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Aktuell - Villach
© KK

Jugendliche:

Die Polizei warnt vor dieser gefährlichen Mutprobe

Villach – Villach, 6 Uhr Früh mit fröhlichem Vogelgezwitscher vor traumhafter Sonnenaufgangs-Kulisse. Ein Video, das unscheinbar beginnt. Eine Runde von Menschen an der Drau, die einfach Spaß miteinander haben. So scheint es nämlich im ersten Moment. Aber dann wird schnell klar, was da eigentlich gefilmt wird: Eine gefährliche Mutprobe, die schnell bitter ernst werden kann.

 3 Minuten Lesezeit (420 Wörter) | Änderung am 01.07.2019 - 20.14 Uhr

„Wenn i nit aufakum, ruafts die Bullen an.“ Daraufhin folgt: „Spring! Spring! Hehehe!“ und einige Sekunden vergehen. Plötzlich wird klar, ein junger Mensch klettert auf das Geländer der Draubrücke, wartet das vorbei fahrende Auto ab, nimmt Schwung und springt. Das Video ist aktuell, das erkennt man an den angebrachten Fahnen. Es sind die selben im Video, wie die Fahnen, die wir heute dort fotografiert haben.

Virales Video per What´s App

Leider konnte der Ursprung des Videos nicht mehr rekonstruiert werden. Es verbreitet sich jedoch rasend schnell über What´s App. Wir von 5 Minuten konnten nur herausfinden, dass es sich um eine gängige Mutprobe in Villach handelt, die immer wieder vor kommt. Bei diesem Video war kein Einsatz der Rettungskräfte nötig, so viel wurde uns verraten. Die Drau ist derzeit unberechenbar, denn sie  führt einen sehr hohen Pegel-Stand (wir berichteten) und auch viel Unrat mit sich.

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Die Drau ist derzeit besonders hoch. Man kann nicht sehen, was sich unter dem Wasser verbirgt. 

Die Drau ist derzeit besonders hoch. Man kann nicht sehen, was sich unter dem Wasser verbirgt.  - © 5min

„Ihr spielt mit eurem Leben“

Wie gefährlich diese Mutprobe jedoch ist, beschreibt Helmut Weissensteiner, Einsatzleiter der Österreichischen Wasserrettung (Standort Sattendorf), im Gespräch mit 5 Minuten Villach: „Die größte Gefahr verbirgt sich dort, wo man keine oder schlechte Sicht hat und nicht wahrnehmen kann, was unter dem Wasser ist. Das Springen aus dieser Höhe ist eine Überschätzung seiner eigenen Selbstkenntnis und es besteht definitiv Lebensgefahr. Springen aus dieser Höhe kann bei einem Aufprall am Rücken, sogar dazu führen, dass einem die Luft weg bleibt. Man kann sich dann schwer selbst aus dieser Situation befreien.“ Er appelliert an die jungen Menschen, diese Mutproben auf keinen Fall mehr durchzuführen und warnt eindringlich: „Wer von der Draubrücke springt, bringt sich in Lebensgefahr!“

Polizei: „Immer wieder Einsätze“

Von der Polizeiinspektion Hauptplatz wurde uns mitgeteilt, dass es in den letzten Jahren immer wieder Einsätze an der Draubrücke gab, weil leichtsinnige Jugendliche ihren Mut beweisen wollten. „Vor allem jetzt bei dem aktuell hohen Pegelstand ist ein Sprung von der Brücke lebensgefährlich. Die Drau fließt zur Zeit mit sehr starker Strömung, ist sehr trüb und führt Teile mit sich, mit denen man sich verletzen kann“, warnt Kontrollinspektor Kurt Fertala von der Polizeiinspektion. Macht das also auf keinen Fall nach!

Hier geht es zum waghalsigen Video: 

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