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Politik - Kärnten
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Dr. Martin C. Spendel wurde Nachfolger:

Ethik-Kommission des Landes Kärnten hat neuen Vorsitzenden

Kärnten – Die Ethik-Kommission des Landes Kärnten hat einen neuen Vorsitzenden: Der Erste Oberarzt an der Neurochirurgischen Abteilung des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee, Dr. Martin C. Spendel, wurde in dieser Funktion zum Nachfolger des Nuklearmediziners Univ.-Doz. Dr. Hans Jürgen Gallowitsch gewählt.

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Die Ethik-Kommission des Landes Kärnten befasst sich mit der Beurteilung klinischer Prüfungen von Arzneimitteln und Medizinprodukten, der Beurteilung der Anwendung neuer medizinischer Methoden sowie mit der Beurteilung von Pflegeforschungsprojekten und der Anwendung neuer Pflege- und Behandlungskonzepte. Ihr neuer Vorsitzender Spendel fasst all diese Aufgaben in einem Satz zusammen: „Die Ethik-Kommission ist dann am Zug, wenn irgendetwas mit dem Patienten gemacht wird.“

Rechte und Sicherheit gewährleisten

Die Kernkompetenz der Ethik-Kommission besteht jedoch darin, die Teilnehmer an diversen Studien zu schützen, das heißt, ihre Rechte und Sicherheit zu gewährleisten und für ihr Wohlergehen („well-being“) zu sorgen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf vulnerable Personengruppen (Behinderte Menschen, Kinder, etc.) gerichtet. Die Ethik-Kommission ist auch ein qualitätssicherndes Element, weil sie im Peer-Review-Verfahren – Qualitätssicherung einer Arbeit durch unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet – prüft, ob eine Studie Hand und Fuß hat.

Keine Einflussnahme von außen

Der österreichweit renommierte Chirurg Spendel will sich in seiner Funktion vor allem dafür einsetzen, dass die Unabhängigkeit und Weisungsfreiheit des Gremiums im Sinne der Patientinnen und Patienten gewährlistet bleibt. Spendel will jedenfalls mit aller Kraft dafür eintreten, dass es keine Einflussnahme von außen auf die Tätigkeit der Kommission geben wird. So sei es schon vorgekommen, dass der Ethik-Kommission nahegelegt wurde, Studien, die möglicherweise teure Therapien nach sich ziehen würden, nicht zu genehmigen. Spendel: „Das ist völlig inakzeptabel und wird von mir mit aller Vehemenz zurückgewiesen. Die Ethik-Kommission hat – bei allem Verständnis für gesundheitsökonomische Fragen – ausschließlich medizinisch-ethische Aspekte zu berücksichtigen!“

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