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© Dieter Kulmer Photography

"Zeugnistag" für Seen

Hohe Wasser­qualität: 24 Seen erhalten die Note „Sehr Gut“

Kärnten – Pünktlich zum Ferienbeginn erhalten auch die Kärntner Seen wieder ihre "Zeugnisse". "Die gute Nachricht ist - kein See muss Nachsitzen", hielt heute. Donnerstag, Umwelt-Landesrätin Sara Schaar bei der Präsentation des 33. Kärntner Seenberichts am Keutschacher See fest. Insgesamt wurde die Wasserqualität von 41 Seen untersucht. 

 4 Minuten Lesezeit (552 Wörter)

„Der Seenbericht bescheinigt den Kärntner Seen wieder eine sehr hohe Wasserqualität. Von den 41 überprüften heimischen Seen wurden 24 mit einem „Sehr gut“ bewertet. Sie gehören zu den nährstoffarmen Gewässern“, freute sich Schaar über die „Einserschüler“.

Diese Seen haben ausgezeichnete Wasserqualität

Zu den sieben saubersten Gewässern Kärntens (oligotroph – ausgezeichnete Wasserqualität) gehören der Faaker See, der Ferlacher Badeteich, der Millstätter See, der St. Johanner Badesee, der Turracher See und der Weißensee. Ebenfalls in die beste Kategorie aufsteigen konnte 2018 der Magdalenensee. Insgesamt wurden im Untersuchungsjahr 2018 rund 750 Wasserproben für chemische Analysen und rund 400 Proben für biologische Analysen bzw. zur Auswertung der Algenpopulationen entnommen. Bei der klaren Sicht die Nase vorne haben aufgrund der sehr guten Lichtdurchlässigkeit große Seen wie der Weißensee (mit einer maximalen Sichttiefe von 11,4 m), gefolgt vom Millstätter See (mit 11,1 m) und dem Klopeiner See (mit 9,5 m). „Aber auch bei kleineren Seen kann man in die Tiefe blicken“, verwies die Landesrätin auf die „ausgezeichnete optische Qualität“ des Turracher Sees, Feldsees und des Keutschacher Sees.

Bewertungen im Überblick

In die nährstoffarme Klasse (schwach mesotroph) – mit auch noch „Sehr gut“ – fallen insgesamt 17 weitere Seen, unter ihnen der Wörthersee als größter See es Landes, der Ossiacher See, der Keutschacher See, der Längsee und der Klopeiner See. Aber auch kleinere Seen, wie der Forstsee, der Pischeldorfer Badeteich oder der Turnersee, fallen in diese Kategorie. Neun Seen laden mit einer „guten Wasserqualität“ (Afritzer See, Goggausee, Hafnersee, Kraiger See, Lavamünder Badesee, Leonharder See, Sonnegger See, Vassacher See und Zmulner See) zum Baden ein, acht Seen erhalten die Note „Befriedigend“ und sind als nährstoffreiche Gewässer zum Baden „geeignet“ (Pirkdorfer Badeteich, St. Andäer Badesee, St. Urban See, Trattnigteich, Flatschacher See, Hörzendorfer See, Maltschacher See und Moosburger Teich).


Im Vergleich zum Vorjahr blieben 30 Seen hinsichtlich ihrer Bewertung gleich, vier Seen – der Googausee, der Leonharder See, der Gösselsdorfer See und der Magdalenensee – haben sich verbessert, sieben Seen wurden aufgrund der höheren Phosphor-Konzentration und der folglich größeren Algenmengen in eine nährstoffreichere Klasse zugeordnet. Mit den Ergebnissen höchst zufrieden ist Roswitha Fresner von der Umweltabteilung und dem Kärntner Institut für Seenforschung: „Im Wesentlichen spiegeln die Kärntner Seen die Großwetterlage wider. Besonders bei höheren Wassertemperaturen laufen Stoffumsetzungsprozesse rascher ab, Schwebealgen entwickeln sich beispielsweise schneller. In seichten Seen tragen auch Nährstoffeinschwemmungen aus dem Umland wie z.B. im regenreichen Mai 2018 zur Vermehrung von Algen bei“, teilte sie mit.

Qualität soll weiterhin hoch bleiben

Damit die Wasserqualität der heimischen Seen weiterhin so hoch bleibt, müssen Belastungen wie Phosphor-, Stickstoff- und Schadstoffeinträge vermieden werden. „Neben dem Fernhalten häuslicher Abwässer zählen auch das Unterlassen des Fütterns von Wassertieren sowie die Einhaltung des vorgeschriebenen Abstandes von Wirtschaftsdünger an Gewässerrändern dazu. „Auch Ufervegetationsstreifen rund um Seen tragen vor allem bei Regenereignissen zur Reduktion von Nähr- und Schadstoffeinschwemmungen bei“, betonte Fresner. Eine wichtige Funktion für die Reinhaltung eines Sees haben die Ufer- und Flachwasserzonen. „Besonders die Wasserpflanzen besitzen wichtige Funktionen, da sie Sauerstoff liefern, das Wachstum von Algen hemmen und als Nahrung für Wassertiere dienen“, so die Umweltreferentin.

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