Zum Thema:

22.08.2019 - 07:29KAC beendet Pre-Season ungeschlagen22.08.2019 - 07:03Einbruch: Lieferwagen und Pakete durchwühlt21.08.2019 - 21:48„Jetzt schneid i um die Staudn“ – BZÖ Protestaktion21.08.2019 - 18:45Denkmal­geschützte Stein­mauer mit Graffiti be­sprüht
Leute - Klagenfurt
Bei der Ausstellung in der ehemaligen Kegelbahn wird auf die Geschichte der Liegenschaft eingegangen und Zukunftsvisionen werden vorgestellt.
Bei der Ausstellung in der ehemaligen Kegelbahn wird auf die Geschichte der Liegenschaft eingegangen und Zukunftsvisionen werden vorgestellt. © Helga Rader/KK

Why not KULTUR-WERK-RAUM

Eine leerstehende Kegel­bahn wird zum Begegnungs­ort

Klagenfurt – Wie kann innerstädtischer Leerstand zu neuem Leben erblühen? Wie kann etwas scheinbar Wertloses in etwas gesellschaftlich Wertvolles verwandelt werden? Antworten auf diese Fragen versucht der gemeinnützige Verein „Why not KULTUR-WERK-RAUM“ zu geben, der seit einem Jahr eine leerstehende Kegelbahn im Stadtteil Waidmannsdorf in Klagenfurt mit zahlreichen Aktivitäten bespielt. Bis Ende Juni läuft in der leerstehenden Kegelbahn eine Ausstellung über die besondere Geschichte der Liegenschaft und ihre mögliche Zukunft als Stadtteilzentrum.

 4 Minuten Lesezeit (582 Wörter)

Etwas versteckt hinter dem Gasthaus Fassl an der Ecke Waidmannsdorferstraße und Siebenhügelstraße liegt die einstige Kegelbahn, die vom Verein Why not KULTUR-WERK-RAUM in vielen freiwilligen Stunden als Begegnungsort und „Reallabor“ aktiviert wurde. Unterstützung erhielten die Helfer unter anderen von den Vereinen VOBIS und Der.Raum sowie von Studierenden und ihren Betreuern des Architekturlehrgangs der Fachhochschule Kärnten in Spittal. Sie planten räumliche Visionen für die Liegenschaft, griffen in einem „Design Build Prozess“ selbst zu Säge und Hammer und bauten flexible Holztrennwände ein. Dadurch entstand ein einzigartiger anpassbarer „KULTUR-WERK-RAUM“, der für Upcycling Holz- und Textilwerkstätten dienen soll und den Rahmen für die Ausstellung bildet, die bereits am 24. Mai 2019 als Programmpunkt der Architekturtage feierlich eröffnet wurde.

Hochrangige Gäste zu Gast im KULTUR-WERK-RAUM

Bei der Vernissage gab es Begrüßungsworte und Ansprachen von Ruth Feistritzer als Abgeordnete zum Kärntner Landtag, von Astrid Malle als Leiterin des Büros für Frauen, Chancengleichheit, Generationen des Magistrats Klagenfurt sowie von der Geschäftsführerin Raffaela Lackner des Architektur Hauses Kärnten. Die Tätigkeiten des Vereins Why not KULTUR-WERK-RAUM und die Ausstellung und handelnden Personen stellte Mitgründerin und Architektin Gordana Brandner-Gruber vor. Den Impulsvortrag über „Sozialräumliche Living-Labs an der Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur, Bildung und Integration“ hielt Professorin Karin Harather von der Technischen Universität Wien, die ihre Projekte „displaced“ und „Place of Importance“ vorstellte. Kennenlernen und Austauschen erfolgte im Anschluss in zahlreichen Gesprächen bei einem kleinen Büffet.

Ausstellung: Ein Blick auf die Geschichte und Zukunft

Die 15 Plakate der Ausstellung zeigen die besondere Geschichte der Liegenschaft und ihre schlummernden räumlichen Potenziale. So geht der Vulgoname „Holzleger“ auf die Ursprünge des historischen Waidmannsdorf zurück. Bis hierher reichte ein einstiger Seitenarm der Sattnitz, auf dem Holz transportiert und abgelagert wurde. Weitere Nutzungen waren ein Gasthaus mit einer Steinbierbrauerei oder das Rotlichtetablissement „Why not“, das erst vor fünf Jahren schloss. Auch die einjährige Bespielung als „why not Reallabor“ mit seinen integrativ-sozialen Aktivitäten wie gemeinsames Herrichten, Feiern oder Kegeln wird vorgestellt. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Gastbeitrag der Historikerin Renate Jernej über die Geschichte der Sattnitz und durch die Videoreihe „Begegnungsorte“ über sozial pulsierende Orte und gelebte Nachbarschaft der Künstlergruppe XcentricArts.

Begegnungsraum für viele

Die große Vision des „why not“-Teams ist es die Liegenschaft in ein Begegnungszentrum mit kleinteiliger Nutzung für viele, eine so genannte “Immovielie” zu verwandeln. Mitten im Stadtbezirk Waidmannsdorf in Klagenfurt am Wörthersee gelegen, wäre das die logische Fortsetzung der Stadtentwicklung rund um das 2012 fertig gestellt Urbaneum, einem Gebäudekomplex mit Büroflächen, Geschäftsräumen und Wohnungen. Außerdem sind in direkter Nachbarschaft mehr als 300 neue Wohnungen geplant und auch schon im Entstehen.

Die Ausstellung kann innerhalb der Öffnungszeiten, während der Tanzworkshops und eines Picknicks oder auf Anfrage besucht werden.

Öffnungszeiten der Ausstellung und weitere Termine:

Öffnungszeiten:

Donnerstag, 13. Juni / Dienstag, 18. Juni / Donnerstag, 27. Juni je von 15 bis 18 Uhr / Freitag, 14. Juni & 21. Juni je von 10 bis 13 Uhr

Why not – Ausstellungspicknick:

Freitag, 28. Juni von 10 bis 13 Uhr

Schau dir den KULTUR-WERK-RAUM an, koche und esse mit. Alle Interessierten können beim Picknick  mehr über die Ausstellung erfahren.

Why not – Tanzworkshops „5 Uhr TisGo“:
Sonntag, 16. Juni & 30. Juni (Finissage Ausstellung) ab 17 Uhr

Als Anspielung auf den „5 Uhr Tee“ einander begegnen, Körpersprache nutzen, kulturelle Vielfalt leben, Tanz entfalten und gemeinsam auftreten im Stadtteil Waidmannsdorf unter der erfahrenen Leitung von Tanzpädagogin Klaudia Ahrer.

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema: Direkt zum Beitrag auf 5min-Klagenfurt (4 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE