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Der 5-Jährige wurde von einem Fisch attackiert.
Der 5-Jährige wurde von einem Fisch attackiert. © Leserin/Pixabay

Beim Baden im Silbersee:

Rätsel um ver­meintliche Fisch­attacke

Silbersee – Heute, am 16. Juni 2019, meldete sich eine 5 Minuten Leserin bei uns: Mein 5-jähriger Sohn wurde von einem Fisch attackiert", erzählt die geschockte Mutter. Der Vorfall soll sich am Freitagnachmittag beim Baden im Silbersee ereignet haben.

 3 Minuten Lesezeit (466 Wörter) | Änderung am 16.06.2019 - 18.53 Uhr

Es sollte eigentlich ein gemütlicher Nachmittag am Silbersee werden. Doch aus der chilligen Auszeit wurde ein Albtraum für jede Mutter. „Mein 5-jähriger Sohn wurde beim Baden von einem Fisch attackiert“, erzählt Leserin Irena gegenüber 5 Minuten Villach. Sie ist noch immer geschockt von dem Vorfall. Der Fisch hat den 5-Jährigen vermeintlich in die Hand gebissen oder mit einer Flosse aufgeschlitzt. „Er lief gerade ins Wasser, als er auf einmal ganz laut zu schreien anfing“, so Irena. Der Fisch habe sich laut der Mutter neben dem Jungen im Wasser hin und her geworfen.

„Alles war voller Blut“

„Wir sind zum Erste-Hilfe-Kasten gelaufen“, erzählt Irena weiter. Dort wurde der Junge von einem hinzugekommen Helfer und seiner Mutter erstversorgt. „Es war schrecklich.  Alles war voller Blut“, schildert die 5 Minuten Leserin. Diese fuhr mit ihrem Sohn sofort in die Notaufnahme des LKH Villach. Dort musste die Hand des 5-Jährigen genäht werden. Mehrere Stiche waren nötig, um die Wunde des Jungen zu versorgen.

„Die Angst ist zu groß“

„Heute waren wir zu einer Nachuntersuchung dort“, erklärt uns die Mutter. Dem 5-Jährigen geht es dem Umständen entsprechend gut. Am Freitag werden die Nähte gezogen. Trotzdem ist für Irena klar: „Wir werden nicht mehr zum Silbersee baden gehen. Dazu ist die Angst zu groß!“

„Ein Fisch beißt nur aus Notwehr“

Die Einsatzstelle der Wasserrettung Villach beruhigt jedoch: „Wir hatten in den letzten Jahren keine einzige Erste-Hilfe-Leistung wegen einer Fischattacke am Silbersee oder am Villacher Teil des Ossiacher Sees“, erklärt man uns auf Nachfrage. „Wenn ein Fisch wirklich zubeißt, dann nur aus Notwehr, weil er einen Tritt abbekommen hat.“ Auch unter dem Facebook-Posting der Mutter wird bereits diskutiert, ob der Fisch den Jungen tatsächlich attackiert hat. Die Wasserrettung weist zudem darauf hin, dass auch mit der Schwanenfamilie nicht zu spaßen ist. „Wenn man den Jungen zu nahe kommt, kann es natürlich passieren, dass sie von den Eltern verteidigt werden.“

„Wenn ein Kind ins Wasser läuft, sucht jeder Fisch das Weite“

Auch der Verein „Sportfischerei-Villach“ hat sich nun zu Wort gemeldet. Sie bestätigen was die Wasserrettung bereits gesagt hat: „Fische greifen nicht vorsätzlich Menschen an.“ Sie erklären jedoch: „Es kann allerdings vorkommen, dass ein Hecht oder Waller die Gliedmaßen mit kleineren Beutefischen verwechselt und aus diesem Grund zubeißt.“ Die Fischexperten schlagen vor Wasserschuhe zu tragen, wenn man Angst vor Fischbissen hat. Dass der Junge tatsächlich von einem Fisch angegriffen wurde, glauben die Experten nicht. „Wenn ein Kind ins Wasser läuft, sucht jeder Fisch das Weite.“ Zudem ergänzen sie: Auch die Wunde sei viel zu groß. „Bei einem Hecht sind es maximal zwei bis drei Zähne, die einen Abdruck hinterlassen hätten“, erklären die Fischer.

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