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Leute - Klagenfurt
© Pixabay/rawpixel

Präsentation am 6. Juli

Eigenes „Pfahlbaubier“ für Keutschach

Keutschach – Die Gemeinde Keutschach am See bekommt jetzt ihr eigenes Bier, das "Keutschacher Pfahlbaubier". Damit soll daran erinnert werden, dass vor rund 6000 Jahren Menschen auf einer Insel im Keutschacher See gesiedelt hatten und die Überreste dieser Pfahlbauten Teil des UNESCO-Welterbes sind. "Gekürt“"wird das Pfahlbaubier beim Keutschacher Dorffest am Samstag, dem 6. Juli, wobei eine 150-köpfige Jury die Entscheidung trifft.

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„Wir wollen über das Keutschacher Pfahlbaubier den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie allen Gästen unserer Gemeinde das Leben und Wirken der Menschen aus der Jungsteinzeit näherbringen“, erklärt Bürgermeister Karl Dovjak die „bierige“ Aktion. Man sei stolz, auf eine so lange kulturhistorische Tradition zurückblicken zu können. Das Bier sei zu hundert Prozent ein regionales Produkt, ebenso wie die eigens angefertigten Bierdeckel und die nach dem Vorbild der am Grunde des Sees gefundenen jungsteinzeitlichen Tongefäße hergestellten Trinkkrüge. Dovjak: „All dies zusammen soll Identität, Regionalität und historische Information vermitteln.“

Bier ist bei den ansässigen Gastronomen erhältlich

Das „Keutschacher Pfahlbaubier“ wird bei den im Gemeindegebiet ansässigen Gastronomen ausgeschenkt werden. Die Preise für das Hopfengetränk werden den handelsüblichen angepasst. An allen Orten, wo das Bier konsumiert werden kann, wird es Gastro-Ständer geben, auf welchen die Konsumenten kurz und prägnant über die Zeit vor 6000 Jahren in und um Keutschach informiert werden. Launige Informationen werden auch auf den Bierdeckeln zu finden sein, und zwar auf der Oberseite jeweils eine Frage und auf der Unterseite die dazu passende Antwort. So heißt es etwa: „Tranken die Pfahlbaumenschen schon Bier?“ – „Ziemlich sicher, und zwar leichte Biere aus Einkorn, Emmer (Weizen), Gerste, Kräutern und wilder Hefe. Na dann, Prost!“

Eine der treibenden Kräfte bei der Verwirklichung des „Keutschacher Pfahlbaubieres“ ist Dr. Lieselore Meyer, Site Managerin des Kuratoriums Pfahlbauten in Kärnten. Sie sieht darin „eine spannende Möglichkeit, um über die Zeit vor 6000 Jahren und das UNESCO-Welterbe ins Gespräch zu kommen“. Denn nur über das Gespräch könne es gelingen, Bewusstsein und Identität zu schaffen und den Menschen ihr Welterbe bewusst zu machen.

20. Keutschacher Dorffest

Das nunmehr 20. Keutschacher Dorffest am 6. Juli im Schlosspark mit Beginn um 16 Uhr wird also nicht nur vielfältige Unterhaltung für Groß und Klein – Kulturprogramm, Live-Musik, Ponyreiten, Kinderschminken, mobiler Streichelzoo, Glückshafen – bringen, sondern auch viel Spannung, wenn ab 19.30 Uhr für 150 Probanden je vier Biersorten zur Verkostung bereit stehen, aus denen in geheimer Wahl das „Keutschacher Pfahlbaubier“ erkoren wird. Dieses wird man dann etwa drei Wochen später in Flaschen mit speziellem Aufkleber in den Gastronomiebetrieben bestellen können. Keutschach am See wird also künftig nicht nur über den weltweit höchsten Holz-Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel, ein UNESCO-Welterbe inmitten seines Sees und über eine eigene Währung, den „Rübentaler“, verfügen, sondern mit dem „Pfahlbaubier“ auch über ein gemeindeeigenes Hopfengetränk.

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