oberrauner: „Ich arbeite in Wien für Villach“

Mit Petra Oberrauner soll Villach weiterhin über eine „kompetente und starke Stimme im österreichischen Nationalrat verfügen“, heißt es. Die dynamische Entwicklung, die Villach in der jüngsten Vergangenheit genommen hat, sei Vorbild für viele andere Städte in Österreich. „Ich arbeite zwar in Zukunft öfter als bisher in Wien, aber vor allem arbeite ich für Villach. Die Herausforderungen, die sich durch den digitalen Wandel für den Arbeitsmarkt, die Infrastruktur, die Bildung und vor allem für die notwendigen Standortqualitäten, die international relevant sind, ergeben, benötigen ein viel höheres Augenmerk als in der Vergangenheit. Von meiner Parlamentsarbeit soll Villach in vielfacher Hinsicht profitieren“, verspricht Oberrauner.

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Mag.a Dr.in Petra Oberrauner geht als Wahlkreisspitzenkandidatin für die Draustadt in die Nationalratswahl

Mag.a Dr.in Petra Oberrauner geht als Wahlkreisspitzenkandidatin für die Draustadt in die Nationalratswahl - © 5min.at

Hochstetter-Lackner will Standpunkte der ArbeitnehmerInnen stärker einbringen

Irene Hochstetter-Lackner sei der Wechsel in die Villacher Stadtpolitik eine große Herzensangelegenheit. Ab Herbst wird sie sich vor allem um Bildungs-, Sicherheits-, Technologie- und Klimaschutzangelegenheiten im Villacher Stadtsenat kümmern. „Mir ist es ein Anliegen, die Standpunkte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch stärker in die Politik einzubringen. Wir haben leider in den letzten eineinhalb Jahren erleben müssen, dass die Stimme der Beschäftigten für die türkis-blaue Regierung wenig bis gar nichts gezählt hat. Ich habe das sachliche Gesprächsklima zu allen politischen Fraktionen offengehalten und so werde ich es auch in Villach halten. Das Zuhören steht für mich in der Politik vor dem Ankündigen“, so Hochstetter-Lackner.

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Irene Hochstetter-Lackner wird neue Vizebürgermeisterin

Irene Hochstetter-Lackner wird neue Vizebürgermeisterin - © KK

„Direkter Kontakt zu den Menschen wichtig!“

Irene Hochstetter-Lackner wird wie auch bisher ihre Aufgaben in der Villacher Bezirksstelle der AK wahrnehmen: „Mir ist der direkte Kontakt zu den Menschen wichtig, weil ich ihre Standpunkte in meine politische Arbeit einfließen lasse. So habe ich das als Nationalrätin gehalten und das werde ich auch so als Vizebürgermeisterin beibehalten. Politik für die Menschen braucht Verlässlichkeit und Erdung.“ Trotz der bestehenden Regelung wird Hochstetter-Lackner freiwillig einen Teil ihrer Einkünfte als AK-Teilzeitangestellte für einen Sozialfonds stiften. Günther Albel dazu: „Ich finde es gut, wenn Politiker nicht nur von der Politik leben. Ich habe bereits 2015 eine Lösung für den Fall gefordert, dass jemand Einkünfte neben der politischen Aufgabe aus selbständiger oder unselbständiger Tätigkeit bezieht. Leider fehlt eine solche Regelung nach wie vor. Aber Irene Hochstetter-Lackner hat von sich aus diesen Vorschlag eingebracht und ich unterstütze das voll und ganz.“ Abschließend bezeichnete Bürgermeister Günther Albel die getroffenen Personalentscheidungen als ein klares Zeichen für die gute Aufstellung der SPÖ-Villach. „Wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, dass wir über ein so gutes Team mit so breit gefächerten Kompetenzen verfügen.“

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