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Wirtschaft - Villach
© Karin Wenig

Wiederaufbau und Modernisierung in vollem Gange

Nach Großbrand: Feierliche Wieder­eröffnung von 3M

Villach – Rund ein Jahr nach dem verheerenden Brand läuft die Produktion von Schleifmitteln im 3M Werk in Villach nun auch wieder vollständig für keramische Schleifprodukte. Investiert wurde vor allem in hochmoderne Fertigungsanlagen, neue Technologien sowie höchste Sicherheitsstandards. Im Rahmen der „3M Abrasive Technology Days“ am 24. und 25. Juni wurde unter anderem das neue Ofenhaus gemeinsam mit Kunden und Kollegen aus aller Welt offiziell eingeweiht.

 4 Minuten Lesezeit (491 Wörter) | Änderung am 24.06.2019 - 15.03 Uhr

Die Nachricht im März 2018 war ein großer Schock für ganz Villach: Die Produktionshalle von 3M Stand lichterloh in Flammen, die große Teile der Infrastruktur zerstörten, hunderte Feuerwehrleute bekämpften den Brand stundenlang. 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragten sich, wie es denn nun mit dem Betrieb weitergeht. Schließlich die erlösende Nachricht: Der Standort in Villach bleibt!

29 Mio. Euro werden investiert

Heute, Montag, feierte 3M, übrigens eines der fünf größten Unternehmen in Villach, die Wiedereröffnung erster neu errichteter Werksteile im Kreise der Belegschaft und zahlreicher Kundenvertreterinnen und -vertreter. Insgesamt investiert 3M 29 Millionen Euro in das Werk in Villach, das Geld fließt aber nicht nur in den Wiederaufbau, sondern auch in neue Innovationen. So werden in Summe fünf Millionen Euro in den Ausbau der Automatisierung der Produktionsanlage investiert, gleichzeitig entsteht ein neues Produktionsgebäude. „Unser Standort in Villach ist sowohl produktionstechnisch als auch in puncto Sicherheit und Energieeffizienz für die Zukunft optimal gerüstet. Mein Dank gilt unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und den Mitarbeitern für ihren überragenden Einsatz“, so Werksleiter Jens Milde.

Neues Produktionsgebäude in Planung

Darüber hinaus wird bis 2020 sukzessive die Infrastruktur mit Energieversorgung, Heizung, Druckluft und Brandschutz auf den neuesten Stand der Technik gebracht, außerdem soll bis dahin auch die Errichtung eines neuen Produktionsgebäude abgeschlossen sein. Und man arbeitet derzeit gemeinsam mit lokalen Energieversorgern an einem Energierückgewinnungskonzept, mit der überschüssige Wärme wieder in das Fernwärmenetz der Region abgegeben werden kann.

„3M ist ein äußerst wichtiger Partner, weit über Industriebereich hinaus“

Auch Villachs Bürgermeister Günther Albel zieht zur Wiedereröffnung positive Bilanz. „3M hat sich am Standort Villach extrem gut entwickelt, der Brand war natürlich zunächst ein großer Schock. Umso wichtiger war es, dass rasch die Entscheidung erfolgte, dass der Standort erhalten bleibt. Die Stadt Villach hat 3M mit aller Kraft in dieser herausfordernden Zeit behördlich unterstützt. Das Unternehmen ist ein wichtiger Partner für die Stadt weit über den Industriebereich hinaus. Die Stadt Villach arbeitet mit 3M in zahlreichen Projekten zusammen, so zum Beispiel in der Stadtentwicklung und bei der Umsetzung des Verkehrskonzeptes. Als Bürgermeister der Stadt Villach freut es mich sehr, dass das Unternehmen mit seinem weltweit gefragten Know-How in Villach erhalten bleibt. Ich bin überzeugt, dass die Entwicklung auch weiterhin eine äußerst positive sein wird“, verkündete Albel in einer Presseaussendung.

Über 3M

Der Multitechnologiekonzern 3M wurde 1902 in Minnesota, USA, gegründet und zählt heute zu den innovativsten Unternehmen weltweit. 3M ist mit 93.000 Mitarbeitern in 200 Ländern vertreten und erzielte 2018 einen Umsatz von 33 Mrd. US-Dollar. Grundlage für seine Innovationskraft ist die vielfältige Nutzung von 46 eigenen Technologieplattformen. Heute umfasst das Portfolio mehr als 55.000 verschiedene Produkte für fast jeden Lebensbereich. 3M hält über 25.000 Patente und macht rund ein Drittel seines Umsatzes mit Produkten, die weniger als fünf Jahre auf dem Markt sind.

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