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Wirtschaft - Klagenfurt
(v.l.) Schulleiter BR Ing. Klaus Tschabuschnig, Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Rudolf Robin und Innendienstleiter OBR Oskar Grabner
(v.l.) Schulleiter BR Ing. Klaus Tschabuschnig, Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Rudolf Robin und Innendienstleiter OBR Oskar Grabner © Landesfeuerwehrverband Kärnten

150-Jahr-Jubiläum

Modernisierte Landes­feuerwehrschule eröffnet

Klagenfurt – Viele verschiedene Uniformen, aber vor allem die blauen der Freiwilligen Feuerwehren, waren heute, Samstag, in der Klagenfurter Rosenegger Straße zu sehen. Dort feierten das Land Kärnten und der Kärntner Landesfeuerwehrverband die Eröffnung der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) 3.0 sowie der sanierten und modernisierten Landesfeuerwehrschule.

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Eingebettet war der Festakt in das stolze 150-Jahr-Jubiläum des Landesfeuerwehrverbandes. Neben den vielen Ehrengästen aus Kärnten, den anderen Bundesländern, Slowenien, Kroatien und Friaul-Julisch Venetien gratulierten seitens der Kärntner Landesregierung LHStv.in Gaby Schaunig und Feuerwehrreferent Landesrat Daniel Fellner.

„Große Dinge baut man mit Herz“

Fellner hob seine „Liebe zur Feuerwehr“ hervor. Trotz der ständigen technischen Weiterentwicklung und den sich ändernden Herausforderungen habe die Feuerwehr etwas Beständiges und lebe ihre Werte, meinte der Landesrat. Mit viel Emotion sprach er auch über die LAWZ 3.0 und die neue Feuerwehrschule: „Hier wurde nicht nur mit Beton, Glas und Stein gebaut. Große Dinge baut man mit Herz – und das spürt man hier gewaltig.“ Neben den vielen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der Einsatzorganisationen bat er darum, auch an jene zu denken, die Notrufe entgegennehmen, und an jene, die die Retter ausbilden. Dem Landesfeuerwehrverband übergab Fellner gemeinsam mit den anderen anwesenden politischen Vertretern ein Fahnenband. Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin sagte, dass sich die Feuerwehr zu einem multifunktionalen Dienstleister in sicherheitstechnischen Belangen entwickelt habe. Trotzdem stehe immer der Mensch im Mittelpunkt. Robin betonte, dass Freiwilligkeit und Ehrenamt nicht zur Selbstverständlichkeit verkommen dürfen, und appellierte für mehr Eigenverantwortung in der Gesellschaft.

Das ist die LAWZ 3.0

Die LAWZ 3.0 stellten der Katastrophenschutzbeauftragte des Landes, Markus Hudobnik, und Oskar Grabner vom Landesfeuerwehrverband gemeinsam vor. Grabner sagte, dass die erste Landesalarm- und Warnzentrale zu Beginn der 1990er-Jahre ihren Betrieb aufnahm, die zweite LAWZ mit den Bezirksalarm- und Warnzentralen (BAWZ) im Jahr 2001. Laut Hudobnik wurden in den letzten 18 Jahren 350.000 Einsätze über die LAWZ abgewickelt. Mit der LAWZ 3.0 bekomme Kärnten einen Leitstellenverbund aus der LAWZ Klagenfurt mit Redundanz in der Hauptfeuerwache Villach und in der Berufsfeuerwehr Klagenfurt. 9,1 Mio. Euro würden die Investitionskosten betragen. Die acht BAWZ bleiben bestehen. „Wir haben hier ein Höchstmaß an Ausfallssicherheit“, betonte Hudobnik und erklärte, dass auch das direkt an die LAWZ anschließende Krisen- und Katastrophenschutzzentrum des Landes auf den neuesten Stand gebracht wurde. Mit den Steuermitteln sei man nachhaltig und sparsam umgegangen. „Für die Bevölkerung erreichen wir trotzdem ein Maximum an Sicherheit“, so Hudobnik.

Jährlich 5.000 Lehrgangsbesucher

Über die 1984 eröffnete und nunmehr modernisierte Landesfeuerwehrschule sprach deren Leiter Klaus Tschabuschnig. Laut ihm finden die jährlich rund 5.000 Lehrgangsbesucher aus dem In- und Ausland ein Gästehaus sowie neue Lernräume vor, die „alle Stückeln“ spielen und u.a. mit Smartboards ausgerüstet sind. Die Landesfeuerwehrschule wurde zudem im Rahmen des Staatspreises Unternehmensqualität & Business Excellence mit 5-Sternen (5*), das ist die höchst mögliche Stufe, nach dem Europäischen Qualitätsmodell (EFQM) ausgezeichnet. Beim heutigen Festakt gratulierte daher auch Infineon-Vorstand Oliver Heinrich als Vertreter der European Foundation for Quality Management.

Symbolischer Schlüssel wurde überreicht

Gesegnet wurden die LAWZ 3.0 und die Landesfeuerwehrschule von Superintendent Manfred Sauer und Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger. Architekt Gerhard Kopeinig stellte das, auch von Nachhaltigkeit geprägte, Bauprojekt vor. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Militärmusik Kärnten. Moderator Arnulf Prasch begrüßte u.a. die Landtagspräsidenten Jakob Strauß und Josef Lobnig, Feuerwehrkurat Harald Truskaller, Albert Kern vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Wolfgang Rauchegger von der Landespolizeidirektion und Zivilschutzverbandspräsident Rudolf Schober. Die symbolischen Schlüssel für die LAWZ 3.0 und die Landesfeuerwehrschule wurden von einem Altkameraden, einem Mädchen der Jugendfeuerwehr, einer Feuerwehrfrau und einem Feuerwehrmann zur Übergabe hereingebracht.

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