Zum Thema:

03.07.2019 - 09:56Es besteht Handlungs­bedarf bei älteren Arbeits­losen27.06.2019 - 11:25Goach als Vize­präsident wiedergewählt25.06.2019 - 10:40AK-Goach befürchtet Mietpreis­explosion21.05.2019 - 10:16Online sind die Preise nicht für alle gleich
Politik - Kärnten
SYMBOLFOTO © pixabay

Höchste Kosten in Österreich

AK-Goach: „Bund muss Benach­teiligung Kärntens bei Netz­kosten aufheben!

Kärnten – Kärntner haben die höchsten Netzkosten Österreichs zu tragen. Der Preis wird von E-Control verordnet. AK-Präsident Günther Goach fordert Reduzierung. FPÖ Klubobmann Gernot Darmann unterstützt diese Forderung.

 3 Minuten Lesezeit (469 Wörter) | Änderung am 04.07.2019 - 19.56 Uhr

Die Erhöhung des Strompreises des Kärntner Energieversorgers KELAG hat einen bitteren Beigeschmack. Goach: „Die Kärntnerinnen und Kärntner haben schon die höchsten Netzkosten aller österreichischen Bundesländer zu tragen.“ Goach fordert den Bund auf, diese Benachteiligung Kärntens sofort aufzuheben. Die Tarife werden von der E-Control verordnet. Kärnten liegt bei den Netzkosten mit weitem Abstand auf dem unerfreulichen ersten Platz.

„Strompreise müssen im Rahmen bleiben“

„Wir stehen zur KELAG und ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“, sagt Goach, der heimische Energieversorger schaffe hochqualifizierte Arbeitsplätze und sorge für eine ebenso hoch qualitative Lehrlingsausbildung. „Ich fordere die Verantwortlichen dennoch auf, die Strompreiserhöhung in einem entsprechenden Rahmen zu halten“, erklärt der AK-Präsident. „Wir haben gesehen, was mit der damaligen ÖDK passiert ist und wissen, wie wichtig es ist, einen Energieversorger in heimischen Händen zu haben“, so Goach abschließend.

Im Kampf gegen hohe Strompreise

Im Zusammenhang mit der Kritik von Kärntens AK-Präsidenten Goach zu den hohen Strompreisen in Kärnten äußerte sich auch der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann zu dem Thema: „Endlich ist Goach aufgewacht. Eigentlich gehöre ihm der Spiegel vorgehalten, damit er die Versäumnisse seiner Genossen erkennt. Die Kärnten FPÖ kritisiert schon seit Jahren die hohen Strompreise in Kärnten, doch die rot/schwarze Landesregierung ist bei diesem Thema auf Tauchstation. Es freut mich, dass nunmehr auch die AK-Kärnten endlich aufgewacht ist und uns beim Kampf gegen die hohen Strompreise in Kärnten unterstützt.“

Kärnten hat höchste Netzkosten Österreichs

Laut Darmann sei aber die Verantwortung für die Strompreise in Kärnten, die im Übrigen die höchsten in ganz Österreich sind, bei der Kärntner Landesregierung zu suchen, denn die SPÖ-geführte Landesregierung bestellt den Aufsichtsrats-Chef der KELAG und hat im Jahr 2018 rund 15 Millionen Euro Dividende von der KELAG kassiert. „Es kann nicht sein, dass einerseits die Kärntner und Kärntnerinnen, allein heuer durch die Strom-Netzkostenerhöhung im Vergleich zum Vorjahr rund 14 Millionen Euro mehr an Stromkosten zahlen müssen und andererseits die Landesregierung rund 15 Millionen Dividende von der KELAG kassiert“, kritisiert Darmann. Laut E-Control seien die Strom-Netzkosten in Kärnten doppelt so hoch als in Vorarlberg und diese sind heuer nochmals um 10 Prozent gestiegen, während sie in anderen Bundesländern sinken.

FPÖ forderte Strompreissenkung 

„Wir haben erneut im Jänner 2019 im Kärntner Landtag eine Strompreissenkung eingefordert, doch wird diese von SPÖ und ÖVP seitdem blockiert. Die Kärntner FPÖ wird aber weiterhin im Sinne der Kärntnerinnen und Kärntner und vor dem Hintergrund der in Kärnten immer weiter steigenden Lebenserhaltungs- und Mietkosten für eine Strompreissenkung kämpfen. Schon jetzt können sich rund 59.000 Kärntnerinnen und Kärntner die laufenden Wohnkosten kaum leisten“, stellt Darmann abschließend fest.

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (19 Reaktionen) Direkt zum Beitrag auf 5min-Klagenfurt (32 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE