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Politik - Kärnten
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Umstrittene Meinungen:

,,Österreich ist endlich in gesünderem Europa angekommen…“

Kärnten – Wie wir bereits berichteten ist es fix - ab 1. November 2019 gilt striktes Rauchverbot in den Lokalen. Gut oder schlecht, umstrittene Meinungen. Die Gesundheitsreferentin Beate Prettner freut sich, für die WKO und viele Wirte gibt es noch viele offene Fragen.

 4 Minuten Lesezeit (501 Wörter) | Änderung am 03.07.2019 - 12.38 Uhr

Nun ist es fix! Absolutes Rauchverbot in Lokalen ab dem 1. November 2019. Ein Schutz für die Nichtraucher oder ein Ärgernis für alle Raucher und Wirte? Viele offene Fragen gibt es für die Gastronomen.

,,Schutz für alle Nichtraucher …“

LHStv.in Beate Prettner: Vernunft setzt sich endlich durch. Überfällige Lösung zum Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher – Prävention ist noch immer beste Gesundheitsversicherung. „Der Glimmstängel und der tödliche Passivrauch wird endgültig aus der Gastronomie verbannt“, freut sich Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner angesichts des heute im Nationalrat beschlossenen Rauchverbotes in der Gastronomie. „Damit hat das Parlament mit dem freien Spiel der Kräfte der Forderungen der Menschen im Land stattgegeben“, weißt Prettner auf das Volksbegehren „don´t smoke“ hin, dass von rund. 900.000 Wählerinnen und Wählern im vergangenen Herbst unterschrieben wurde.

Seit Jahren in anderen europäischen Staaten eingeführt

Die Gesundheitsreferentin freut sich, dass Österreich endlich in einem gesünderen Europa angekommen ist. „Ein Rauchverbot in der Gastronomie – seit Jahren in anderen europäischen Ländern erfolgreich umgesetzt, wird nun auch in Österreich ab November 2019 eingeführt. Damit erweist die Politik nicht nur der nachkommenden Generation einen Dienst an ihrer Gesundheit, sie verbessert damit auch direkt die Arbeitsbedingungen der zahlreichen Angestellten in der Gastronomie“, erklärte Prettner. Nichtsdestotrotz sei das Rauchverbot auch ein ganz wichtiges Zeichen gegenüber Passivrauchern. Denn laut Statistik sterben in Kärnten jedes Jahr um die 800 Menschen an den Folgen ihres Zigarettenkonsums. Oder anders gesagt: zwei Todesopfer jeden Tag. Dazu kommen österreichweit drei Tote pro Tag, weil andere rauchen – Passivraucher sind also massiv gefährdet. „Prävention ist noch immer die beste Gesundheitsversicherung, um dieser Statistik aktiv entgegenzutreten. Mit dem heutigen Nationalratsbeschluss zum Rauchverbot in der Gastronomie ist ein ganz wichtiger Schritt erfolgt“, betonte Prettner.

Schwerer Schlag für die Gastronomen

„Die Gesetzesänderung trifft viele Gastronomiebetriebe hart und verschärft die prekäre Situation vor allem in den ländlichen Regionen und für die Nachtgastronomie. Wir nehmen diese Entscheidung der Politik aber zur Kenntnis und werden uns darauf vorbereiten“, sagt Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie. „Wir fordern hier eine klare Linie von der Politik: Gastronomen dürfen für das Verhalten ihrer Gäste nicht verantwortlich oder haftbar gemacht werden. Es darf auch keine Vorverlegung von Sperrstunden oder andere Regelungen geben, die Gastronomiebetriebe betriebswirtschaftlich schädigen könnten.“

Wirte dürfen nicht auf Investitionen sitzen bleiben

Auch für die Abgeltung bisheriger Investitionen wurde noch kein Modell präsentiert. Die Fachgruppe fordert, dass Investitionen, die sich nun als nicht erforderlich herausstellen, steuermindernd angerechnet oder die Ausgaben über eine Prämie abgefedert werden. „Es kann nicht sein, dass Gastronomen jetzt auf den Ausgaben der vergangenen Jahre sitzen bleiben, in denen sie in räumlich getrennte Nichtraucherbereiche investiert haben.“ Es müsse Rechts- und Planungssicherheit für die Wirte geben. „Und die Investitionen in diesem Bereich wurden ganz klar im Vertrauen auf Rechtssicherheit getätigt“, ruft Sternad die Politik zum Handeln auf.

 

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